Hi, Kai und Hans-Jürgen,
zu diesem Thema steht im „Lexikon der populären Irrtümer“:
_ Hamburger
Die meisten Engländer und Amerikaner, aber auch manche Schnellimbiß-Kunden hierzulande glauben, »Hamburger« käme von Schinken = ham, so wie »Cheeseburger« von cheese = Käse oder »Fishburger« von Fisch.
In Wahrheit hat der Hamburger seinen Namen tatsächlich von der Stadt Hamburg. Ursprünglich ein einfaches Hackfleisch, so wie von den Tataren Rußlands im Deutschland des 14. Jahrhunderts übernommen (die Tataren wollten durch das Kleinhacken vor allem das zähe Fleisch der russischen Steppenrinder genießbarer machen; noch heute erinnern wir uns daran mit dem »Beefsteak Tatar«), kam dieses mit deutschen Auswanderern über Hamburg nach Amerika; dort klemmte man es dann, vermutlich um Besteck zu sparen, nach dem Braten zwischen die zwei Seiten eines aufgeschnittenen Brötchen.
Auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 wurden dieses Hackfleischbrötchen als »Hamburg« verkauft (noch ohne »er« am Schluß); weniger später kam dann noch das »er« dazu, und so heißen diese Hackfleischbrötchen heute noch Hamburger.
Lit.: Charles Panati: Universalgeschichte der ganz gewöhnlichen Dinge, Frankfurt 1994.
[Lexikon: Hamburger, S. 1. Das digitale Lexikon der populären Irrtümer, S. 635 (vgl. LexPI Bd. 1, S. 135)]_
Und als Zusatz:
_ Hamburger
Hamburger sind der beliebteste deutsche Schnellimbiß (s.a. »Döner Kebap«)
Wenn man der Welt am Sonntag glauben darf, werden in Deutschland mehr Döner als Hamburger gegessen: für insgesamt 3,6 Milliarden Mark im Jahr, das entspricht 200 Tonnen Döner Kebab täglich oder über das Jahr gerechnet 800 Millionen Portionen, pro Bundesbürger 10.
Lit.: »Deutschland - Dönerland«, Welt am Sonntag, 30.6.1996.
[Lexikon: Hamburger., S. 1. Das digitale Lexikon der populären Irrtümer, S. 636 (vgl. LexPI Bd. 2, S. 138)]_
Gruß Fritz