Mal eine gute Nachricht: Die Bürger zwingen die Politik in Hamburg, Klimaschutz ernst zu nehmen!
Über 50 Prozent (derjenigen, die sich beteiligt haben) haben bei dem Volksentscheid mit ja gestimmt!
Die angeblich so ideologischen Grünen haben (die Senatsmitglieder jedenfalls) sich vorsichtig dagegen ausgesprochen.
Von SPD und CDU bis Handwerkskammer: Das ist viel zu teuer und ganz schlimm für unsere Stadt. Ja, wir finden alle Klimaschutz wichtig, aber doch nicht so…
Die Sozialverträglichkeit ist übrigens fest reingeschrieben worden
Ja, es wird teuer. Klar. Und nicht einfach. Und wird das Leben vieler Menschen verändern. Warum denken so viele Menschen, man könne das Abbremsen des Klimawandels zum Nulltarif haben?
Aber später wird alles noch viel viel teurer. Und das dürfen dann unsere Enkel bezahlen. Sehr fair.
Übrigens fordert das Gesetz bloß eine Erhöhung der Geschwindigkeit um 5 Jahre. Aber: Es lässt weniger Schlupflöcher, weil jährlich genau kontrolliert wird. Man kann sich also viel schlechter durchmogeln…
Klar nützt es nichts, wenn Hamburg allein klimaneutral wird (was allerdings ja sowieso gar nicht stimmt). Aber so eine reiche Stadt kann ja vormachen, was geht. Und Anstöße liefern.
Ob wir schaffen, Klimaschutz nicht nur nörgelnd abzulehnen, sondern stolz und positiv unser Leben verändern?
Einige geplante Maßnahmen möchte ich im Effekt momentan zwar bezweifeln, aber egal …
Sie gehen voran, und alle können beobachten, wie es gemacht wird, wie es gelingt, samt Auswirkungen und Folgen.
Das ist doch gut.
Angestachelt von und nicht selten völlig verblendet durch die Fossiles-Zeug-Förderer-und-Verbrenner-Lobby. Einige von denen sollen exakt die selben Leute sein, die früher gegen Rauchverbote und Verbote von Tabakwerbung lobbyierten.
Ich denke da gerade an den Film Thank you for smoking.
Hinter dieser dummen Überschrift stehen viele positive Dinge, vor allem eines:
Das Hamburger Klimaschutz-Gesetz scheint funktionieren. Es zwingt nämlich die Regierung, genau hinzugucken und die Öffentlichkeit genau zu informieren. Die Regierung ist nun gefordert, echte Maßnahmen zu ergreifen, keine Alibi-Nebelkerzen.
Man stellt fest:
Viele Bereiche laufen erstaunlich gut.
Der Verkehrssektor ist ein großes Problem.
Es geht nicht von alleine.
Es ist möglich, ohne das Hamburg ins Mittelalter fällt.
Schade, dass das Hamburger Abendblatt statt
„Schlimm, der Bürgermeister verbietet bestimmt bald das Autofahren“
nicht schreibt
„Hamburg bei ambitioniertem Klimaziel in vielen Bereichen auf gutem Weg“
Und schade, dass nicht ganz Deutschland so ein Klimaschutz-Ziel-Gesetz hat (es gab ja soetwas Ähnliches, aber schon die Ampel hat dieses ja erfolgreich verwässert).