bitte um Aufklärung: wie kommt der Hanseat ins Brötchen? Warum heissen auf der ganzen Welt die zwischen zwei Brötchenhälften gepackte gebratene/gegrillte rundlich-platte Hackfleischsscheiben „Hamburger“? Und zwar selbst dort, wo die Schnell"restaurants" mit dem großen gelben Pommes-M kaum präsent sind.
Legende:Schuld ist angeblich ein Metzger, der wegen der großen Hitze nicht genügend Schweinswürste für die anstehende Summit Country Fair lieferte. So kam der Würstchenbrater Frank Menches aus Akron, Ohio 1892 auf die Idee, statt der Würste gebratenes Hackfleisch in seine Brötchen zu packen. Ein voller Erfolg.
Tatsache: Wer den Hamburger wirklich erfunden hat - darüber wird bis heute gestritten. Fest steht so viel: In deutschen Kochbüchern des 19. Jahrhunderts tragen Buletten oft Namen wie „Hamburger Fleisch“. Fest steht auch, dass sich Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche deutsche Immigranten in den USA selbstständig machten, indem sie aus umgebauten Wohnwägen heiße Buletten in Brötchen verkauften. Erst durch Imbissketten wie McDonalds wurde der Hamburger zum Inbegriff amerikanischer Eßkultur - weltweit._
zur Verbreitung der Bezeichnung hat zweifellos beigetragen, dass jeder Englischsprechende bei „ham“ an Fleischspeisen denkt - auch wenn die Frikadelle wenig Schinkenfleisch enthält…
Daher die Weiterbildungen „fishburger“, „cheeseburger“ etc.
„Hamburger heißen Hamburger, weil deutsche Seeleute aus Hamburg, die die Pioniere nach Amerika brachten, als Snack gerne Frikadellenbrötchen aßen, und diese auch in NY von deutschen Imbißbudenvorgängern verkauft wurden.“
Und Frankeaten?
Huy Gys! Und Frankforder?
Und warum gibts nix eßbares aus annern Metropolen der Welt? Oder gibts: „Nju Jorker“? Oder „Londoner“? Oder was Eßbares aus Frankreich, dem Land der Eßkultur?
„Berliner“ gibs ja, mehr oder weniger platte,
Ich bin kein Amerikaner! Liebern Wiener!
Don´t foot the troll!
Mir sind dazu noch diese kannibalischen Sätze eingefallen:
Der dünne Berliner aß den Hamburger.
Der Hamburger aß einen dünnen Berliner.
Bei der NORDSEE kriegt man auch Bremer.
Wiener essen gerne Nürnberger.
Nürnberger ziehen Limburger vor.
Die Limburger sind wild auf Thüringer.
Thüringer halten nichts von Wienern.
Seit der BSE-Krise verzichte ich auf Regensburger.
Amerikaner schwärmen von Parisern, benutzen sie aber selten.
Drum haben sie oft die Franzosen.
Viele arbeiten lieber mit einem Franzosen als mit einem Engländer.
Schwaben - ohjeohje - im Küchenschrank sind unangenehm.
Fehlt noch …
… die Göttinger in Bayern eine Schnittwurst ähnlich der
Bierwurst)
… Stuttgarter (ebenfalls in Bayern als „Stuttgarter
Schinkenwurst“ - svw. schwäbische Sc hi.wurst, da Schi.wurst in
Bayern = Bierschinken ist; ebenfalls in Bayern auch als
„Stuttgarter Leberkäs“ = der grobe)
… Ansbacher (in Bayern eine Art Pressack)
Gruß
Bolo
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eben lese ich in dem Märchen „Zwerg Nase“, dass dieser dem Herzog „Hamburger Klöse“ zum Frühstück bereitet.
So lange - Hauffs zweiter Märchenalmanach erschien 1827 - gibt es also schon Hamburger.