Hand auf Schalthebel?

Hallo zusammen,

ich habe früher mal gehört (ich weiß nicht mehr wo), dass es schädlich sein soll, wenn man während der Fahrt die Hand auf dem Schalthebel „liegen“ läßt.
Ist oder war da was dran?
Handelt es sich da um eine „Urban Myth“?

Dank an Euch Techniker.

Gruß
DOC

…und ich habe mal gehört, dass…
…wenn ich dauernd meine Hände auf’m, bzw. am Lenkrad habe, geht irgendwann mal die Lenkung kaputt… :smile:
Gruss
Helmut der sich gerade kaputt lacht!

Moin!

…wenn ich dauernd meine Hände auf’m, bzw. am Lenkrad habe,
geht irgendwann mal die Lenkung kaputt… :smile:

So würde ich es nicht sagen. Auch ich habe in der Fahrschule (lang, lang ists her…) gelernt, die Hand nich länger als nötig aufm Schalthebel zu lassen, da beide Hände ans Lenkrad gehören. Beim Trabi gings eh nich, weil der ne Revolverschaltung direkt hinterm Lenkrad hat. Und jetz bitte nich übern Trabi schimpfen, der R4 hatte das auch. Auch bei meinen Viertaktern mit Knüppelschaltung lass ich die Hand nich aufm Schalthebel liegen, weil sie dort nichts zu suchen hat. Ich kannmir aber gut vorstellen, dass bei älteren Fahrzeugen die Schaltbetätigung oder ähnliches schneller ausschlagen kann.

Mitm Mopped fährt man ja auch net immer mitm Huf aufm Schalthebel, oder?

Gruss
Helmut der sich gerade kaputt lacht!

Gruss

Mutschy

Hallo,

ganz so ohne Gedanken wollte ich die Frage hier nicht stehenlassen.

Jeder Schalthebel hat sein Spiel. Legt man nun permanent sein Pfötchen auf den Hebel, so wird dieses Spiel unterbunden, das Hebelgestänge schlägt sich mehr oder weniger dann immer an ein und derselben Stelle aus. irgendwann gibts dann Schaltprobleme.

Bin kein Fachmann, halte dies aber für eine logische Erklärung.

Grüße
André

:smile:…und ich habe mal gehört, dass…
Tach,

ich sagte ja, dass ich das vor sehr langer Zeit gehört habe.
Möglicherweise sind vielleicht damals die Getriebe kaputt gegangen.

Ist das heute denn ggf noch ein Problem??

Gruß
Doc

Hi,

Handelt es sich da um eine „Urban Myth“?

Nein. Dadurch übst du Druck auf die Schaltgabeln und die Schalträder im Getriebe aus und erhöhst die Reibung dort. Das führt natürlich nicht zu einem unmittelbaren Defekt, aber so ganz zuträglich ist es der Lebensdauer nicht.

Viele Grüße
WoDi

Hallo,
lässt man die Hand auf dem Schalthebel, kann sie eine mehr oder weniger leichte (aber permanent wirkende) Betätigungskraft auf die Schaltgabel im Getriebe bewirken, dadurch der „Versuch“ (ohne auszukuppeln) eine Schaltvorgang incl Synchronisation hinzukriegen. Außerdem „schleift“ dann die (zwar gut geschmierte) Schaltgabel stärker als normal im Getriebe mit.
Klingt alles zunächst ungut für die Mechanik. Ob’s wirklich ein Problem erzeugen kann, dazu sollten besser Getriebe-Spezialisten etwas sagen.
Gruß
Karl

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Bei fast allen heutigen Fahrzeugen mit Frontantrieb gib es überhaupt kein Schaltgestänge mehr. Es werden Schaltzüge verwendet die Schalthebel und Getriebe verbinden.
Es kann keine Kraft durch eine aufliegende Hand oder so auf das Getriebe Übertagen werden.
Ich denke das es auch bei Herstellern von Heckgetriebenen Fahrzeugen heute keiner mehr Schaltgestänge einsetzt. Das ist einfach eine Kostenfrage.

Vielleicht hatte die Hand am Schaltknüppel einmal Auswirkungen! Bei Fahrzeugen die nach dem letzten Kartoffelkrieg gebaut wurden!

Hallo,
lässt man die Hand auf dem Schalthebel, kann sie eine mehr
oder weniger leichte (aber permanent wirkende)
Betätigungskraft auf die Schaltgabel im Getriebe bewirken,
dadurch der „Versuch“ (ohne auszukuppeln) eine Schaltvorgang
incl Synchronisation hinzukriegen. Außerdem „schleift“ dann
die (zwar gut geschmierte) Schaltgabel stärker als normal im
Getriebe mit.
Klingt alles zunächst ungut für die Mechanik. Ob’s wirklich
ein Problem erzeugen kann, dazu sollten besser
Getriebe-Spezialisten etwas sagen.
Gruß
Karl

Hallo,

ich habe früher mal gehört (ich weiß nicht mehr wo), dass es
schädlich sein soll, wenn man während der Fahrt die Hand auf
dem Schalthebel „liegen“ läßt.

bei der Geschichte dreht es sich möglicherweise um ein Citroen-Modell, in dem eine Halbautomatik verbaut war. Die Franzosen legten wie gewohnt während der Fahrt die Hand auf den Schalthebel und kuppelten so praktisch permanent aus. Das ist mir jedenfalls mal erzählt worden.

Gruß,
Christian

Hi DOC,

einerseits: es stimmt. Andererseits: nur für sehr alte Fahrzeuge.
Bei den Opel Modellen mit Heckantrieb sass der Schaltknüppel direkt am Getriebe. Da könnte es zu Abnutzungserscheinungen kommen.
Die meisten Autos aber haben eine Betätigung entweder über verschiedene Gestänge (wie der alte Golf z.B.) oder über Seilzüge wie viele moderne Fahrzeuge.
Ich habe damals bei den älteren VW oft die ausgelutschten Kunststoffbuchsen der Übertragungsgestänge gewechselt, aber ich glaube kaum das dies dadurch verursacht wurde das permanent die Hand auf dem Schaltknüppel lag.
Ich habe schon einige Getriebe gewechselt, aber da lag die Ursache für den Schaden ganz woanders.
Stimmen tut es allerdings, das es schädlich für Kupplung und Ausrücklager ist wenn man permanent den Fuss leicht auf dem Kupplungspedal stehen hat.

Gruss Sebastian

Stimmen tut es allerdings, das es schädlich für Kupplung und
Ausrücklager ist wenn man permanent den Fuss leicht auf dem
Kupplungspedal stehen hat.

Manche Autos machen es einem aber auch nicht einfach - da ist für den linken Fuß schlicht und ergreifend keine „Ablage“ vorhanden.
So z.B. beim Ford Ka (nur rudimentär ausgeprägt) oder Opel Agila.

Hallo Olaf,

Manche Autos machen es einem aber auch nicht einfach - da ist
für den linken Fuß schlicht und ergreifend keine „Ablage“
vorhanden.
So z.B. beim Ford Ka (nur rudimentär ausgeprägt) oder Opel
Agila.

Richtig, aber in den Autos ist für vieles andere auch kein Platz :wink:

Gruss Sebastian

Hi,

Bei fast allen heutigen Fahrzeugen mit Frontantrieb gib es
überhaupt kein Schaltgestänge mehr.

Das stimmt so nicht. Z.B. haben alle Audis mit längs eingebautem Motor Gestänge.

Es werden Schaltzüge
verwendet die Schalthebel und Getriebe verbinden.

Das stimmt bei Fahrzeugen wie etwa Golf, Touran usw., also bei solchen mit quer eingebautem Motor.

Es kann keine Kraft durch eine aufliegende Hand oder so auf
das Getriebe Übertagen werden.

Wie schaltet man, ohne eine Kraft zu übertragen?

Ich denke das es auch bei Herstellern von Heckgetriebenen
Fahrzeugen heute keiner mehr Schaltgestänge einsetzt. Das ist
einfach eine Kostenfrage.

Auch heckgetriebene Fahrzeuge (BMW, Mercedes…) haben das Getriebe vorn. Heckantrieb heißt ja nicht unbedingt, dass auch Motor und Getriebe hinten sitzen.
Es ist auch nur eine Kostenfrage bei quer eingebauten Motoren, da man dort mit den Seilen die Motorbewegungen hin zur Fahrzeuglängsachse ausgleichen muss, was in der Tat mit den Seilen besser und in diesem Fall sicher auch billiger geht.

Vielleicht hatte die Hand am Schaltknüppel einmal
Auswirkungen! Bei Fahrzeugen die nach dem letzten
Kartoffelkrieg gebaut wurden!

Die Auswirkungen gibt es auch heute noch, nur sind sie durch die mittlerweile verbesserten Werkstoffe und Öle sicher nicht mehr so gravierend wie damals, aber sie sind noch vorhanden.

Viele Grüße
WoDi

Hallo Olaf

So z.B. beim Ford Ka (nur rudimentär ausgeprägt) oder Opel
Agila.

Seit wann sind das wirklich Autos?

Beides sind potthässliche Dinger, die man sich nicht freiwillig antun will und die mit einem Auto nur gemeinsam haben, dass sie motorisiert sind… :wink:

CU
Peter

Meine Meinung dazu:
Hallo!

Es wurde schon mehrfach geschrieben, dass sich dadurch im Getriebe die Schaltgabeln abnutzen können.
Das ist richtig so.

Ich gehe mal davon aus, dass es völlig egal ist, ob das Auto eine Seilzug-oder Gestängeschaltung hat.
Wenn man die Hand auf dem Schalthebel „nur“ abstützt, wird nichts passieren.
Es gibt aber Leute, die die Hand auf dem Schalthebel haben, und diesen leicht nach vorn oder hinten drücken. Das kribbelt dann so schön…
weil dadurch im Getriebe die Schaltgabeln an den Schaltmuffen schleifen, und sich das über die Schaltbetätigung bis auf den Schalthebel überträgt.

Das ist dann nicht so gut, weil sich dadurch tatsächlich die Schaltgabeln und Schaltmuffen im Getriebe abnutzen.
Als Folge davon hat man erstmal eine Menge Metallabrieb im Getriebeöl,
und nach Jahren kann es sein, dass der 3. oder 4. Gang nicht mehr richtig einzulegen geht.

Grüße, Steffen!

Hallo Olaf

Hi Peter

So z.B. beim Ford Ka (nur rudimentär ausgeprägt) oder Opel
Agila.

Seit wann sind das wirklich Autos?

Hm, habe ich die jetzt wirklich im Zusammenhang mit „Autos“ genannt? :wink:

Beides sind potthässliche Dinger, die man sich nicht
freiwillig antun will und die mit einem Auto nur gemeinsam
haben, dass sie motorisiert sind… :wink:

Richtig, das sind meine Dienstwagen :frowning:
Lustig beim Opel: Wenn ich Schulterblick mache, gucke ich aus dem hinteren Seitenfenster raus.