Hand aufs Herz: Bevorzugt Ihr eines eurer Kinder?

Ich würde mich hier sehr über aufrichtige Antworten freuen.
Liebt Ihr alle Eure Kinder gleich stark?
Und falls es ein Lieblingskind gibt, woran liegt das (Wunschkind vs. Überraschungskind, Geburt leicht vs. schwer, Ähnlichkeit mit einem selbst oder nicht, usw…) ???
Danke schon mal im voraus für die bestimmt sehr interessanten Antworten.
Jott.

Hallo,

Ich würde mich hier sehr über aufrichtige Antworten freuen.
Liebt Ihr alle Eure Kinder gleich stark?

Ja!

Und falls es ein Lieblingskind gibt, woran liegt das
(Wunschkind vs. Überraschungskind, Geburt leicht vs. schwer,
Ähnlichkeit mit einem selbst oder nicht, usw…) ???

Mein Großer würde bestimmt sagen, der Kleine würde immer bevorzugt :wink:

Ich habe zwei Jungs, die sind wie Tag und Nacht und noch dazu durch mehr als 10 Lebensjahre voeinander getrennt. Der Umgang mit ihnen ist daher auch total verschieden. Gefühlsmäßig ist mir der Eine näher, da vom Charakter mir ähnlich, ich denke, ich kann ihn also besser verstehen, während das Leben mit dem anderen Kind eine ständige Herausforderung ist…

Beatrix

Hi,

das ist ja eine Frage die schon wirklich ans Eingemachte geht und die man sich selbst ja kaum ehrlich beantworten mag.

Meine Antwort wäre so eine Art jain. Bei uns ist es so, dass beide absolute Wunschkinder waren obwohl einer von beiden auch hätte ruhig ein Mädchen werden können. Der Große kommt optisch total nach mir und ist auch von seinem Wesen ein echter Junge mit allem was dazu gehört. Der Kleine (hell blonde Haare, blaue Augen) kommt nach seiner Mutter und wirkt oft etwas zart in seinem Wesen. Also beide absolut unterschiedlich in Art und Aussehen.

Was auffällt ist, dass die Kinder Phasen haben in denen sie mal Mama und mal Papa lieber haben und gerade in diesen Phasen kommt es mir manchmal vor, als würden sich meine Sympathie auch leicht verlagern. So etwas ist kein permanentes Gefühl und schwankt auch viel hin und her (speziell in Zeiten in denen vielleicht einer von beiden etwas schwieriger ist) aber ich glaube, dass es ganz normal ist.

Speziell wird mir so etwas bewusst, wenn ich das Gefühl habe meine Frau würde gerade einen der Jungs Emotional bevorzugen. Dann kommt so eine Art Gefühl „ich müsste es jetzt ausgleichen“ in mir hoch.

Deine Frage hatte ich mir selbst einmal mit „liebt man alle gleich“ gestellt und dabei auch meine Frau mit einbezogen. Nach einer Weile der Überlegung hatte ich mir meine Frage damit beantwortet, dass ich es nicht vergleichen kann und ich für jeden der drei eine eigene Form der Liebe entwickelt habe die sich nicht vergleichen lässt.

Viele Grüße
Me

die vermutung, ich hätte ein kind bevorzugt, werde ich immer ich weit von mir weisen.
richtig ist aber, daß man seine kinder meist auf unterschiedliche art liebt. es sind ja auch unterschiedliche menschen mit unterschiedlichen qualitäten, vorlieben, abneigungen und talenten.

der vorwurf eines kindes an die eltern, sie hätten „immer das andere kind vorgezogen“, kommt interessanterweise meist von allen geschwistern. am lautesten gerade von dem, das die anderen jeweils verdächtigen, bevorzugt worden zu sein.

schöne grüße
ann

Hallo,

beide Söhne beschweren sich regelmäßig, dass der andere von mir bevorzugt würde.
Ich nehme an, dass heißt, ich mache irgendwas richtig.
Es gibt Zeiten, wo ich den einen für „liebenswerter“ halte, als den anderen (oder umgekehrt: dem einen eher an den Hals gehen könnte als dem anderen (PS: sie sind Teenager), aber das wechselt. Und hat mit Liebe an sich nichts zu tun. Ich kann meine Liebe für beide nicht messen.

Ich habe viele Adoptiveltern kennengelernt, die eine große Hemmschwelle hatten, ein zweites Kind zu adoptieren. Das Argument war in etwa: Unser erstes Kind ist so perfekt, wir lieben es so sehr, ein zweites Kind könnte nie an dieses erste Kind heranreichen.
Ich kann mir vorstellen, dass auch biologische Eltern so denken, aber bei Adoptiveltern stehen diese Gedanken vielleicht mehr im Vordergrund, weil das zweite Kind in der Regel ja keinerlei Gemeinsames zum ersten Kind mit sich bringt (egal, wie unterschiedlich biologische Geschwister von einander sein können, sie haben immerhin die gleichen Eltern). Dennoch habe ich nach der zweiten Adoption niemand getroffen, der nicht verwundert war, wie sich Liebe einfach vermehren kann und nicht geteilt werden muss.

In Familien, in denen mir als Außenstehende eine Bevorzugung eines Kindes auffiel, hatte das übrigens immer mit den Eltern - nie mit den Kinder - zu tun. „Sorgenkinder“ werden oft mehr geliebt (vielleicht, weil gedacht wird, dass sie mehr Liebe brauchen).

Gruß
Elke

Hallo Jacqueline,

Liebt Ihr alle Eure Kinder gleich stark?

ich bemühe mich.

Und falls es ein Lieblingskind gibt, woran liegt das
(Wunschkind vs. Überraschungskind, Geburt leicht vs. schwer,
Ähnlichkeit mit einem selbst oder nicht, usw…) ???

Sagen wir es mal so: im langfristigen Mittel dürfte es sich ausgleichen, auch wenn jedes der Kinder sich zeitweise benachteiligt fühlen wird.

Bei meinen Jungs ist es so, daß sie sowohl Stärken als auch Schwächen von beiden Eltern geerbt haben und eigene Fehler bei anderen sind noch schwerer zu ertragen als bei sich selber.

So kracht es mal hier und dann mal da, aber ich hoffe, daß ich nicht eines der Kinder langfristig bevorzuge.

Gandalf

Hallo!
Ich glaube es ist gar nicht möglich Kinder gleich zu behandeln. Kinder haben immer andere Bedürfnisse auf die man eingeht. Manche Kinder haben auch mehr Bedürfnisse andere.
Mir ist oft aufgefallen, dass wenn man eine Gruppe von Kindern hat, die braven am wenigsten Aufmerksamkeit kriegen, weil sie ruhig und lieb sind. Die Störenfriede bekommen viel, wenn auch negative, Aufmerksamkeit. Ungerecht, oder?
Ich denke, wenn eines der Kinder krank ist, kümmert man sich mehr um dieses. Wenn eines der Kinder schulische Probleme hat, kümmert man sich mehr, lernt und übt mit ihm. Wenn eines der Kinder Sorgen hat, oder es ihm irgendwie schlecht geht, versucht man zu helfen und kümmert sich. Kindern geht es selten zur gleichen Zeit schlecht, also wandert die Aufmerksamkeit.
Das hat aber mit Liebe nichts zu tun. Liebe ist nicht ein Gefühl, sondern tausend Gefühle. Man liebt seine Mutter, anders als man den Vater oder den Bruder liebt. Man liebt ein Haustier anderes als ein Kind. Man liebt eine Freundin anders als die Großmutter, man liebt den Partner anderes als man den Ex geliebt hat. Man liebt das eine Kind anders, als das andere. Trotzdem ist all das Liebe.
Jeder Mensch ist anders, daher auch die Liebe zu ihm. Im Laufe einer Beziehung ändert man sich oft selbst, die Umstände ändern sich, die Liebe ändert sich. Sie wird mal größer mal kleiner…

Was ich sagen will: Man kann das so gar nicht sagen. Es wird immer Moment geben, in denen man jemanden mehr und einen anderen weniger liebt und bevorzugt. Dennoch liebt eine Mutter die in behindertes Kind hat und ein gesundes Kind, beide Kinder, auch wenn sie sich objektiv gesehen wesentlich mehr um das behinderte Kind kümmert. Ganz einfach weil es sie mehr braucht.

Man bevorzugt permanent ein Kind vor dem anderen. Aber in den meisten Familien wechselt das ab. Man sollte sich deshalb auch nie ein schlechtes Gewissen machen lassen. Es ist normal. Man kann seine Gefühle nicht beeinflussen. Die ändern sich ganz von selbst, oft schneller als man glauben würde.

lg infi

Ja, aber immer nur eines von beiden:smile:

LG
Mikhael

Egal wo ich hinschau, du suchst dir immer Leute aus, die sich trauen ihre verletzliche Seite zu zeigen und seriös über ein Problem zu reden, um dich dann über sie lustig zu machen und ihre Gefühle in den Dreck zu ziehen.
Irgendwas stimmt doch nicht mit dir, oder?
Brauchst du mehr Aufmerksamkeit?

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So so…
Du solltest ein anderes Studienfach wählen, daß tut Dir nicht gut. Wo, warum und wie ich meine Beiträge setze, geht Dich NICHTS an. Dies ist ein öffentliches Forum, wenn Du damit nicht zurechtkommst, so suche Dir ein anderes.

Mikhael

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Schlaumeier
Du hast über meine Antwort in keinster Weise nachgedacht, wähle ein Fach, wo Du denken lernst Du Teenager!

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Deine Antwort
Man sieht was das Studium der Psychologie anrichtet. Was ich in einem Satz ausdrücken kann, beschreibst Du in einer DIN-A-4-Seite.

Soviel dazu.

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Hallo!

Ich glaube es ist gar nicht möglich Kinder gleich zu
behandeln. Kinder haben immer andere Bedürfnisse auf die man
eingeht. Manche Kinder haben auch mehr Bedürfnisse andere.
Mir ist oft aufgefallen, dass wenn man eine Gruppe von Kindern
hat, die braven am wenigsten Aufmerksamkeit kriegen, weil sie
ruhig und lieb sind. Die Störenfriede bekommen viel, wenn auch
negative, Aufmerksamkeit. Ungerecht, oder?
Ich denke, wenn eines der Kinder krank ist, kümmert man sich
mehr um dieses. Wenn eines der Kinder schulische Probleme hat,
kümmert man sich mehr, lernt und übt mit ihm. Wenn eines der
Kinder Sorgen hat, oder es ihm irgendwie schlecht geht,
versucht man zu helfen und kümmert sich. Kindern geht es
selten zur gleichen Zeit schlecht, also wandert die
Aufmerksamkeit.
Das hat aber mit Liebe nichts zu tun. Liebe ist nicht ein
Gefühl, sondern tausend Gefühle. Man liebt seine Mutter,
anders als man den Vater oder den Bruder liebt. Man liebt ein
Haustier anderes als ein Kind. Man liebt eine Freundin anders
als die Großmutter, man liebt den Partner anderes als man den
Ex geliebt hat. Man liebt das eine Kind anders, als das
andere. Trotzdem ist all das Liebe.
Jeder Mensch ist anders, daher auch die Liebe zu ihm. Im Laufe
einer Beziehung ändert man sich oft selbst, die Umstände
ändern sich, die Liebe ändert sich. Sie wird mal größer mal
kleiner…

Was ich sagen will: Man kann das so gar nicht sagen. Es wird
immer Moment geben, in denen man jemanden mehr und einen
anderen weniger liebt und bevorzugt. Dennoch liebt eine Mutter
die in behindertes Kind hat und ein gesundes Kind, beide
Kinder, auch wenn sie sich objektiv gesehen wesentlich mehr um
das behinderte Kind kümmert. Ganz einfach weil es sie mehr
braucht.

Bis hierhin nur gequirlter Mist…
Hatte auch mit dem Posting so nix zu tun, aber schön, dass Du darüber reden konntest.

Man bevorzugt permanent ein Kind vor dem anderen. Aber in den
meisten Familien wechselt das ab. Man sollte sich deshalb auch
nie ein schlechtes Gewissen machen lassen. Es ist normal. Man
kann seine Gefühle nicht beeinflussen. Die ändern sich ganz
von selbst, oft schneller als man glauben würde.

Und das hat auch im Ursprungsposting gestanden. Durch blosse Wiederholung gibst Du nur überhaupt keine Antwort auf die Frage.

Gruss
frieeda

lg infi

Ich habe manchmal schon auch das Gefühl. Die Frage stellt sich mir nur, ob es immer das eine Kind ist, das ich bevorzuge oder ob das wechselt.
Über welchen Zeitraum betrachtest Du. Je kürzer dieser ist, desto eher würde ich Dir zustimmen, dass dies so ist, doch auf lange Sicht gesehen gleicht sich das bei mir aus. Denn auch die Probleme von gestern sind morgen schon ganz andere…

nocheinbischengrübeln
frieeda

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Mei Danke!
Uh, danke, dass du mir das sagst, jetzt hätt ich aus Versehen fast den Mag gemacht…

Ach übrigens: Nachdem du ja jetzt weißt, dass ich nur Kinder und Tiere mag, kannst du sicher auch meine Kommetare ignorieren. Die beruhen ämlich auf reiner Bosheiten der Erwachsenenwelt gegenüber und haben mit deiner Person rein gar nichts zu tun.

lg infi