Hallo Wissende,
ich habe einen Online-Shop und nun haben Kunden aus der Schweiz bestellt. An sich ja schön, ich habe aber mit Verkauf ins Ausland noch keine Erfahrung. (Es handelt sich um Privatkunden.)
Muss ich Zoll zahlen?, Wonach richtet sich das, wo kann ich Auskunft bekommen??
Ich habe meine Preise in Euro ausgezeichnet. Dann muss ich auch erwarten dass in Euro gezahlt wird oder??
Habe ich noch etwas vergessen, dass ich beachten soll??
Gruß Maren
Muss ich Zoll zahlen?, Wonach richtet sich das, wo kann ich
Auskunft bekommen??
du zahlst als exporteur eigentlich nie zoll, es sei denn, du hast in deinen agbs und lieferbedingungen ddp= delivered, duties paid vereinbart. ob ueberhaupt zoll anfaellt, entscheidet die warenart mit der dazugehoerigen zolltarifnummer.
zoll und warenumsatzsteuer der schweiz werden also vom kaeufer bezahlt, wenn du - wie gesagt - deine lieferbedingungen entsprechend gestaltet hast.
Ich habe meine Preise in Euro ausgezeichnet. Dann muss ich
auch erwarten dass in Euro gezahlt wird oder??
das kannst du schon erwarten… waere aber auch nicht schlecht, zahlungen in sfrs zu akzeptieren… z.b. direkt auf ein konto in zuerich
du wirst dich uebrigens wundern, was auslandsueberweisungen kosten…
Habe ich noch etwas vergessen, dass ich beachten soll??
hallo,
habe eben dann mal einen schweizer geschaeftspartner gefragt - er sagt: pauschal sfrs 25.- pro ueberweisung unabhaengig vom umsatz.
kuerzlich habe ich eine kaution fuer ein chalet in form eines schecks vom vermieter bekommen. nach abzug der verbrauchskosten war der scheck ausgestellt auf 115.- euro - gutgeschrieben hat meine bank mir 86.-
habe eben dann mal einen schweizer geschaeftspartner gefragt -
er sagt: pauschal sfrs 25.- pro ueberweisung unabhaengig vom
umsatz.
Vielleicht werden ja die Geschäftskunden extra abgezockt?
Allerdings muss man aufpassen. UBS bietet z.B. den „Auslandsauftrag“ und den „Auslandsauftrag extra“ an. Rate mal wo der Unterschied liegt
…
…
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in den Gebühren. Der „Auslandsauftrag extra“ ist für pauschal CHF 10 inkl. Fremdkosten zu haben. Andere Banken (ZKB, CS) bieten ähnliche Konditionen. (Wie es bei den Sparkassen und Raiffeisenkassen aussieht weiss ich nicht) http://www.comparis.ch/banken/productinfo.asp?idProd…
hier kann man sich noch die Gebühren andere Banken ansehen.
kuerzlich habe ich eine kaution fuer ein chalet in form eines
schecks vom vermieter bekommen. nach abzug der
verbrauchskosten war der scheck ausgestellt auf 115.- euro -
gutgeschrieben hat meine bank mir 86.-
Tja, da hat er sich vermutlich ungeschickt (vorsichtig gesagt) angestellt.
UBS
Unter viel Flash habe ich noch den Prospekt der UBS gefunden: http://www.ubs.com/g/ubs_ch/private/interests.Refere…
Und da ist der Auslandsauftrag extra via e-banking oder multimaten inkl. Fremdgeb. für CHF 10 angegeben (S.3).
Deine Geschäftspartner nutzen wohl kein Online-banking und sind nicht gewillt den Multimaten zu nutzen …
Rossi
Vielleicht werden ja die Geschäftskunden extra abgezockt?
das ist mir ehrlich gesagt scheissegal, solange 100% meiner forderungen eintreffen.
der ursprung der fragestellung war doch: wie geht ein neugegruendeter onlinehandel damit um?
da wir nicht wissen, um welche summen es geht, ist es eigentlich muessig, darueber weiterzureden:
wenn also traumautos zu sechsstelligen summen gedealt werde, dann werden bankgebuehren zweitrangig - wenn es jedoch seife, oekosocken oder fruechtetee sind, dann koennten bankgebuehren so ein geschaeft ruinieren.
scheck ausgestellt auf 115.- euro -
gutgeschrieben hat meine bank mir 86.-
Tja, da hat er sich vermutlich ungeschickt (vorsichtig gesagt)
angestellt.
einverstanden, war mir eine lehre… aber das chalet war es wert!
das ist mir ehrlich gesagt scheissegal, solange 100% meiner
forderungen eintreffen.
Das ist der Punkt. Das sollte IMHO auch in den AGBs stehen, auch wenn es eigentlich selbstverständlich ist.
der ursprung der fragestellung war doch: wie geht ein
neugegruendeter onlinehandel damit um?
Kreditkartenabrechnung? Vielleicht reicht es ja schon, die Kunden auf die Tücken der verschiedenen Gebühren für Auslandsüberweisungen hinzuweisen.
wenn also traumautos zu sechsstelligen summen gedealt werde,
dann werden bankgebuehren zweitrangig - wenn es jedoch seife,
oekosocken oder fruechtetee sind, dann koennten bankgebuehren
so ein geschaeft ruinieren.
Jein, demgegenüber steht das deutlich höhere Preisniveau (ca. 30 %, je nach Warenart, gerade bei Bekleidung) in CH und die Möglichkeit MWSt einzusparen. Auch bei Kleinbestellungen sind deshalb schnell mehr als die CHF 10 als Einsparung für den Besteller drin.
Abgabefrei sind beispielsweise im Reiseverkehr (die meisten) Waren bis CHF 300 / Person. http://www.zoll.admin.ch/d/private/rv/rasch_anderewa…
Auf dem Postweg gilt eine ähnliche relativ hohe Grenze (es waren mal CHF 200, aber das kann sich geändert haben), ich habe aber die Unterlagen dazu nicht finden können. Da der Besteller unterhalb dieser Grenze weder Zoll noch die CH- und erst recht nicht die D-MWSt zahlen muss, lohnt sich das oft schon bei kleinen Bestellungen.
Kundensicht Re: Handel mit Schweiz
Hi,
aus Kundensicht:
bei der Zahlungsverbindung unbedingt auch die IBAN angeben. Sonst ist keine Onlinezahlung mehr möglich und es werden horrende Zahlungsgebühren fällig (seit 1.4. zumindest bei der UBS, bei den anderen wird es ähnlich sein).
Papiere (Deklaration/Rechnung) aussen am Paket anbringen und nicht im Paket verstecken (Sonst bleibt das Paket beim Postzollamt Basel liegen…).
keine deutsche MWSt berechnen (über die Details musst du dich bei deinem FA schlau machen). Du exportierst aus der EU hinaus.
Hallodele,
also ich verkaufe keine Luxusartikel, sondern es handelt sich um Bestellungen von im Mittel 30-150 €. Deshalb tun Bankgebühren mir und sicher auch meinen Kunden weh. Meine Bank hat mir erzählt, das Überweisungen von 50.- € (und ein bissschen) für mich kostenlos sind und darüber 5,11 € Gebühren anfallen. Vielleich ist es ja sinnvoll, bei einer Schweizer Bank ein Konto in € zu führen und die Kunden dorthin überweisen lassen, und dann gelegentlich die Einnahmen auf mein deutsches Konto zu überweisen? Hat jemand da Erfahrungen?
Zu den Freigrenzen bei der Verschickung der Ware mit der Post: Wo bekommen ich das raus?
Gruß Maren