Moinsen,
Grundsätzlich wollte ich mich erst mal genau informieren und
sehen was da alles auf mich zukommen würde, ob ich das
überhaupt neben dem Vollzeitberuf machen möchte, und v.A. wie
sich das alles dann auch rechnen würde (es soll nur in kleinem
Rahmen betrieben werden).
Der Einkaufspreis ist nur einer von diversen Faktoren. Es geht auch um deine Kosten, weil am Ende zählt insbesondere deine Marge (was also bei dir hängen bleibt). Allerdings gehen hier ja auch noch diverse andere Dinge in die Rechnung ein: du brauchst neben dem Gewerbeschein eine Buchhaltung, einen Steuerberater, Telefon und PC, vielleicht fallen Beiträge zur BG an, du musst Rücklagen für eventuelle Reklamationen bilden, hast Versandkosten. Solltest du einen Kredit als Anschubfinanzierung brauchen und privates Kapital steht nicht zur Verfügung muss auch der Kredit abgetragen werden - und du brauchst bei der Bank einen Businessplan und Versicherungen. Auch deine Zeit ist etwas wert, Nebenjob hin oder her. Du machst es ja um etwas zu verdienen und hängst dir nicht etwas an, was lediglich die Kosten deckt (wenn überhaupt).
Springen alle Händler bei der Existenzgründung so ins Blaue?
Manche eskalieren ein Hobby später zum Beruf, andere wechseln in einer Branche, in der sie sich auskennen, vom Angestellten zum Selbstständigen, wieder andere lassen sich beraten und erstellen einen Businessplan.
Und wie ist das eigentlich, kann man sich auch mit
nicht-Großhändlern (z.B. Herstellern bestimmter Dinge,
Schuster, Sattler etc.) zusammenschliessen um deren Produkte
zu vertreiben?
Selbstverständlich. Im Grunde kannst du einkaufen wo du willst. Wichtig ist nur, dass du korrekte Rechnungen bekommst und in deiner Buchhaltung alles sauber buchst. Hier empfiehlt es sich von Anfang an einen Buchhalter oder eine Beratung für Existenzgründer zu haben. Viele Leute machen nämlich den Fehler sowas nicht ernst zu nehmen, es werden Fehler gemacht und wenn das nach Monaten oder sogar erst bei einer Prüfung durch das Finanzamt auffällt bricht es Vielen das Genick weil das FA dann unerbittlich riesige Nachforderungen auf einen Schlag einziehen wird - und das hat natürlich niemand einkalkuliert.
Stimmt es, dass man bei einigen Großhändlern nur einkaufen
kann wenn man eine bestimmte Größe an Ladenfläche (z.B. 50 qm)
vorweisen kann? Denn einen Laden will ich nicht eröffnen.
Ich weiß nicht um welche Branche es geht, aber grundsätzlich gibt es sowas. Es geht oft von Herstellern aus, die ihre Ware in einem bestimmten Ambiente präsentiert sehen möchten und nur diejenigen beliefern oder als Partner akzeptieren, die die Bedingungen erfüllen. Wenn du beispielsweise ein Autohaus eröffnen möchtest geht das nur wenn du einen Glas- und Stahl-Palast hinsetzen mit repräsentativem Showroom darstellen kannst…
Gruß,
MecFleih