Moin zusammen,
bei Bau oder Kauf über den Bauträger eines Hauses resultieren teilweise recht krumme Summen, die den Anschein erwecken, es handele sich dabei um exakt berechnete Summen. Ist es in einem solchen Fall trotzdem üblich, zu versuchen den Preis herunterzuhandeln? Oder wird in einem solchen Fall einfach gekauft?
Danke für Eure Hilfe,
Philip
Hallo Philip,
handeln ist auf jeden Fall drin, allerdings sind die Preise meist schon recht knapp kalkuliert, von daher spielt sich das ganze in anderen Regionen (sowohl relativ, als auch absolut) als z.B. beim Auto ab. Realistisch sind Nachlässe so um 1-2%.
Was auch noch einigermasen geht, sind alle möglichen Dinge (die eigentlich drin sind) als Sonderwünsche zu deklarieren, so geht der Kaufpreis runter, die Sachen an sich muss man dann zwar weiterhin zahlen, aber die Grunderwerbsteuer und Notargebühren (die sich %ual vom Kaufpreis berechnen) gehen runter.
Raul
der Versuch ist es immer wert. Bitte legen Sie aber das Hauptaugenmerk auf die wesentlichen Umstände!!!
Was nützt es, wenn man „erfolgreich“ den Preis um etwa 2% drücken konnte und dann durch einen trickreichen Notarvertrag, den ein privater Käufer sowieso nicht durchschaut, letztlich weit mehr als den „ersparten“ Betrag wieder draufbezahlt.
Eine Entscheidung kann nur nach Vorlage SÄMTLICHER Umstände und Verträge getroffen werden.
Es passiert nicht selten, dass ich meinen Mandanten vom Kauf abraten muss, da die schriftlichen Vereinbarungen nicht akzeptabel sind.
Der private Käufer versteht weder den Vertragstext, noch gibt es jemanden, der seine Interessen vertritt und auf Fallgruben und trickreich formulierte Texte zum Nachteil des Käufers hinweist.
Auch der Notar hat nur die Aufgabe, die zivilrechtliche Seite zu beachten. Das heißt im Klartext, dass der Vertrag rechtsgültig sein muss.
Holt Euch fachlichen und unabhängigen Rat. Dieser ist nicht umsonst, hilft aber entscheidend. Dabei ist zu berücksichtigen, dass niemals Ratgeber und Vermittler/Verkäufer in Personalunion auftritt, weil der erteilte Rat IMMER vom zu verkaufenden/vermittelnden Produkt verwässert wird.
Mit freundlichen Grüßen
Friedrich Pausch
www.Immobilienratgeber.com