ich bin durch einen Verwandten, der in seiner Wohnung auf bisher unentdecktes Asbest-Material gestoßen ist, auf die Thematik aufmerksam geworden.
Ich bin erst vor kurzem in meine jetztige Wohnung eingezogen. Das Haus wurde zwischen 1968-1972 gebaut und ist ein 6 Parteien Haus. Die Wohnung selber befindet sich im Dachgeschoss. Leider kann mir der Vermieter über möglichen Asbest im Haus keine Auskunft geben können, da dieser scheinbar selber keine Ahnung davon hat und es ihn auch nicht sonderlich interessiert.
Wurde in Dachschrägen in irgendeiner Form Asbest verarbeitet?
(da Wohnung im Dachgeschoss)
Mit ist klar, dass man Asbest nicht zu 100% erkennen kann ohne eine Laboranalyse. Aber vielleicht kann Asbest anhand der Bilder bereits ausgeschlossen werden.
An Hand der Fotos kann man weder bestätigen noch entwarnen,ob das Asbestmaterial sein könnte.
Und das es der Vermieter nicht weiss,wundert mich nicht. Woher denn auch,das wurde ja nicht als solches extra angefordert und gezielt eingebaut.
Das Material enthielt u.U. gebundene Fasern werkseitig(Lüftungskanäle,Kunstschieferschindeln). Asbestwolle zum Ausstopfen von Hohlräumen wäre im Hausbau schon eher ungewöhnlich.
Bei den Dachschindel wäre es aus meiner Sicht unbedenklich,die Fasern sind gebunden und werden fast nur bei Bearbeitung frei. Außerdem ist es draussen und dem Wind ausgesetzt.
Bei den Lüftungskanälen schon bedenklicher.
Was soll denn nun geschehen ? Suchst Du rechtliche Möglichkeiten,da wieder fristlos auszuziehen,weil Gefahr ?
Gäbe es Asbest,dann sollte man das machen,denn sanieren kann man im bewohnten Zustand nicht.
Sicherheit würde wohl nur eine Probeentnahme bieten und die Laboranalyse.
Auch eine Belastung in der Raumluft kann man untersuchen lassen,entweder mit Proben aus dem Staubsauger(neuer Beutel und dann Böden usw. absaugen) oder mit aufgestellten Luftsammlern.
An den Heizungsrohren ist mir ein gräuliches Material
aufgefallen, dass mir unbekannt ist. Da Asbest z.B. auch im
Heizungs-Bereich verwendet wurde, wüsste ich gerne ob es sich
hierbei um Asbest handeln könnte?
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. Asbest wurde im Heizungsbereich wegen seiner enormen Hitzebeständigkeit eingesetzt, und zwar nur dort, wo es wirklich heiß ist: In unmittelbarer Nähe zum Feuer, sowie in elektrischen Nachtspeicheröfen. An Heizungsrohren, die schlimmstenfalls mal 80° erreichen, bringt Asbest nichts.
Im Badezimmer über der Tür befindet sich ein
Lüftungsschacht zum Flur. Ich habe gelesen, dass in solchen
Asbestzement verarbeitet wurde. Könnte es sich hier um jenen
Asbestzement handeln?
Beim auf den Fotos sichtbaren Material kaum.
Diese Schindeln befindet sich am Dach. Ich bin auf diesem
Gebiet absoluter Laie aber könnten in diesen Asbest enthalten
sein?
Die senkrecht montierten, flachen Platten bestehen höchstwahrscheinlich aus Faserzement; die dafür verwendeten Fasern können bei dem Alter durchaus Asbestfasern sein. Die gewellten Platten auf der geneigten Fläche kann ich nicht eindeutig identifizieren.
Wurde in Dachschrägen in irgendeiner Form Asbest
verarbeitet?
Praktisch ausschliesslich in Form von Faserzement als Eindeckmaterial (also ganz außen).