Handgelenk

Hallo,

Ich bin Tetraplegiker und Spastiker. Manchmal fügen mir meine Krankenschwestern, aufgrund ihrer Arbeit, Schmerzen in den Handgelenken zu, indem Sinn, dass sie mein Handgelenk quetschen. Dies ist ihrer Meinung nach, wegen des Zeitdrucks, unumgänglich.
Wie kann man die Schmerzen reduzieren?
Gibt es spezielle Medikamente, die nicht abhängig machen?

Gruß G. AlexanderLiebe/-r Experte/-in,

Lieber Alexander, besser als eine medikamentöse Behandlung mit all ihren Nebenwirkungen wäre wohl ein offenes Gespräch mit den Pflegerinnen! Leider kann ich Dir auf Deine Frage so pauschal keine genauere Antwort geben, da ich Deine aktuellen Medikamente, Begleiterkrankungen, etc. nicht kenne. Hier wäre ein Gespräch mit dem betreuenden Hausarzt angebracht.
Ich wünsche Dir alles Gute,
Heike Weidinger

Gibt es spezielle Medikamente, die nicht abhängig machen?

Hallo!
Schmerzmittel zu nehmen, weil Pflegende nicht genug Sorgfalt walten lassen, darf nicht sein! Wehr dich dagegen! Keine Schmerzmittel in diesem Fall!

Wenn trotz aller Sorgfalt bei der Pflege - aufgrund der Krankheit - Schmerzen nicht zu vermeiden sind, wären „Muskelrelaxanzien“ eventuell eine Hilfe, frag den dich behandelnden Neurlogen / Arzt!

Ganz allgemein gesagt:
Zu den Muskelrelaxanzien zählen z.B. Benzodiazepine (wie Diazepam), Baclofen (Handelsname „Lioresal“) und Tizanidin. Benzodiazepine sind sehr effektiv, machen aber etwas müde und haben ein hohes Abhängigkeitspotential/„süchtig“! Baclofen und Tizanidin haben ebenfalls Nebenwirkungen und müssen im Einzelfall mit deinem Arzt besprochen werden. Eine weitere Möglichkeit ist Botox zu spritzen, wobei hier eher lokale, besonders beeinträchtigende Spastiken behandelt werden; hier gibt es spezialisierte Botox-Ambulanzen, z.B. spezialisierte Neurologen in den Krankenhäusern.

Besprich die Möglichkeiten mit deinem Arzt!

Gruß

Hallo Alexander,

leider kann ich Dir bei Deiner Frage nicht weiterhelfen, da ich bei meiner Arbeitsstelle nicht häufig (eigentlich nie) mit Tetraplegiker zusammentreffen und sie demnach auch selten pflege. Zu letzt habe ich während meiner Ausbildung vor gut 20 Jahren mit diesem Krankheitsbild zu tun gehabt. Von daher sind meine Kentnisse darüber auch eher veraltet. Ich hoffe aber, dass Du hier jemand findest, der Dir bei Deinem Problem helfen kann…

Gruß

Also Zeitdruck sollte doch wohl keine Entschuldigung
für das schmerzhafte Quetschen von Handgelenken sein.
Da ist dann die beste Therapie erstmal einfach ändern
der Pflegetechnik. Bei welchen Tätigkeiten muss man
denn die Handgelenke so heftig anfassen, dass sie
schmerzen?
Zu den Schmerzmittel läßt sich folgendes sagen,
allerdings bin ich kein Schmerztherapeut, dazu könnten
Sie noch genauer mal einen Anästhesisten fragen:
Es gibt im Prinzip ein Drei-Stufen-Schema der
Schmerztherapie: 1. nicht-steroidale Antirheumatika
(NSAR) wie Ibuprofen, Paracetamol, Metamizol etc. (die
machen alle nicht abhängig), dann 2. Opiate, die nicht
unter das Betäubungsmittelgesetz fallen (machen auf
dauer abhängig)z.B. Tramadol, und 3. Opiate, die unter
das Betäubungsmittelgesetz fallen (machen ebenfalls
abhängig)z.B. Morphin und seine Derivate. Man muss
allerdings
immer eine „Kosten-Risiko“- Abwägung machen. Solange
man Schmerzen hat, ist die Hauptwirkung - auch der
Morphine - die schmerzhemmende und nicht die abhängig
machende. Mann sollte eigentlich dafür sorgen, dass
Schmerzen nicht chronisch werden, und dafür auch
Morphine einsetzen, da chronische Schmerzen deutlich
schwerer zu behandeln sind.
Mein Tipp jetzt erstmal für Sie: sehen Sie zu, dass die
Pflege nicht zu den Schmerzen führt und hier zunächst
dran gearbeitet wird.
Gruß

Hallo,

Ich bin Tetraplegiker und Spastiker. Manchmal fügen

mir meine

Krankenschwestern, aufgrund ihrer Arbeit, Schmerzen in

den

Handgelenken zu, indem Sinn, dass sie mein Handgelenk
quetschen. Dies ist ihrer Meinung nach, wegen des

Zeitdrucks,

unumgänglich.
Wie kann man die Schmerzen reduzieren?
Gibt es spezielle Medikamente, die nicht abhängig

machen?

Gruß G. AlexanderLiebe/-r Experte/-in,