Handgelenkprobleme

Hallo zusammen

Ich habe ein echtes Problem mit meinem rechten Handgelenk. Im November 2003 begannen die Schmerzen. Wir führten in unserer Gemeinde einen Unterhaltungsabend durch, da musste ich unter anderem Seil springen. Seit dem habe ich diese Schmerzen. Im März 2005 ging ich zum ersten Mal zum Arzt, da die Schmerzen nicht aufhörten. Doch dieser meinte, es sei vielleicht eine Verstauchung und schickte mich ohne etwas unternommen zu haben nach Hause. Ich probierte die verschiedensten Salben aus, ohne Erfolg. Dann im November 2006 wagte ich mich nochmals zum Arzt zu gehen, da alles noch wie am Anfang war. Der Arzt vermutete ein Überbein und verwies mich zu einem Handchirurgen. Ich hatte den Termin Ende Dezember und musste danach nochmals sehr lange warten, da ich mit der Hand in die Röhre musste. Die Diagnose war leider sehr mager ausgefallen. Eine Entzündung können sie ausschliessen und auch sonst sei nichts auffälliges vorhanden. Ich muss damit leben, hat es geheissen. Ich habe nichts, sozusagen. Ich fühlte mich sehr blöd und die Kosten waren auch genug hoch. Doch ich finde es schlimm. Ich bin 19 und man sagt mir jetzt schon, dass ich damit leben muss. Das kann doch nicht sein.
Hat jemand eine Ahnung, was mit meinem Handgelenk los sein könnte?? Was könnte ich unternehmen?? Wäre sehr froh, endlich etwas dagegen unternehmen zu können.
Grüsse aus der Schweiz von Jasi

Hi

Bei was für Ärtzen warst du denn? Auf jeden Fall wäre aus meiner Sicht und Erfahrung ein Orthopäde und ggf. eine Rheumatologe notwendig.

Hey

Ich war das 1. Mal bei einem normalen Allgemeinarzt. Dieser meinte dann nur, dass ich eine Prellung oder so was habe. Monate später ging ich nochmals zum gleichen Arzt und dann verwies er mich zu einem Handchirurgen. Dieser machte nur Röntgenbilder und ich musste eben in die Röhre. Sonst nichts.
Hat jemand schon solche Erfahrungen gemacht?? Was könnte ich tun??
Blöde Frage, aber was macht ein Orthopäde oder ein Rheumatologe???

Hi

Bei was für Ärtzen warst du denn? Auf jeden Fall wäre aus
meiner Sicht und Erfahrung ein Orthopäde und ggf. eine
Rheumatologe notwendig.

Hey

Ich war das 1. Mal bei einem normalen Allgemeinarzt. Dieser
meinte dann nur, dass ich eine Prellung oder so was habe.
Monate später ging ich nochmals zum gleichen Arzt und dann
verwies er mich zu einem Handchirurgen. Dieser machte nur
Röntgenbilder und ich musste eben in die Röhre. Sonst nichts.
Hat jemand schon solche Erfahrungen gemacht?? Was könnte ich
tun??
Blöde Frage, aber was macht ein Orthopäde oder ein
Rheumatologe???

Hallo, ein Orthopäde (grob übersetzt: ortho-gerade, päd-kind) künmmers sich dem Namen nach um Haltungsfehler (heute nicht mehr nur bei kindern), seien sie erworben oder angeboren. Allgemein gesagt kümmert er sich um den gesamten bewegungsapparat, alles was mit Knochen, Muskeln, Sehen etc. zu tun hat.
Handchirurgen sind oft auch (in einen früheren Stadium ihrer qualifizierung) Orthopäden oder Allgemeinchirurgen, nun aber eben auf die Hand und operierbares spezialisiert. Wenn als ein Handchirurg sagt, da ist nichts, dann ist an deiner Hand nichts kaputt (gerissen, gedrückt etc.), kann aber dennoch verspannt sein oder andersartig schmerzen (dann sollte er zwar zu einen Kollegen verweisen, aber naja)
Orhtopädie ist also das FAchgebiet das sich um alles was bewegungsmässig weh tut kümmert (also Knochenbruch, Prellungen, verknackste Füsse, aber auch verkürzte Beine, krumme Beine, Bandscheibenvorfälle etc.)
Rheuma tut auch oft bei Bewegung weh, drum sind auch viele Orthopäden zugleich Rheumatologen, die kümmern sich um rheumatische Krankheiten. Gerade da deine Hand offenbar optisch ok ist, kann es dennoch sein, dass in den Geweben eine unentdeckte Entzündung ist, die die Schmerzen verursacht. Rheuma ist ein weites Gebiet, das alles auszubreiten dazu ist hier nicht Platz, aber Arthritis/Arthrose kennst du evtl von verwandten, Gicht ist auch etwas ähnliches, oder auch „Weichteilrheumatismus“, dann kommen noch ein paar Autoimmunerkrankungen dazu, die zB. die Haut betreffen (Lupus erythematodes oder Sklerodermie).

da das ganze bei sportlicher Betätigung passiert ist, kannst du dir auche inen orthopäden mit sportmedizinischer Zusatzausbildung suchen, der kann aus dem Bewegungsablauf beim Seilspringen evtl ahnen, wie es zu den Schmerzen kommt undob nicht doch Bänder oder Sehen mitschuld sind (Karpaltunnelsyndrom?)

Also ab zum doc, such dir einen aus…
Gruß Susanne

da das ganze bei sportlicher Betätigung passiert ist, kannst
du dir auche inen orthopäden mit sportmedizinischer
Zusatzausbildung suchen, der kann aus dem Bewegungsablauf beim
Seilspringen evtl ahnen, wie es zu den Schmerzen kommt undob
nicht doch Bänder oder Sehen mitschuld sind
(Karpaltunnelsyndrom?)

Also ab zum doc, such dir einen aus…
Gruß Susanne

Vielen Dank für diese Tipps. Hoffe ich kann davon gebrauch machen.
Habe mich kurz im Internet über das Karpaltunnelsyndrom schlau gemacht. Die beschriebenen Symptome passen zu meinen Schmerzen. Und zudem habe ich gelesen, dass mittels einer Röntgenuntersuchung das Karpaltunnelsyndrom nicht diagnostiziert werden kann.
Könnte ein Orthopäde herausfinden, ob ich das habe?? Muss ich nochmals zum Hausarzt, damit mich dieser weiterleitet, oder kann ich mich direkt selber bei diesem Orthopäden melden??? Wegen der Krankenkasse, übernimmt diese einen Teil???

Dann werde mich mal in der Gegend umschauen, nach einem guten Orthopäden. Ich möchte nicht mein Leben lang damit leben. Hoffe finde etwas brauchbares.
Grüsse Jasi

Hallo Jasi,

wenn Du wirklich die Diagnose Karpaltunnelsyndrom bekommst, frag bitte nach Physiotherapie und lass Dir zeigen, welche Übungen Du selber tun kannst, um die Sehnenscheiden im Karpaltunnel zu beruhigen und abzuschwellen. Man kann eine ganze Mange tun. Gute Physios wissen da eine Menge.
Auch ohne diese genaue Diagnose können sie Dir evtl helfen.
Haltung/Arbeitshaltung und genaue Belastung der Hand können ausschlaggebend sein und das Seilspringen war evtl nur der Auslöser an einem schon länger überlasteten Handgelenk.

Wirklich Aussagekräftig ist auf jeden Fall eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit. Damit stellt ein Neurologe, zu dem Dein Orthopäde bei Verdacht überweist, fest, ob der Nerv im Karpaltunnel schon geschädigt ist.

Wenn Du in der Physiotherapie/Osteopathie vor mir stehen würdest, würde ich alle Engstellen von der Halswirbelsäule bis zum Karpaltinnel untersuchen, um differentialdiagnostisch (ähnliche Symptome mit unterschiedlichen möglichen Ursachen) heraus zu kristallisieren, warum das Handgelenk wehtut.
Es gibt noch mehr Engpässe, wo die Nerven und Gefäße durch müssen und durch Überlastung/Fehlhaltung bedrängt werden können!

Gruß
Kathy

Habe mich kurz im Internet über das Karpaltunnelsyndrom schlau
gemacht. Die beschriebenen Symptome passen zu meinen
Schmerzen. Und zudem habe ich gelesen, dass mittels einer
Röntgenuntersuchung das Karpaltunnelsyndrom nicht
diagnostiziert werden kann.

Wirklich Aussagekräftig ist auf jeden Fall eine Messung der
Nervenleitgeschwindigkeit. Damit stellt ein Neurologe, zu dem
Dein Orthopäde bei Verdacht überweist, fest, ob der Nerv im
Karpaltunnel schon geschädigt ist.

Wenn Du in der Physiotherapie/Osteopathie vor mir stehen
würdest, würde ich alle Engstellen von der Halswirbelsäule bis
zum Karpaltinnel untersuchen, um differentialdiagnostisch
(ähnliche Symptome mit unterschiedlichen möglichen Ursachen)
heraus zu kristallisieren, warum das Handgelenk wehtut.
Es gibt noch mehr Engpässe, wo die Nerven und Gefäße durch
müssen und durch Überlastung/Fehlhaltung bedrängt werden
können!

Hallo

Ich denke, dass ich wirklich sofort einen Orthopäden suchen sollte.
Kann das sein, dass die Schmerzen nicht mehr weg gehen, da ich sie schon sehr lange habe (seit November 2003) also dass sie chronisch geworden sind???

Was passiert genau bei der Messung der Nervenleitgeschwindigkeit??? Tut das weh?? Ich denke, wird mit Stromstössen gemacht?!?!?!

Die Schmerzen im Handgelenk können auch durch Engstellen in der Halswirbelsäule verursacht werden. Interessant. Wird jeder Orthopäde auf diese Idee kommen?? Oder wird nur wieder das Handgelenk untersucht und dann heisst es: Sie haben nichts???

Grüsse Jasi

Hallo

Ich denke, dass ich wirklich sofort einen Orthopäden suchen
sollte.

Da kannst du auch ohne Überweisung hingehen, musst dann halt Praxisgebühr bezahlen und für deine Erkältung (oder was so kommt) stellt er dann auch eine Überweisung zum Haus/Allgemeinarzt aus.

Kann das sein, dass die Schmerzen nicht mehr weg gehen, da ich
sie schon sehr lange habe (seit November 2003) also dass sie
chronisch geworden sind???

Ich will dir keine Angst machen, aber es kann sein, dass Schmerzen chronisch werden, da die „Empfangsstationen“ gar nicht mehr merken, wenn die Schmerzursache nicht mehr da ist. 2003 ist echt lang her, aber du bist noch jung, drum besteht Hoffnung.

Was passiert genau bei der Messung der
Nervenleitgeschwindigkeit??? Tut das weh?? Ich denke, wird mit
Stromstössen gemacht?!?!?!

Kann ich nicht genau sagen (nicht mein Gebiet), aber es werden Elektroden aufgeklebt und kleine Stromstöße reizen dann den Nerv. Soll nicht wehtun, kann aber unangenehm sein. Kommt wohl ein bisschen auf die Leidensfähigkeit des einzelnen an :wink:

Die Schmerzen im Handgelenk können auch durch Engstellen in
der Halswirbelsäule verursacht werden. Interessant. Wird jeder
Orthopäde auf diese Idee kommen?? Oder wird nur wieder das
Handgelenk untersucht und dann heisst es: Sie haben nichts???

Ich glaube nicht unbedingt, das ist eine Ostheopathische Sicht, dass so ziemlich alle Knochen und Muskeln im Körper in sehr direktem Zusammenhang stehen. Bei Ostheopathen kann ein verknackster Fuß auch an Kiefergelenksproblemen beteiligt sein und umgekehrt.
Ich hab da nichts gegen, doch erst einmal sollte die Funktionsfähigkeit und die Schmerzursache geklärt werden, bevor du zum Knochenrichten gehst. Und der orthopäde kann da schon einiges sehen oder fühlen, es gibt aber auch welche die eine ostheopathische Zusatzausbildung haben. Gerade bei der Ostheopathie sollte man sich über die ausbildung des Behandlers informieren, bevor der an einem Rumruckt (kann sonst schnell ins Auge gehen, insbes. beim Nackeneinrenken)

gruß Susanne

Hi

Oke vielen Dank für diese super Infos. Ich hoffe, ich kann meine Schmerzen stoppen. (hoffentlich sind sie nicht schon chronisch)

Werde sicher bald zu einem Orthopäden gehen. Hoffentlich nicht zu lange Wartezeiten! :smile:
Wenn dabei wieder Fragen auftauchen, werde ich mich wieder melden.

Nochmals vielen Dank an alle.
Gruss jasi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Krankenkasse
Hallo Jasi

Achtung: Du kommst offenbar aus der Schweiz; die Antwort betreffend Praxisgebühr und Überweisung bezog sich aber auf deutsche Verhältnisse.

Du solltest die Versicherungspolice deiner Grundversicherung mal anschauen. Wenn du „ganz normal“ versichert bist, kannst du direkt zu einem Orthopäden oder sonstigen Facharzt gehen. Es gibt aber alternative Versicherungsmodelle, die mit tieferen Prämien einhergehen: z.B. dass du immer zuerst bei deinem Hausarzt vorbei musst, oder dass du zuerst einer medizinischen Telefonhotline dein Problem schildern und/oder den Arztbesuch ankündigen musst. Bist du einem solchen Versicherungsmodell angeschlossen, musst du unbedingt das vorgegebene Vorgehen einhalten, damit du die Rechnung am Ende nicht selber bezahlen musst.

Gruss
Ursu