Handschrift Mediziner unleserlich

Bei der Ausstellung von Rezepten bedienen sich Mediziner häufigst einer unleserlichen Handschrift.

Selbst Apotheker sind da manchmal überfordert.

  • Hat diese Unart System ?
    (Standesdünkel: Die anderen sollen gefälligst damit
    fertig werden; die trauen sich ja doch nicht, mich
    zu kritisieren)
  • Sollte nicht eine leserliche Handschrift
    selbstverständlich sein ?

Hallo,

Sollte es nicht Sitte sich „Hallo“ und „auf Wiedersehen“ zu sagen?
Solange das nicht funktioniert, ist das Problem mit der Handschrift sekundär!

Liebe Grüsse

Anja

P.s. Für eine unleserliche Handschrift ist in jedem Fall der Schreiber verantwortlich. Falls die Schrift fehlinterprediert worden ist, derjendige der das falsche ausgeführt hat, denn er muss bei Zweifel nachfragen

Es gibt Leute, darunter auch Ärzte, die anscheinend in die Volksschule gehen und wieder Schönschrift lernen müssen.

Hi!

Ärzte schreiben genauso leserlich oder unleserlich wie andere Menschen auch.
Der Grund, warum das Laien oftmals nicht lesen können - im Gegensatz zu z.b. Apothekern oder Krankenschwestern/Arzthelferinnen -, ist, weil die Ärzte dem Laien nicht bekannte Fremdwörter aufschreiben. Zum Beispiel Medikamentennamen oder den Fachausdruck für die Krankheit.

Um ein unleserlich geschriebenes Wort zu entziffern, reicht es oftmals, nur einige Buchstaben zu erkennen - aber eben nicht alle - und der Rest ergibt sich meist sogleich.
Kennt man das Wort jedoch nicht, kann man es folglich auch nicht „entziffern“.

Gruß,
Sharon

Hase läuft
So läuft der Hase!

Bei der Ausstellung von Rezepten bedienen sich Mediziner
häufigst einer unleserlichen Handschrift.

Selbst Apotheker sind da manchmal überfordert.

Hallo,

da ist sicherlich was dran…

Ich hab’ früher mehr als einmal erlebt, dass der Apotheker krampfhaft versuchte, das Rezept zu entziffern bevor er mich dann fragte: ‚Äh, darf ich fragen, welche Beschwerden Sie haben…?‘ - Nachdem ich ihm jeweils den Grund für den Artbesuch / Rezept nennen konnte, kam er dann auch recht schnell auf die entsprechende Arznei (einmal hat er allerdings auch bei meinem damaligen Hausarzt angerufen)…

Nachdem mittlerweile aber so gut wie alle Rezepte durch die EDV ausgedruckt werden hat sich diese Problematik weitestgehend erledigt, denke ich.

Frohe Ostern,

ame

Hallo,

zur Einleitung verweise ich auf Anjas hübsche Einleitung weiter unten.
Auch Sharons Erläuterung ist richtig.

Größtenteils werden Schriften von Ärzten heutzutage getippt und ausgedruckt. Andernorts bleibt oftmals nicht wahnsinnig viel Zeit beim Ausfüllen solcher Dokumente. Hier zwei Beispiele:

  • Beim Notarzteinsatz muss alles dokumentiert werden. Das soll der Arzt bitte tun, wenn er parallel den Patienten versorgt, während der Fahrt alle noch so kleinen Verletzungen, sowie den exakten Unfallmechanismus notiert, die Anamnese macht, Anweisungen gibt, eine Übergabe macht oder eigentlich schon zum nächsten Einsatz muss. Da ist kein Platz für Kalligraphie.
  • In der Hausarztpraxis (bei denen, die Rezepte noch nicht komplett ausdrucken) hat er das Wartezimmer voller Leute, im Behandlungsraum wartet einer und bei der Arzthelferin melden sich schon die nächsten an. Da schreibt er das Rezept oftmals zwischen Tür und Angel und das ist eben „dahingeschludert“, um schnell wieder für die nächsten da zu sein.

Natürlich ist es wünschenswert, wenn die Schrift für alle gleichermaßen mühelos leserlich ist, aber wenn selbst „die Profis“, die mit der medizinischen Terminologie vertraut sind, am Entziffern scheitern, sollte man sich nicht scheuen nachzufragen.

Zum Abschluss denke ich, dass man besonders darauf getrimmt ist, beim Arzt aufgrund des gängigen Klischees auf die Unleserlichkeit zu achten. Andere Berufsgruppen haben vermutliche ähnliche Sauklauen (und da auch nicht alle), aber wann sieht man schon mal etwas Handschriftliches vom Bäcker oder Abfallbeseitigungsangestellten?!

Grüße
Liete

Unart
Moin,

Der Grund, warum das Laien oftmals nicht lesen können - im
Gegensatz zu z.b. Apothekern oder
Krankenschwestern/Arzthelferinnen -, ist, weil die Ärzte dem
Laien nicht bekannte Fremdwörter aufschreiben.

nun ja, das medizinische Vokabular ist mir nicht ungeläufig, trotzdem hab ich bei vielen Handschriften von Ärzten meine liebe Not.

Um ein unleserlich geschriebenes Wort zu entziffern, reicht es
oftmals, nur einige Buchstaben zu erkennen

leichter Widerspruch. ‚Oftmals‘ ist mir in diesem Zusammenhang schlicht zu unsicher. Ich möchte präzise Beschreibungen, keine, die ich nur oftmals stimmen.
Zumal oft genug ein falscher bzw. falsch verstandener Buchstabe eine völlig andere Bedeutung ergeben kann und das könnte schon mal fatal sein, im wahrsten Sinne des Wortes.
Mir ist es einmal passiert, daß ein Apotheker beim Arzt telephonisch nachfragte, weil er nicht sicher war.

  • aber eben nicht
    alle - und der Rest ergibt sich meist sogleich.

Ja, meist, das ist mir wie gesagt zu unsicher.

Leserlich zu schreiben halte ich schlicht für eine Art von Höflichkeit.

Gandalf

Es gibt Leute, darunter auch Ärzte, die anscheinend in die
Volksschule gehen und wieder Schönschrift lernen müssen.

Wenn ich so manches Posting hier lese, stimme ich zu - allerdings nicht um in der Volksschule (nennt sich ja jetzt Hauptschule) Schönschrift zu lesen, sondern die primitivsten Regeln der Rechtschreibung!

Oha, ist da jemand aber bissig?

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Es liegt wirklich am zeitmangel:
Schreib mal „Deutliche Kallusbildung am collum femoris dexter“ in 12 Sekunden.
Dann wirst du wissen was ich meine.