Hallo,
ich habe kürzlich gehört, dass es sinnvoll sein soll, sich ein Zeugnis von seinem Chef handschriftlich ausstellen zu lassen. Es soll bei Bewerbungen bessere Chancen bringen, als ein maschinell erstelltes? Ist da was Wahres dran?
Ich z.B. unterstehe direkt dem Vorstand und könnte mir schon vorstellen, dass es bei einer eventuellen späteren Jobsuche bei einem neuen Arbeitgeber eine positive Wirkung hätte, wenn sich ein Vorstand die Zeit genommen hätte, ein handschriftliches Zeugnis auszustellen. Ein PC-Zeugnis ist mal eben aus Textbausteinen zusammen gebastelt, ggf. schreibt es der Vorgesetzte nicht mal selbst, sondern unterschreibt nur…
Also was meint ihr oder wie sind eure Erfahrungen hierzu? Klar, der Inhalt / die Beurteilung selbst zählt natürlich auch…aber sollte man aus eurer Sicht versuchen ein handschriftliches Zeugnis zu bekommen, wenn man mal gehen sollte oder meint ihr, dass es kein Unterschied zu den Standardzeugnissen ist?
Viele Grüße
Martin
Hallo
ich habe kürzlich gehört, dass es sinnvoll sein soll, sich ein
Zeugnis von seinem Chef handschriftlich ausstellen zu lassen.
Es soll bei Bewerbungen bessere Chancen bringen, als ein
maschinell erstelltes? Ist da was Wahres dran?
So pauschal ist das ganz sicher Unsinn. Beispiel: Wenn ich mir vorstelle, daß mein Hausarzt seinen Angestellten ein handschriftliches Zeugnis ausstellt… … … da müßte man schon Hieroglyphenentschlüssler sein, wenn man das lesen will. Wo doch die Apotheker nicht einmal zwei Wörter entschlüsseln können und bei ihm anrufen müssen.
Im Ernst: Maschinell erstellte Zeugnisse sind üblich und in 99,99999% der Fälle ausreichend und in vermutlich 100% der Fälle auch besser lesbar. Natürlich wird es auffallen, wenn plötzlich ein handgeschriebenes dabei ist, aber es birgt auch die Gefahr, daß der Schreiber (um Kräfte zu sparen), es kürzer ausfallen läßt. Spätestens, wenn er sich drei mal verschrieben hat und von vorne anfängt, wird das der Fall werden :o)
Ein PC-Zeugnis ist mal
eben aus Textbausteinen zusammen gebastelt,
Das wird bei einem handgeschriebenen nicht anders sein.
Klar, der Inhalt / die Beurteilung selbst zählt natürlich
auch…aber sollte man aus eurer Sicht versuchen ein
handschriftliches Zeugnis zu bekommen, wenn man mal gehen
sollte oder meint ihr, dass es kein Unterschied zu den
Standardzeugnissen ist?
Ich denke, das ist schnurz. Eher mit der Tendenz zum maschinell erstellten. Ich denke auch, daß der Vorstand was besseres zu tun hat und das (Hand)Schreiben der Sekretärin o.ä. überlässt.
Gruß,
LeoLo
Hallo,
wie mein vorredner es schon sagte: ich denke, dein vorstand hat besseres zu tun, als dir ein handschriftliches zeugnis auszustellen.
ich unterstehe auch direkt meinem vorstand und „muss“ mir mein zeugnis sogar selbst schreiben…
da ich viel mit bewerbungen zu tun habe, kann ich dir versichern, dass nicht einmal topmanager ein handgeschriebenes zeugnis vorweisen können (und es hat uns bisher auch nicht wirklich gestört).
handschriftlich verfasste zeugnisse habe ich eher dann gesehen, wenn sich eine bäckereiverkäuferin auf eine stelle als empfangsdame beworben hat. da hat der meister eben mal ein paar zeilen zu papier gebracht … zwischen torte und brötchen quasi.
also sei zufrieden, wenn der inhalt des zeugnisses stimmt und stör dich auf keinen fall daran, dass es aus dem pc kommt.
noch ein tipp: wenn du ein sehr gutes verhältnis zu deinem vorgesetzten hast, kannst du ihn evtl. bitten zusätzlich ein paar zeilen - sozusagen als empfehlung - handschriftlich zuverfassen.
gruß, BC