Liebe/-r Experte/-in,
ich habe in einer Mietwohnung die Böden auswechseln lassen und die Wände teilweise von Innen dämmen lassen und so weiter. Mit dem Handwerker habe ich dummerweise keinen Kostenvoranschlag gemacht. Wir haben lediglich vereinbart, dass die Arbeitsstunde 25 Euro kostet. Nun hat er Unmengen an Arbeitsstunden berechnet.
Ich fühle mich abgezockt, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass man so viele Arbeitsstunden benötigt. Ich habe auch keinerlei Regieberichte gesehen. Er hat mir bereits 25.000 Euro aus der Tasche gezogen und will jetzt noch ne Schlußzahlung von 5.000 Euro.
Hat mir jemand eine Idee, wo ich herausfinden kann, wieviel Arbeitsstunden für bestimmte Arbeiten üblich sind? Da ich Laie bin, kann ich das nicht 100%ig selbst abschätzen. Der Unternehmer soll ja sein Geld kriegen, aber nur das, was ihm zusteht.
Für Eure Antworten danke ich bereits im voraus.
Viele Grüße, Moni
Hallo Moni, Ohne Angebot schon mal ungünstig.
Du solltest nachtäglich die Rapportzettel verlangen, bevor die Abschlusszahlung gmacht wird. Bringt er sie nicht, muss er sein Geld einklagen. Oder wenn du meinst, für die Arbeiten ist zuviel verlangt worden, melde diese Bedenken bei ihm an, und schlage vor, gemeinsam einen vereidigten Sachverständigen der Handwerkskammer zu Rate zu ziehen, die Arbeiten zu bwerten.
Ansonsten kann man nicht einfach angeben, wieviel Zeit für Boden- oder Wandarbeiten gebraucht werden dürfen. Es kommt immer auf die Umstände,Situation an. Sind jedoch keine außergewöhnlichen Umstände da, kann ein Sachverständiger dies schon beurteilen. Das gemeinsame Benennen eines Sachvertändigen ist jedoch nötig, sonst ist es vor Gericht nicht relevant.
Ich würde dir trotzdem raten, einen Anwalt zu Rate zu ziehen.
Mfg Witold
Hallo Moni,
leider kann ich dir da nicht weiterhelfen. Aber 1200 Arbeitsstunden sind für einen Handwerker ne Menge Holz. Rechnet man einen normalen Arbeitstag mit 8 Stunden geht es hier um 150 Arbeitstage, also mehr als 6 Monate!
Überlege dir auch mal, ob der überhaupt solange bei dir war.
Falls er nicht über eine Firma abrechnet, frag ihn, ob du eine Rechnung haben kannst und ob er das auch alles beim Finanzamt angibt. Vielleicht verzichtet er dann auf die Schlußzahlung. Nur so als Tip von mir.
Viel Glück.
MfG
Rüdiger
Hallo.
Verlangen Sie genaue Beschreibung - Tätigkeit ( was gemacht wär )+ und Zeit menge .Wenden Si sich zur Handwerkskammer , oder Anwalt für Baurecht .Sie kennen
auch mit Klage drohen .Zahlen Sie kein Geld mehr ,abwarten , aber Sie sollen das schriftlich machen .
Es war nicht klug ohne Kostenvorschlag sich Anlassen .
Jede will nur Geld und so viel wie nur geht .
Gruß.
Tut mir leid aber dabei kenn ich mich zu wenig aus
Freundliche Grüße
Josef
Hallo !
In Ihrem Fall verstehe ich nicht das alles in Stunden abgerechnet wird.Dies ist nicht üblich,denn wie ich aus Ihren Zeilen heraus höre,hätte vieles in Flächen oder Stückzahlen abgerechnet werden können.Stunden vereinbart man bei nicht vorgesehenen Fällen.Stunden werden täglich oder spätesens wöchentlich von Auftraggeber gegengezeichnet,so kann so etwas wie bei Ihnen gar nicht entstehen.Ist den der ausführende Betrieb ein Fachbetrieb?Denn jeder Meister beherscht die Kalkulation und Stunden werden nur im Ausnahmefall genommen und eben dann gegengezeichnet.Vor jedem Gericht würden Sie in Ihrem Fall Recht bekommen,denn man kann nicht unbegrenzt Stunden aufschreiben ohne das diese gegengezeichnet wurden und so viele Stunden auf zu schreiben ist schon gar nicht üblich.Ich hoffe das ich Ihnen helfen Konnte.MfG H.-J.Frank