Hallo,
die Handwerkerrechnungen sind wohl immer wieder Grund für
Ärgernisse, sei es, dass die aufgewendete Zeit mit allen
Mitteln hochgerechnet wird, sei es, dass Stundenlöhne
angesetzt werden, die jenseits von gut und Böse sind.
Hallo Andreas,
wir sind Handwerker, Steinmetze, in der Innung. Damit die große Anzahl an Steinmetzen überhaupt mal einen Überblick über die Kosten erhalten, ermittelt die Innung für uns einmal jährlich einen durchschnittlichen Stundenlohn.
Das ist eine ganz saubere Kalkulation, die beim tariflichen Ecklohn
beginnt und mit einem 10 %igen Gewinnaufschlag endet. Der Innung nach
liegt beispielsweise unser Stundenlohn weit über 50 EUR, zzgl. dann noch 16 % MwSt. Wir müssen doch alles bezahlen: Alle Abgaben, alle Feiertage, Urlaubstage, Krankheitstage usw. Wir haben Raumkosten, Verwaltungskosten und so fort.
Manchmal fühlen wir uns als Abgaben- und Steuereintreiber, denn nur ein geringer Teil des eingenommenen Lohnes bleibt im Betrieb.
Das große Problem, das wir bekommen könnten, sind jetzt einige Ich-Ags, die in ihrem Stundenlohn beispielsweise vergessen, auch Krankheits- und Urlaubstage einzukalkulieren, die nicht die erforderlichen Versicherungen haben,und.und.und . Diese Leute nehmen uns Arbeit weg, sind in Kürze insolvent und, wenn ich das richtig verstanden habe, kriegen dann auch erst mal kein Arbeitslosengeld.
Wichtig ist, vorher einen Preis und eine Arbeitszeit zu vereinbaren. Wenn der Handwerker dann vernünftig und nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik arbeitet, termingemäß, dann ist er auf jeden Fall auch sein Geld wert.
Den Ruf haben die Pfuscher ruiniert, die viel Geld für schlechte Ausführung genommen haben. Bei schlechter Arbeit ist selbst der niedrigste Lohn noch zu teuer.
LG, Karin