Hallo,
wenn ein Handyprovider (also Telekommunikationsanbieter) durch techn. Probleme Kundenguthaben auf Null setzt und den Kunden gegenüber (deren Account bereits geschlossen/gekündigt ist) kommuniziert, dass das Guthaben verbaucht worden sein muss, da es ja auf 0,- steht, welches Vergehens macht sich dieser Anbieter schuldig?
Unterschlagung und Diebstahl sind ja ausgeschlossen, da das Guthaben keine bewegliche Sache ist? Wie könnte so ein geschädigter Kunde rechtlich vorgehen (Anzeige erstatten - wegen was?)?
Hier nochmal ausführlicher erklärt:
Folgender fiktiver Fall:
Hallo,
wenn ein Handyprovider (also Telekommunikationsanbieter) durch techn. Probleme Kundenguthaben einfach auf Null (wegen Datenverlust) setzt und dem Kunden gegenüber (dessen Account bereits geschlossen/gekündigt ist) kommuniziert, dass das Restguthaben verbraucht ist, obwohl noch ein sehr hohes Restguthaben besteht, welches Vergehens macht sich dieser Anbieter schuldig? Wegen was könnte der Kunde diesen Anbieter anzeigen?
Unterschlagung und Diebstahl sind ja ausgeschlossen, da das Guthaben keine bewegliche Sache ist? Wie könnte so ein geschädigter Kunde rechtlich vorgehen (Anzeige erstatten - nur wegen was?)? Der Anbieter weigert sich ein sehr hohes Guthaben auszuzahlen, weil der an die echten Daten nicht mehr rankommt wegen Datenverlust. Den Datenverlust kommuniziert der Anbieter natürlich nicht öffentlich, aber er wäre dem Kunden trotzdem bekannt geworden.
Nehmen wir mal an der Anbieter hat keine technischen Probleme, denn nach außen hin, kommuniziert der Anbieter diese auch nicht. Nun wird das ganze Guthaben des Kunden einfach in Luft aufgelöst indem der Anbieter behauptet, dass das Guthaben verbraucht worden wäre. Eine Straftat muss hier schon vorliegen, denn dem Kunden wird sein Restguthaben (welches man beim Anbieterwechsel ausgezahlt bekommt) nicht ausgezahlt.
wenn man falsche Angaben macht (oder Tatsachen verschweigt), um sich einen rechtwidrigen Vorteil zu verschaffen, begeht man einen Betrug.
Soweit die Theorie. In der Praxis wird man nicht beweisen können, ob das unwissentlich, fahrlässig oder mit Vorsatz geschehen ist. Nur bei Vorsatz reden wir über eine Straftat.
Teltarif hat eine einfache Erklärung für den Verlust des Guthabens:
Andere Anwender beklagen, dass die noch kurz vor der angekündigten Migration aktive oder sogar erst neu gebuchte Optionen bei der Umstellung verlorengegangen sind. Dazu sei das Guthaben auf den Prepaidkarten, das sich zuvor im zweistelligen Euro-Bereich bewegt hat, auf 0 Euro geschrumpft. Dabei ist der Guthaben-Verlust recht einfach zu erklären: Wenn eine für den Internet-Zugang genutzte SIM-Karte nach dem Markenwechsel online war und die bisher verwendete Datenoption abgeschaltet wurde, erfolgte die Abrechnung zum GPRS-by-Call-Tarif.
Das würde auf den Kunden nicht zutreffen, da Prepaid, mit Internetsperre, ohne monatl. Gebühren/optionen und Guthaben in einem netten dreistelligen Bereich.
Dem Kunden kann es doch egal sein, warum ein Anbieter sein Guthaben auf Null setzt. Fakt wäre, dass ein Anbieter das Guthaben auf Null gesetzt hat und somit die Auszahlung verweigert. Handelt es sich um Untreue als Straftat? Wegen was kann der um sein Geld betrogene Kunde den Anbieter anzeigen?
Das kannst du nur zivilrechtlich klären. Du behauptest, dass du das Guthaben hattest, der Anbieter behauptet, dass du es verbraucht hast (du also eine vertraglich vereinbarte Leistung erhalten hast, die mit dem Guthaben bezahlt wurde). Wenn es sich um einen so hohen Betrag handelt dann nimm dir einen Anwalt. Die Polizei wird nur müde lächeln und dich nach Hause schicken.
Ich möchte es aber gerne strafrechtlich klären. Wieso wird die Polizei die Annahme der Anzeige verweigern? Weswegen man den Anbieter anzeigen kann, weisst Du nicht oder (Untreue?)?
Wenn du es zur Anzeige bringen willst, dann zeig es halt an.
Du bist juristischer Laie, du brauchst nicht zu wissen, welcher Tatbestand erfüllt sein könnte.
Schildere den Vorfall, bring Belege mit.
Ich glaube nicht, dass da was passieren wird.
Eine Strafanzeige soll dafür sorgen, dass jemand, also eine definierte Person, die eine Straftat begangen hat, dafür bestraft wird.
Denk bitte praktisch: WER hat hier eine Straftat begangen? Wen willst du in die Verantwortung für sein bewusstes Tun oder Unterlassen nehmen?