Ich bin 19 Jahre alt aus Hamburg und möchte mich Selbständig machen. Ich habe etwas Startkapital und habe den Wunsch ein Handygeschäft mit allen drum und dran wie Mobilfunkverträge, Internetvertäge, Telefonverträge, Zubehör usw. zu eröffnen. Nun überlege ich gerade ob ich franchising machen soll oder nicht. Mobilcom bietet z.B. so ein Franchisekonzept an. Der Vorteil bei Franchise ist ja das man nichts neu erfinden muss also nach einen vorgegeben System arbeitet und von den auch die Ladeneinrichtung erhält. Oder wäre es eher besser als freier Partner zu arbeiten.
Welche weiteren Vorteile bzw. Nachteile hat Franchising noch?
Wie hoch ist deren Anteil?
Gehört der Laden dann denen und ich arbeite nur da oder gehört er mir?
Wieviel Startkapital brauche ich bei Franchise und wieviel als freier Partner?
Welche freie Vertriebspartner gibt es?
Mit welchen Umsatz kann ich monatlich rechnen und wieviel bleibt mir übrig?
Diese Fragen habe ich jetzt ganz Spontan weiter fallen mir bestimmt noch ein.
Hallo !
Sich mit einem Handy-Laden selbstständig zu machen halte ich für mehr als blauäugig! Bei der Masse an Konkurenz wirst Du wahrscheinlich kein Bein an die Erde bekommen. Überlege mal, oder schau Dich mal in der City um: Wieviele Handyläden gibts? Wieso sollten die Kunden zu Dir kommen. Die Auswahl ist zu gross, der Markt mehr als gesättigt.
Zu den Franchising-Modalitäten kann Dir Mobilcom genaue Auskunft geben. Franchisingverträge sind bei jedem Anbieter verschieden …
Darüberhinaus aber mußt du noch Kredite aufnehmen oder wie willst du die Waren und Einrichtungen bezahlen und die ersten Monate überleben?
Da steht auch was von Gemeinschaftseinkauf. Das könnte bedeuten, daß du nicht einmal einen Bleistift auf dem freien Markt kaufen darfst, sondern verpflichtet bist, deren Produkte zu kaufen.
Aber das hängt von den konkreten Verträgen ab, die ich leider nicht kenne.
(Ein Fernsehbericht über eine große Franchisekette aus dem Bereich der Nahrungsmittel zeigte einen Franchisenehmer mit einem Ladengeschäft, das monatlich so um die 20000 EURO Umsatz erwirtschaftete. Es blieben ihm IIRC so um die 1200 EURO (netto??) pro Monat übrig, seine Angestellten arbeiteten zu Hungerlöhnen. Es gab eigentlich nichts, was er nicht beim Franchisegeber für viele Taler einkaufen mußte.
Das ist sicherlich ein extremes Beispiel, aber die Versprechungen des Marketings sind häufig sehr vollmundig.)
Spätestens bei der Beschaffung der Finanzen wird es dann eng, sehr eng. Denn die Banken sind nicht mehr bereit, für bestimmte Branchen einfach so Kredite zu vergeben.
Darüber hinaus will ein Geldgeber auch wissen, wer Geld leihen möchte. Ohne ein Minimum an Erfahrung wird das nahezu aussichtslos.
Mal davon abgesehen, daß solche Produkte einem sehr starken Preisverfall unterliegen und der Markt schon gut gesättigt ist. Die gängigen Discounter tun ihr übriges dazu und machen ordentlich Konkurrenz.
So als Beipack läßt sich das vielleicht noch rechnen, aber als Vollexistenz wohl eher nicht.
Danke für die Antworten. Werde das nicht machen. Will mich nicht schon so jung verschulden. Nur so zur Info wollte ich sagen das ich nicht nur über den Laden verkaufen wollte sondern auch über ebay. Ausserdem kenn ich einige gute adressen für Handys.
Danke!
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