ich mache mir Gedanken über ein zusätzliches Handy. Ich bin vertraglich bei D2 gebunden, was auch OK ist.
Allerdings verstehe ich nicht warum die Handy ohne Vertrag so „überteuert“ verkauft werden.
Beispiel: Sharp GX 10 MIT Vertrag 222,00 € - OHNE Vertrag 599,00€
Wenn ich nun das Sharp-Handy MIT Vertrag besorge bin ich doch in jedem Fall günstiger.
D.h. ich nehme den günstigen Sun-Tarif für 4,95€ Grundgebühr und 5€ Mindestumsatz macht zusammen 9,95€ pro Monat. Also für zwei Jahre macht das 24 x 9,95€ genau 238,80€. Aufgrund des Weihnachtsangebot entfällt die Anschlußgebühr.
238,80€ (Grundgebühr und Mindestumsatz) + 222,00€ (Handy) = 460,80€
Ersparnis von 138,20€. Warum soll ich mir ein Handy ohne Vertrag kaufen und mehr bezahlen?. Ich kann doch anschließend aus meinem alten Handy die Karte in das neue stecken und wie gewohnt weiter telefonieren.
Weiterhin besteht noch die Möglichkeit mein jetziges Handy zu verkaufen (zu versteigern).
Wo ist bei mir der Denkfehler? Wieso kalkulieren die großen Provider so? Gibt es sogar noch günstigere Beispiele?
Nicht die Handies ohne Vertrag sind überteuert, das ist der richtige Preis, die mit Vertrag werden vom Service Provider gestützt.
Natürlich kannst Du auch ein Handy mit Vertrag nehmen, dieses ist aber meist SIM-locked, dh es funktioniert nur mit einer SIM Card des entsprechenden Betreibers. Wenn Du sowieso dieses Netz willst kann das die günstigere Variante sein.
Manche Provider bieten die Möglichkeit, das Handy nach einer gewissen Zeit und der Zahlung einer Gebühr „entsperren“ zu lassen, bei anderen bleibt nur der Weg zu einem „Schwarzentsperrer“ der ein entsprechendes Kabel und die Software besitzt, der nimmt aber auch meist Geld und angeblich besteht ein Risiko fürs Handy (kann aber auch FUD der Netzbetreiber sein…).
Natürlich kannst Du auch ein Handy mit Vertrag nehmen, dieses
ist aber meist SIM-locked, dh es funktioniert nur mit einer
SIM Card des entsprechenden Betreibers. Wenn Du sowieso dieses
Netz willst kann das die günstigere Variante sein.
Manche Provider bieten die Möglichkeit, das Handy nach einer
gewissen Zeit und der Zahlung einer Gebühr „entsperren“ zu
lassen,
also soweit ich weiß, sind nur Prepaid-Handys SIM-locked.
Und die Entsperrgebühr muß man nur zahlen, wenn der SIM-Lock vor Erreichen einer Mindestlaufzeit (2 Jahre) entsperrrt werden soll.
Also hier in .at sind praktisch alle (bis auf wenige Ausnahmen) SIM-locked. Das mit der Entsperrgebühr ist providerabhängig - manche machens auch überhaupt nicht, andere schon nach einem Jahr.
also soweit ich weiß, sind nur Prepaid-Handys SIM-locked.
Und die Entsperrgebühr muß man nur zahlen, wenn der SIM-Lock vor Erreichen einer Mindestlaufzeit (2 Jahre)
entsperrrt werden soll.
genau so ist es. Die Provider gehen davon aus, das mit diesen Karten auch telefoniert wird.
Ich habe selber vor einiger Zeit, wenn ich ein Handy brauchte, einfach einen billigen Vertrag abgeschlossen.
Da gab es aber noch keinen Mindestumsatz. Also war das Angebot noch besser und das Handy im Endeffekt noch billiger.
Damit mal einer die Frage beantwortet:
Hi Du!
Da es schlicht unüblich ist, ein Gerät ohne Vertrag zu kaufen, ist es entgegen normaler Verkaufspraktiken in der Geschäftswelt hier eher von (Werbe-)Nutzen, einen möglichst hohen Preis für das solo-Gerät anzugeben, um dann gleichzeitig auf das wahnsinnig günstige Angebot mit Vertrag zu verweisen.
Da hat man dann gleich den Gedanken „Mensch, wieviel ich da spare…“. Das einige mit ihrem Vetrag gar nicht telefonieren, wird halt mit einkalkuliert.
Mache ich bei unserem Rahmenvertrag in der Firma auch öfters, daß ich nen 8-Euro-Wenigtelefonierer-Vertrag abschließe, um ein neues Gerät zu finanzieren. Die brach liegende Karte kann man dann immer noch mit ner alten Handy-Gurke als Bereitschaftsgerät o.ä. nutzen.
Handys sind, wie Du ja an den Zahlen sehen kannst, sehr teure Geräte. Viele Menschen wären nicht in der Lage 300/400/500 EUR für das Telefon zu bezahlen, also würden diese Menschen auch keine Kunden für die Mobilfunkbetreiber sein.
Um aber dennoch viele Kunden zu gewinnen und langfristig an ihnen zu verdienen setzen die Netzbetreiber auf Subventionen: sie zahlen einen großen Teil des Gerätepreises und ermöglichen es so vielen Menschen mobil zu telefonieren, denn die Kunden müssen jetzt nur noch eine relativ geringe, zumutbare Zuzahlung aufbringen.
Die Subventionierungs-Kosten bekommt der Netzbetreiber im Laufe der 24 Monate, über die Verträge normalerweise laufen, wieder herein. Der Netzbetreiber hofft einfach daß der Kunde das Telefon so ausgiebig nutzt daß man das zugeschusterte Geld für das Handy im Laufe der Zeit durch die Grundgebühr des Vertrages und die Umsätze des Kunden wieder hereinbekommt.
Bei Prepaid-Geräten versuchen die Anbieter die Subventionierung durch die höheren Verbindungskosten zurückzuholen. Um dieses sicherzustellen (sonst könnte man ja eine Vertragskarte dazu nutzen sie in immer neuen, preiswereten Prepaid-Geräten zu verwenden) haben die Geräte einen Sim-Lock, sie funzen also nur mit der zugehörigen Prepaid-Karte, und das für eine Dauer von ebenfalls 24 Monaten.
Wenn Du einen Vertrag machst nur um preiswert an das Handy zu gelangen rechnet sich der Fall für Dich, für den Netzbetreiber nicht. Er hat in diesem Fall „Pech gehabt“. Normalerweise geht man aber davon aus daß jemand, der ein Handy besitzt es auch benutzt und daß die Netzbetreiber ihre Vorfinanzierung durchaus wieder hereinholen.