Handyoption als kostenlos angeboten, aber dann

Hallo allerseits !

ich habe mal eine Frage… Folgender Sachverhalt…

Eine Kundin wurde Mitte Januar vom Servicemitarbeiter Ihres Mobilfunkbetreibers angerufen (seltsamerweise mit einer ganz anderen Nummer, als sie von der normalen Hotline, die früher manchmal angerufen hat) und ihr wurde als Option zu meinem normalen Vertrag (besteht seit x Jahren, hatte bisher nie Probleme) eine als „kostenlos“ angepriesene Internet-Option angeboten.

Die Kundin stimmte dem zu, denn sie war auf der Arbeit und ziemlich überrascht, überhaupt dieses Servicecenter dranzuhaben.

wie dem auch sei… es war ja „kostenlos“ und sie nutzte diese Internet-Option kein einziges Mal, denn sie hatte den Anruf gleich wieder vergessen und nutzt ihr Handy eh nur zum Telefonieren und wüßte nichtmal, wie man damit überhaupt ins Internet kommt.

Mitte Februar wollte sie ihren normalen Vertrag bezüglich der Freiminuten ändern und ging zu dem Zweck über die Homepage des Betreibers in ihre Vertragsdaten. Und siehe: die als kostenlos angebotene und eingerichtete „Internet-Option“ kostet 10,-€ monatlich !!
Sie ruft also beim Servicecenter an und fragt, wie das sein könne. Die Antwort war „ja, das war ein kostenloser Probemonat und danach geht das automatisch in einen kostenpflichtigen Vertrag über“.
Und dann sagte man ihr, sie könne diesen nur schriftlich oder per Fax kündigen, was sie natürlich sofort am selben Tag tat. (was - wie ich finde, ohnehin eine Unverschämtheit ist: Verträge abschließen geht offenbar per Telefon - da hätte ja auch sonstwer dransein können an meinem Telefon - aber kündigen geht wiedermal nur schriftlich.)

Natürlich brauche ich nicht zu erwähnen, daß an dem Tag der kostenlose Probemonat bereits seit 2 Tagen abgelaufen war…

Sie hat also ein Fax verfasst, in dem sie erläuterte, daß sie nicht darüber informiert wurde, daß die „kostenlose“ Option in einen kostenpflichtigen Vertrag mündet und daß sie diese Option (auch wegen nachweislichem Nichtgebrauch)rückwirkend aus meinem Vertrag gelöscht haben möchte. Daß sie keine Einzugsermächtigung für evtl. entstandene Gebühren aus diesem „vertrag“ erteilt hat/erteilt und daß sie eine Eingangsbestätigung der Kündigung wünsche.

Keine Überraschung: es ist bis heute nichts passiert.
Diese Option steht noch immer in ihren Vertragsdaten, vom Mobilfunkbetreiber hat die Kundin keine Reaktion erhalten.

Heute geht ein Brief (altmodisch per Post) raus, zusammen mit einer Kopie des Faxes und einer Sendebestätigung.

Hat die Kundin überhaupt eine Chance, recht zu bekommen ?

Sie kann ja nicht beweisen, daß sie nichts von einem kostenpflichtigen Vertrag wußte…

Sie hat in dem Schreiben trotzdem erstmal pauschal mit rechtlichen Schritten und Wechsel des Betreibers zum nächstmöglichen Zeitpunkt gedroht… das kratzt die wahrscheinlich überhaupt nicht…

Ich finde, das sind Bauernfänger-Methoden. Und das von einem Mobilfunkbetreiber der ersten Stunde. Sowas nennt sich dann „Kundenservice“… traurig.

Wie stehen die Chancen in so einem Fall für den Kunden ?

Hallo allerseits !

Hallo…

Die Kundin stimmte dem zu, denn sie war auf der Arbeit und
ziemlich überrascht, überhaupt dieses Servicecenter
dranzuhaben.

Genau für solche Fälle gibt es die widerrufsfrist von 14 Tagen:
Um aus ungewollten Veträgen wieder rauszukommen, die übereilt am Telefon geschlossen wurde.

wie dem auch sei… es war ja „kostenlos“ und sie nutzte diese
Internet-Option kein einziges Mal,

Am besten sowas gar nicht am Telefon machen machen. Einfach auflegen.

Mitte Februar wollte sie ihren normalen Vertrag bezüglich der
Freiminuten ändern und ging zu dem Zweck über die Homepage des
Betreibers in ihre Vertragsdaten. Und siehe: die als kostenlos
angebotene und eingerichtete „Internet-Option“ kostet 10,-€
monatlich !!
Sie ruft also beim Servicecenter an und fragt, wie das sein
könne. Die Antwort war „ja, das war ein kostenloser Probemonat
und danach geht das automatisch in einen kostenpflichtigen
Vertrag über“.

Sowas ist grundsätzlich möglich, aber: Sie wurde am Telefon nicht über ihr Widerrufsrecht belehrt, oder doch? Wenn sie nicht belehrt wurde, dann beginnt die Frist gar nicht erst zu laufen… D. H. sie kann immer noch raus.

Und dann sagte man ihr, sie könne diesen nur schriftlich oder
per Fax kündigen, was sie natürlich sofort am selben Tag tat.

Am besten per Einschreiben.

(was - wie ich finde, ohnehin eine Unverschämtheit ist:
Verträge abschließen geht offenbar per Telefon - da hätte ja
auch sonstwer dransein können an meinem Telefon - aber
kündigen geht wiedermal nur schriftlich.)

Mittlerweile ist ein Gesetz in Vorbereitung (oder vielleicht schon gültig?), das nicht mehr gestatet, dass dolche Vertäge ohne schriftliche Bestätigung abgeschlossen werden dürfen.

Natürlich brauche ich nicht zu erwähnen, daß an dem Tag der
kostenlose Probemonat bereits seit 2 Tagen abgelaufen war…

Siehe Widerrufsfrist, die nicht zu laufen beginnt…

Sie hat also ein Fax verfasst, in dem sie erläuterte, daß sie
nicht darüber informiert wurde, daß die „kostenlose“ Option in
einen kostenpflichtigen Vertrag mündet und daß sie diese
Option (auch wegen nachweislichem Nichtgebrauch)rückwirkend
aus meinem Vertrag gelöscht haben möchte. Daß sie keine
Einzugsermächtigung für evtl. entstandene Gebühren aus diesem
„vertrag“ erteilt hat/erteilt und daß sie eine
Eingangsbestätigung der Kündigung wünsche.

Keine Überraschung: es ist bis heute nichts passiert.
Diese Option steht noch immer in ihren Vertragsdaten, vom
Mobilfunkbetreiber hat die Kundin keine Reaktion erhalten.

Einschreiben … Alles andere wird ignoriert…

Heute geht ein Brief (altmodisch per Post) raus, zusammen mit
einer Kopie des Faxes und einer Sendebestätigung.

EINSCHREIBEN!

Hat die Kundin überhaupt eine Chance, recht zu bekommen ?

Ja, hat sie, sogar sehr gute.

Sie kann ja nicht beweisen, daß sie nichts von einem
kostenpflichtigen Vertrag wußte…

Schon allein, weil die schriftliche Widerrufsbelehrung fehlt, ist der Vertag immer noch anfechtbar!

Sie hat in dem Schreiben trotzdem erstmal pauschal mit
rechtlichen Schritten und Wechsel des Betreibers zum
nächstmöglichen Zeitpunkt gedroht… das kratzt die
wahrscheinlich überhaupt nicht…

Dazu noch: Zahlungseinstellung, Information an die Verbraucherzentrale… Das kratzt die eigentlich schon.

Ich finde, das sind Bauernfänger-Methoden. Und das von einem
Mobilfunkbetreiber der ersten Stunde. Sowas nennt sich dann
„Kundenservice“… traurig.

Oft ist es ein Subunternehmer, der solche Maschen anwendet. daher auch eine andere Servicecenternummer. Besönders empfänglich scheint die Telekom für solche Methoden zu sein. Aber im Grunde kann das bei Allen Mobil- und Festnetzbetreibern passieren.

Wie stehen die Chancen in so einem Fall für den Kunden ?

Sehr gut. Siehe oben.