Handys, was ist denn nun mit der Gefahr?

Hallo!
Ich telefoniere selbst mit dem Handy, und das nicht zu knapp. Immer wieder tauchen die wildesten Horror-Storys auf. Richtige Antworten hat keiner. Vielleicht finde ich hier welche.

Sind Handys gefährlich oder wie man das auch nennen will?
Wie ist das mit der Strahlung, mit der Telefonierdauer, mit der lokalen Erwärmung. Krebsrisiko?

Die Kati

Hallo,

Fragen über fragen und die richtige ultimative Antwort wird Dir wohl keiner wirklich geben können. Es ist genauso wie bei den Diäten :wink::
Vor Jahren schwor man noch darauf die Kalorieen zu verbrennen, heute heisst es das Fett darin muß weg (nur mal ein Beispiel).
So ist es auch mit den handys.

Meine Meinung sieht so aus:
Schädlich ist es grundsätzlich nicht. Genau wie Cola. Aber wenn man zuviel Cola trinkt hat man sich auch vergiftet!
Gesundheitliche Schädigung würde ich erstmal ausschliessen. Der Vergleich mit Microwelle ans Ohr halten und so fällt wegen der geringen Abstrahlung flach. Da wäre es imho schlimmer unter einem Hochcpannungsmast spazieren zu gehen. Krebs wird von sooo vielen Sachen hervorgerufen (oder auch nicht) also warum dann nicht auch davon. Eine Kopferwärmung konnte bis dato noch nicht eindeutig nachgewiesen werden…

Ok, bleibt abzuwarten was da sonst noch für Kommentare kommen :wink:)

gruß
little h.

Sind Handys gefährlich oder wie man das auch nennen will?
Wie ist das mit der Strahlung, mit der Telefonierdauer, mit
der lokalen Erwärmung. Krebsrisiko?

Die Kati

…vermutlich gar nichts!
ein vergleich zwischen haushaltsgeräte und handys ist eine unfruchtbare angelegenheit. eine gegenüberstellung trifft es besser.
haushaltsgeräte geben niederfrequente elektromagnatische felder im 50-hertz-bereich ab. die werden als solche nicht genutzt und sind quasi ein abfallprodukt.
bei handys sieht es grundsätzlich anders aus: die telefone (und mobilfunksender) arbeiten im hochfrequenzbereich von einem gigahertz, und die abstrahlung ist unverzichtbarer bestandteil der funktion.
ein vergleich wäre wie die sache mit den äpfeln und birnen.

nieder- und hochfrequenten feldern konnte bislang nicht eine einzige erkrankung zugeschrieben werden, also auch nicht den handys. beschwerden dürften in das fachgebiet der psychologie gehören, jedenfalls ist es eine schlüssige erklärung.

unter elektromagnetischen gesichtspunkten ist das mobile telefonieren keine frage der gesprächsdauer, die strahlendosis wird nicht akkumuliert. es gilt also nicht: „je länger ich telefoniere, desto höher ist die gesammelte strahlendosis.“ im gegensatz zu körpergiften wie blei oder zu belastungen wie radioaktivität können sich elektromagnetische felder im körper nicht anreichern.

menschliches gewebe absorbiert von handys abgegebene strahlung und erwärmt sich dabei. die spezifische absorptionsrate (sar) kennzeichnet die tatsächlich vom gewebe absorbierte leistung. der sar-wert ist gerätespezifisch, das heißt, verschiedene geräte haben verschiedene sar-werte. zur sar-bestimmung wird die feldstärke an der nachbildung eines menschliches kopfes gemessen. die werte müssen unterhalb der international festgelegten grenzwerte liegen: wenn ein handy im dauerbetrieb mit maximaler leistung sendet, darf sich die temperatur des gewebes höchstens um ein zehntel grad celsius erhöhen. nach heutigen erkenntnisstand ist selbst eine temperaturänderung von einem grad celsius auf der sicheren seite, so die auffassung der weltgesundheitsorganisation (who).

die leistung regeln die geräte in abhängigkeit von der güte des empfangs. sie laufen also nicht permanent unter voller last. bei gutem empfang sind es etwa 40-50 prozent der maximalleistung.
damit gelten handys insgesamt als unbedenklich. die bemühungen um immer niedrigere sar-werte kommen damit vor allem den stand-by-zeiten zugute.

es gibt bestimmt tausende wissenschaftlicher studien. die einen beantworten die frage nach der gesundheitsschädlichkeit mit „ja“, die anderen mit „nein“. es ist eine frage der interpretation, was man finden will. epidemiologische studien, die nach zusammenhängen zwischen dem auftreten von krankheitsbildern und elektromagnetischen studien suchen, halte ich für statistische korrelationen. es wurde noch kein ursächlicher zusammenhang zwischen erkrankung und bestimmtem verhalten festgestellt, auch experimentelle studien erbrachten keinen nachweis.

eine wissenschaftliche untersuchung ist immer eine hypothese. sie besagt, daß unter besimmten bedingungen dieses oder jenes ergebnis erzielt wurde.
ein naturwissenschaftliches grundprinzip ist reproduzierbarkeit. die bestätigung eines ergebnisses trägt zur wahrscheinlichkeit bei. das ergebnis einer einzelnen studie kann stimmen oder auch nicht. die wahrscheinlichkeit dürfte allerdings sehr klein sein. man darf in der wissenschaft nicht hingehen und sagen: „es gibt eine einzelne aussage, und dementsprechend ist es so richtig.“ es könnte auch mit einer gewissen wahrscheinlichkeit anders sein.

es macht keinen sinn, zum x-ten mal eine eeg-studie über gehirnströme zu machen. vielmehr muß man einige etagen tiefer gehen, in den bereich unterhalb der körperzellen. noch niemand weiß, was hochfrequenter elektromagnetismus auf dieser ebene bewirkt, das gebiet der absorption vom gewebe ist praktisch unerforscht, die funktion der elektromolekularen kopplung ebenfalls.

die diskussionen werden vorerst wohl kein ende nehmen. es ist - und bleibt - eine vertrauensfrage, die jeder für sich selbst beantworten muß.

gruß!
tino

Hi!

Ein sehr guter Artikel! Hab ich auch bewertet. Merh ist IMHO zu dem Thema nicht zu sagen. Aber eins möchte ich doch genauer nachfragen:

unter elektromagnetischen gesichtspunkten ist das mobile
telefonieren keine frage der gesprächsdauer, die strahlendosis
wird nicht akkumuliert. es gilt also nicht: „je länger ich
telefoniere, desto höher ist die gesammelte strahlendosis.“

Das stimmt IMHO nicht so ganz. Denn zumindest die Erwärmung hängt ganz derekt mit der Gesprächdauer zusammen. Auch wenn du den Vergleich mit der Mikrowelle meiden willst, ist es mit Handys genauso, je länger das Hirn der Strahlung ausgesetzt ist desto wärmer wird es…

Ich glaube du meinst dann die Anzahl der Gesprächen in einem Leben, dann stimmt das wieder, aber nicht bei einem Gespräch…

MfG
Andreas

danke.

Das stimmt IMHO nicht so ganz. Denn zumindest die Erwärmung
hängt ganz derekt mit der Gesprächdauer zusammen. Auch wenn du
den Vergleich mit der Mikrowelle meiden willst, ist es mit
Handys genauso, je länger das Hirn der Strahlung ausgesetzt
ist desto wärmer wird es…
Ich glaube du meinst dann die Anzahl der Gesprächen in einem
Leben, dann stimmt das wieder, aber nicht bei einem
Gespräch…

ja, andreas, so ist es gemeint. der grad der erwärmung hängt natürlich von der ununterbrochenen verweildauer des telefons am kopf ab. aber nach der abkühlung - das telefonat ist ja irgendwann mal zu ende - bleibt eben nichts zurück. als hätte die erwärmung nicht stattgefunden.

wie gesagt: ich glaube daran.

gruß!
tino

ja, andreas, so ist es gemeint. der grad der erwärmung hängt
natürlich von der ununterbrochenen verweildauer des telefons
am kopf ab. aber nach der abkühlung - das telefonat ist ja
irgendwann mal zu ende - bleibt eben nichts zurück. als hätte
die erwärmung nicht stattgefunden.

Zweifellos ist die Netzhaut eine der empfindlichsten Körperstellen schlechthin.Diese wird bei längeren Telefonaten erwärmt und dies kann, nach jahrelangem Gebrauch, bei Vieltelefonierern zur Erblindung führen.Versuche gibt es noch nicht, die Auswirkungen werden erst in einigen Jahren/Jahrzehnten zu sehen sein.(s.u.)
Fakt ist, dass Handystrahlen an Ratten Krebsgeschwulsten erzeugen und das Risiko von Brustkrebs bei Frauen erhöhen --leider habe ich die Artikel in den jeweiligen Apotheker-/Ärztezeitschriften nicht zur Hand- wie zuverlässig die Untersuchungen sind, kann ich auch nicht sagen, aber Handystrahlen für völlig ungefährlich zu halten, finde ich, pardon, etwas naiv.
Vertseht mich nicht falsch.Ich bin Handyfreak, habe 5 Stück und monatliiche Kosten von über 300DM. Aber des Risikos bin ich mir bewußt und veschließe auch nicht die Augen.
MFG
Henning

Fakt ist, dass Handystrahlen an Ratten Krebsgeschwulsten
erzeugen und das Risiko von Brustkrebs bei Frauen erhöhen
–leider habe ich die Artikel in den jeweiligen
Apotheker-/Ärztezeitschriften nicht zur Hand- wie zuverlässig
die Untersuchungen sind, kann ich auch nicht sagen, aber
Handystrahlen für völlig ungefährlich zu halten, finde ich,
pardon, etwas naiv.

Da sind wir doch wieder beim Thema. Was die „Gefährlichkeit“ von „Handystrahlen“ angeht, sind wir auf Vermutungen angewiesen.
Da hilft es auch nichts, sich auf so gen. Untersuchungen zu beziehen.
Es steht zumindest bei der Handynutzung jedem frei, diese Teile zu benutzen oder auch nicht. Ich benutze meine Geräte ohne mir Sorgen zu machen, aber ich lebe auch nicht in dem Wahn, ständig und überall erreichbar sein zu müssen. Damit hält sich die Anzahl und Dauer der Gespräche in Grenzen.