Handyvertrag: Kündigung aus wichtigem Grund

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zur Kündigung eines Mobilfunkvertrages aus wichtigem Grund (http://dejure.org/gesetze/BGB/314.html). Ich fürchte, die Lage ist ziemlich aussichtslos, aber vielleicht hat jemand eine Idee.

Im Beispiel geht es um einen 13 Monate alten Mobilfunkvertrag. Dieser wurde privat geschlossen. Die Nutzerin lebte damals in Großstadt L. Sie beendete 2 Monate später ihre Ausbildung als Hebamme und zog für eine neue Arbeitsstelle in die Nähe der Kleinstadt G, wo sie auf dem Land lebt. Dort musste sie feststellen, dass der Empfang sowohl im eigenen Heim als auch in der gesamten Gegend katastrophal ist. Oft kommen Anrufe nicht an oder Gespräche werden unterbrochen. Das störte, irgendwie war das aber zu händeln, ist ja alles privat gewesen.

Völlig unabhängig davon entwickelte sich das Arbeitsverhältnis sehr unschön, und die Hebamme musste kündigen und hat sich nun seit April selbstständig gemacht. Den Mobilfunkvertrag nutzt sie nun auch beruflich. Leider lässt sich das nicht mehr rückgängig machen, da die Nummer bereits kommuniziert, auf Flyer und Visitenkarten gedruckt, etc. wurde.
Nun ist der schlechte Empfang aber ein tatsächliches Problem. Es kommt oft vor, dass Kunden mit wichtigen Anliegen (im medizinischen Bereich kann man sicher immer von wichtigen Anliegen ausgehen) die Hebamme nur verzögert erreichen. Auch ist es sehr unvorteilhaft, wenn in einem Beratungsgespräch (ebenfalls natürlich mit wichtigen Anliegen, es geht ja um medizinische Ratschläge) plötzlich die Verbindung abbricht.

Die Hebamme würde also gern den Anbieter wechseln, hat aber noch 11 Monate ihres Vertrages übrig. Einfach einen zweiten Vertrag geschäftlich machen und den privaten so weiter laufen lassen geht nicht, da sie die Rufnummer dringend benötigt und diese ja nicht frei würde.

Fällt dazu irgendwem eine passable mögliche Lösung ein? Aus dem Vertrag raus kaufen? (Geht sowas?) Eine Kündigung aus wichtigem Grund ist sicher nicht wirklich aussichtsreich, oder?

Zwei Informationen sind vielleicht noch von Belang: die Hebamme arbeitet aktuell nicht Geburtshilflich. Der Vertrag läuft auf den Namen ihres Ehemannes, der diesen als Zweitvertrag hat.

Ich würde mich natürlich über Input zum Thema freuen, vielleicht gibt es ja doch eine Lösung.

Liebe Grüße in’s sonnige Wochenende,
Inka

Meines Wissens müsste man dem Anbieter nachweisen, dass er eine grobe Vertragspflichtverletzung begeht und ihm das vor allem nachweisen… Das dürfte schwierig sein. Aber vielleicht findet sich hier ja noch ein Experte…

Da auch nach Ideen gefragt wurde:

Ansonsten geht auch eine Auflösung des Vertrages im Gegenseitigen Einvernehmen. Bspw. anbieten, die Kosten trotzdem zu zahlen etc. Das hängt vom Verhandlungsgeschick ab und ob man über die Call-Center des Anbieters jemenden mit Entscheidungsbefugnis über vertragliche Angelegenheiten an die Strippe bekommt… Am besten direkt danach verlangen.

Ansonsten kann ich Verbraucherzentralen (in größeren Städten) als Ansprechpartner empfehlen. Die haben evtl. Erfahrung.

noch ne Idee
…man könnte gucken, ob der Anbieter eine dauerhafte Weiterleitung an eine andere Nummer anbietet. Ggf. kann das auch das Handy. In beiden Fällen würden aber sämtliche Gesprächskosten der Hebamme berechnet…