Ich bin seit ca. zehn Jahren Besitzer einer Prepaidkarte die ich vor ungefähr einem dreiviertel Jahr zeitweise meiner Frau überlassen habe, da sie ihr Handy mitsamt der Karte verlegt hatte.
Vor ungefähr sechs Monaten erhielt sie von einem auf Provisionsbasis arbeitenden Mitarbeiter des Anbieters der Prepaidkarte einen Anruf mit der Absicht ihr einen Vertrag aufzuschwatzen.
Konditionen waren eine monatliche Mindestgebühr im finanziellen Rahmen von 10-20€ sowie eine darauf gestützte günstigere Minutenabrechnung ihrer Telefonate. Die Laufzeit des Vertrages sollte noch am gleichen Tag beginnen mit der Konsequenz, dass die Prepaidkarte in eine Vertragskarte umgewandelt wird und nach einer Frist von ein bis zwei Monaten sollte ihr der dazugehörige Vertrag zugesandt werden mit der Option, falls sie diesem mit einer Unterschrift zustimmt gewinnt dieser an Rechtskräftigkeit, oder falls sie diesen ablehnt würde dieser an Gültigkeit verlieren und zuvorige Umwandlungen (Prepaid in Vertrag) würde seitens des Anbieters unverzüglich aufgehoben werden.
Letzteres traf ein, allerdings hatte der Anbieter nicht gemäß der mündl. Absprache die Stornierung eingeleitet, sondern bis zum heutigen Tag eigenmächtig und im Unwissen meiner Frau per Lastschriftverfahren weiterhin Geld von ihrem Konto abgebucht.
Vor ca. zwei Wochen schenkte ich ihr ein neues Handy und wollte im Gegenzug meine alte Prepaidkarte zur Eigenverwendung zurückhaben, allerdings war diese nicht mehr auf meinen Namen zugelassen und auf Rückfrage bei einer Servicemitarbeiterin des Anbieters behauptete diese, ich hätte zu Vertragsbeginn eine schriftliche Zusage erteilt und somit meine eigenen Ansprüche auf die Karte abgetreten, wodurch die Umwandlung auf den Namen meiner Frau ermöglichte wurde. Zudem wurde auf den noch laufenden Vertrag hingewiesen, wodurch uns die Problematik des laufenden Vertrags erst aufgefallen ist.
Auf mein Nachfragen stellte ich fest:
1.Es existieren keine Verträge mit Unterschriften (Handyvertrag, meine Zustimmung Kartennutzeränderung, Ermächtigung Lastschriftverfahren)
2.Wir haben keine Möglichkeit Rechnungen einzusehen da diese im Internet veröffentlicht werden und uns jegliche im nichtexistenten Vertrag festgehaltene Zugangsdaten fehlen.
(Wortlaut mir vorliegender schriftlicher Antwort des Anbieters: „Eine Kopie Ihres Kartenvertrags liegt uns nicht vor“)
3.Der angebliche Vertrag läuft bis II Quartal 2012
Mein Frage ist nun, ist soetwas rechtmäßig oder ein Fall für die Verbraucherzentrale ?