Hi Frosch,
Aber bitte keine Chemikalien!
Ich verstehe die Abneigung von Vielen- muss aber
berichten, dass es in einigen Fällen mehr als sinnvoll ist,
Medikamente einzusetzen.
Ja, in einigen Fällen, aber nicht in allen oder gar der Mehrheit. Es gibt sehr viele Probleme die nicht mit Medikamenten behoben werden können. Vielleicht betäubt, aber nicht gelindert werden.
Medikamente sollte man zu sich nehmen, wenn sie wirklich Linderung und Hilfe verschaffen, jedoch nicht, wenn der Patient in einer schlimmen, wenn auch kurzweiligen, Lebenskrise steckt. Erst Recht nicht, wenn diese Wehwehchen mit natürlichen Mitteln behoben werden können.
Und genauso, wie ich es stümperhaft finde, jmd. aufgrund von 3
Sätzen zu Medikamenten zu raten, finde ich es nicht weniger
daneben, jmd. von diesen abzuraten.
Es ist immer ratsam von Medikamenten abzuraten, wenn es sich um Ereignisse handelt die mit der Seele zu tun haben und frisch aufgetreten sind. Immer!
Die TE ist nicht von Natur aus geistig minderbemittelt oder gar zurückgeblieben. Sie ist auch nicht der Dorftrottel, sondern eine geistig gesunde Person. Wenn auch momentan in einer traurigen Phase.
Es ist völlig unbekannt ob und in welcher Art Behandlung sich
die UP befindet- irgendwer hat es ihr jedenfalls verschrieben-
ebenso unklar ist Art und Ausmaß der sogenannten
„Lebenskrise“.
Tanja schreibt: "bin gerade in einer Lebenskrise und habe angefangen mich mit allen möglichen Mittel zu betäuben (Kaffe, Zigaretten, Alkohol, Schmerzmittel) um einfach keine negativen Gefühle zu haben. "
Das sagt einiges. Sie hat eine Lebenskrise. Diese hat der Durchschnittsmensch mindestens 50 mal im Jahr
Wenn nicht in einem Monat (je nach Branche) 
Aber ihrer Antwort von heute nach zu schliessen ist sie auf der Suche nach Betäubung und Ablenkung. Sie traut sich nicht sich ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. Je nach Berufsstand ist das auch nicht angebracht. Aber sie ist in Ordnung und hat keinen Dachschaden!
Darunter versteht jeder für sich etwas anderes-
Basierend auf den Zeilen, bestimmt nicht. Denn wenn sie lediglich an der Information der Chemikalie interessiert gewesen wäre hätte sie ihren seelischen Zustand nicht mit in das Frage-Paket genommen.
Meine Bitte daher: Keine Pauschalisierungen.
Weder in die eine noch in die andere Richtung.
Gerade seelischen Problemen kann man mit Zuhören, Mitlesen, Mitleid, Mitgefühl, Verständnis, Umarmen, Ratschlägen, oder die Erzählung von eigenen Erfahrungen usw viel weiter helfen, als chemischem Gemisch, was nichts anderes als eine Vergiftung ist.
Das hat mit Pauschalisierung nichts zu tun. Pauschalisieren ist, wenn jemand „hatschie“ macht und alle durcheinander Grippe, Husten, Erkältung, BSE usw. rufen würden.
Grüsse
Krümel