Hallo,
ich habe echte Hardcore-Zahnwurzelprobleme. Meine
Krankheitsgeschichte:
6 Wurzelbehandlungen
3 Wurzelspitzenresektionen
1 Zahn gezogen (Betäubung hat dabei nicht gewirkt aufgrund des
Eiters!)
Servus,
so etwas fällt nicht vom Himmel. Wenn kein Unfall
dahintersteckt (Zähne abgebrochen beim Kickboxen z.B.) war es
Karies, die diese Zähne zu 6 Wurzelbehandlungen gebracht hat.
Wurzelbehandlungen und Resektionen sind die ultima ratio der
Zahnerhaltung - danach kommt die Zange. Die nächste
Katastrophe ist schon vorgezeichnet, denn . . .
(so
lange nichts weh tut, lass ich natürlich nichts ziehen)
Liege ich falsch, wenn ich annehme, dass Du Zahnmedizin dann
beanspruchst, wenn die fünfte Schmerztablette hintereinander
nicht mehr richtig wirken will?
Ja da liegst du völlig falsch. Ich gehe regelmäßig zum Zahnarzt bzw. zur Kontrolle und nur eine der Wurzelbehandlungen beruht auf Karies (und auch nur deshalb weil diese beim Check nie gesehen worden ist, weil sie zwischen den Zähnen lag. Und als man sie dann auf einem Röntgenbild gesehen hat, wars leider schon so spät, dass sie bis fast zur Wurzel ging und „fast bis zur Wurzel“ bedeutet bei mir automatisch dass diese sich dann nicht erholt!)
Ansonsten habe ich so gut wie nie Löcher oder sonst etwas. Es sind immer nur die Wurzeln. Und wenn sich die Zähne nach der Wurzelbehandlung nochmals entzünden und dann zur WSR und dann zur Zange gegriffen wird, kann das nichts mehr mit Karies zu tun haben.
Von der Behandlungsqual mal ganz abgesehen ist das natürlich auch
rein vom Kostenfaktor nicht zu machen!
Wurzelbehandlungen und -resektionen sind bei Kassenpatienten
Sachleistungen (also kostenfrei). Die privaten Versicherungen
zahlen auch.
Die Wurzelbehandlung ist kostenfrei, die Krone die danach aber drüber muss leider nicht. Und wenn ich nicht mit einem Mund voll Gold rum laufen will sind das leider pro Zahn ca. 400€!!!
Wie oft gehst Du denn so zum Nachschauen und zur Prophylaxe?
Kann es sein, dass es zwischen dem 18ten und dem 25ten
Lebensjahr eine kleine Versorgungslücke gegeben hat - ausser
wenn’s schon zwickte, natürlich?
Wie schon erwähnt. Regelmäßig ca. 2 Mal im Jahr. Auch Zahnseide und professionelle Zahnreinigung kommen nicht zu kurz!
Am Zahnarzt liegt es nicht, da waren schon einige dran!
Kann mir bitte jemand helfen?! Was kann zu solch empfindlichen
Wurzeln führen? Was kann ich dagegen tun? Wer ist Spezialist
für so etwas? Alle Tipps sind willkommen!
Bei dieser Krankengeschichte geht es wohl um eine
Grundsanierung, die mit Aufklärung und Prophylaxe beginnt-,
mit Zahnerhaltung (Füllungen) weitergeht und sich dann, wenn
Du erkennbar mitgearbeitet hast, um den Ersatz fehlender Zähne
kümmert, deren Fehlen man BTW durchaus eine gute Weile
überleben kann, im Zeitalter von ‚convenience food‘.
Grundsanierung kann man so nicht sagen - immerhin wird ja regelmäßig gearbeitet. Nur entzündet sich alles wieder. Der Zahn, der lt dem jetzigen Zahnarzt gezogen werden muss, hat bereits eine Wurzelbehandlung, eine Krone und eine WSR hinter sich. Der sieht normal aus, nur die dunkle Stelle unter dem Zahn, die beim Röntgen sichtbar wird, leider nicht!
Spezialist für so etwas? Ist der/die KollegIn wo immer wieder
mal Kinder (vielleicht sogar ohne elterliche Begleitung) im
Wartezimmer neben den älteren Herrschaften sitzen, wo in der
Abendsprechstunde die gehetzten ErnährerInnen ihre
Zahnreinigungstermine absolvieren - Familienpraxen halt. Kein
Hummer auf dem Teller, oder in der Garage
- wenig
‚hard-selling‘ und ‚wellness‘, dafür ein ärztlicher
Betreuungsansatz. Alles sutsche eben, wie der Hanseate sagt.
Ich brauch keinen normalen Zahnarzt. Ich brauch jmd der sich speziell mit solchen Krankheitsbildern beschäftigt!!
Gruß
Kai Müller