Hardcore-Wurzelprobleme - HILFE!

Hallo,
ich habe echte Hardcore-Zahnwurzelprobleme. Meine Krankheitsgeschichte:
6 Wurzelbehandlungen
3 Wurzelspitzenresektionen
1 Zahn gezogen (Betäubung hat dabei nicht gewirkt aufgrund des Eiters!)
1 Zahn muss lt. dem Zahnarzt von gestern ebenfalls gezogen werden, da das Röntgenbild wieder eine Entzündung anzeigt (so lange nichts weh tut, lass ich natürlich nichts ziehen)
ICH BIN 27 JAHRE ALT!!!

Wie sich daraus erkennen lässt habe ich ständig Entzündungen an der Wurzel, die selbst nach Behandlungen wieder kommen bis letzendlich der Zahn gezogen werden muss. Wenn das so weiter geht habe ich in 10 Jahren keine echten Backenzähne mehr. Von der Behandlungsqual mal ganz abgesehen ist das natürlich auch rein vom Kostenfaktor nicht zu machen!
Am Zahnarzt liegt es nicht, da waren schon einige dran!

Kann mir bitte jemand helfen?! Was kann zu solch empfindlichen Wurzeln führen? Was kann ich dagegen tun? Wer ist Spezialist für so etwas? Alle Tipps sind willkommen!

Hallo,
ich habe echte Hardcore-Zahnwurzelprobleme. Meine
Krankheitsgeschichte:
6 Wurzelbehandlungen
3 Wurzelspitzenresektionen
1 Zahn gezogen (Betäubung hat dabei nicht gewirkt aufgrund des
Eiters!)

Servus,

so etwas fällt nicht vom Himmel. Wenn kein Unfall dahintersteckt (Zähne abgebrochen beim Kickboxen z.B.) war es Karies, die diese Zähne zu 6 Wurzelbehandlungen gebracht hat. Wurzelbehandlungen und Resektionen sind die ultima ratio der Zahnerhaltung - danach kommt die Zange. Die nächste Katastrophe ist schon vorgezeichnet, denn . . .

(so
lange nichts weh tut, lass ich natürlich nichts ziehen)

Liege ich falsch, wenn ich annehme, dass Du Zahnmedizin dann beanspruchst, wenn die fünfte Schmerztablette hintereinander nicht mehr richtig wirken will?

Von der Behandlungsqual mal ganz abgesehen ist das natürlich auch
rein vom Kostenfaktor nicht zu machen!

Wurzelbehandlungen und -resektionen sind bei Kassenpatienten Sachleistungen (also kostenfrei). Die privaten Versicherungen zahlen auch.

Wie oft gehst Du denn so zum Nachschauen und zur Prophylaxe? Kann es sein, dass es zwischen dem 18ten und dem 25ten Lebensjahr eine kleine Versorgungslücke gegeben hat - ausser wenn’s schon zwickte, natürlich?

Am Zahnarzt liegt es nicht, da waren schon einige dran!

Kann mir bitte jemand helfen?! Was kann zu solch empfindlichen
Wurzeln führen? Was kann ich dagegen tun? Wer ist Spezialist
für so etwas? Alle Tipps sind willkommen!

Bei dieser Krankengeschichte geht es wohl um eine Grundsanierung, die mit Aufklärung und Prophylaxe beginnt-, mit Zahnerhaltung (Füllungen) weitergeht und sich dann, wenn Du erkennbar mitgearbeitet hast, um den Ersatz fehlender Zähne kümmert, deren Fehlen man BTW durchaus eine gute Weile überleben kann, im Zeitalter von ‚convenience food‘.

Spezialist für so etwas? Ist der/die KollegIn wo immer wieder mal Kinder (vielleicht sogar ohne elterliche Begleitung) im Wartezimmer neben den älteren Herrschaften sitzen, wo in der Abendsprechstunde die gehetzten ErnährerInnen ihre Zahnreinigungstermine absolvieren - Familienpraxen halt. Kein Hummer auf dem Teller, oder in der Garage :wink: - wenig ‚hard-selling‘ und ‚wellness‘, dafür ein ärztlicher Betreuungsansatz. Alles sutsche eben, wie der Hanseate sagt.

Gruß

Kai Müller

Hallo,
ich habe echte Hardcore-Zahnwurzelprobleme. Meine
Krankheitsgeschichte:
6 Wurzelbehandlungen
3 Wurzelspitzenresektionen
1 Zahn gezogen (Betäubung hat dabei nicht gewirkt aufgrund des
Eiters!)

Servus,

so etwas fällt nicht vom Himmel. Wenn kein Unfall
dahintersteckt (Zähne abgebrochen beim Kickboxen z.B.) war es
Karies, die diese Zähne zu 6 Wurzelbehandlungen gebracht hat.
Wurzelbehandlungen und Resektionen sind die ultima ratio der
Zahnerhaltung - danach kommt die Zange. Die nächste
Katastrophe ist schon vorgezeichnet, denn . . .

(so
lange nichts weh tut, lass ich natürlich nichts ziehen)

Liege ich falsch, wenn ich annehme, dass Du Zahnmedizin dann
beanspruchst, wenn die fünfte Schmerztablette hintereinander
nicht mehr richtig wirken will?

Ja da liegst du völlig falsch. Ich gehe regelmäßig zum Zahnarzt bzw. zur Kontrolle und nur eine der Wurzelbehandlungen beruht auf Karies (und auch nur deshalb weil diese beim Check nie gesehen worden ist, weil sie zwischen den Zähnen lag. Und als man sie dann auf einem Röntgenbild gesehen hat, wars leider schon so spät, dass sie bis fast zur Wurzel ging und „fast bis zur Wurzel“ bedeutet bei mir automatisch dass diese sich dann nicht erholt!)
Ansonsten habe ich so gut wie nie Löcher oder sonst etwas. Es sind immer nur die Wurzeln. Und wenn sich die Zähne nach der Wurzelbehandlung nochmals entzünden und dann zur WSR und dann zur Zange gegriffen wird, kann das nichts mehr mit Karies zu tun haben.

Von der Behandlungsqual mal ganz abgesehen ist das natürlich auch
rein vom Kostenfaktor nicht zu machen!

Wurzelbehandlungen und -resektionen sind bei Kassenpatienten
Sachleistungen (also kostenfrei). Die privaten Versicherungen
zahlen auch.

Die Wurzelbehandlung ist kostenfrei, die Krone die danach aber drüber muss leider nicht. Und wenn ich nicht mit einem Mund voll Gold rum laufen will sind das leider pro Zahn ca. 400€!!!

Wie oft gehst Du denn so zum Nachschauen und zur Prophylaxe?
Kann es sein, dass es zwischen dem 18ten und dem 25ten
Lebensjahr eine kleine Versorgungslücke gegeben hat - ausser
wenn’s schon zwickte, natürlich?

Wie schon erwähnt. Regelmäßig ca. 2 Mal im Jahr. Auch Zahnseide und professionelle Zahnreinigung kommen nicht zu kurz!

Am Zahnarzt liegt es nicht, da waren schon einige dran!

Kann mir bitte jemand helfen?! Was kann zu solch empfindlichen
Wurzeln führen? Was kann ich dagegen tun? Wer ist Spezialist
für so etwas? Alle Tipps sind willkommen!

Bei dieser Krankengeschichte geht es wohl um eine
Grundsanierung, die mit Aufklärung und Prophylaxe beginnt-,
mit Zahnerhaltung (Füllungen) weitergeht und sich dann, wenn
Du erkennbar mitgearbeitet hast, um den Ersatz fehlender Zähne
kümmert, deren Fehlen man BTW durchaus eine gute Weile
überleben kann, im Zeitalter von ‚convenience food‘.

Grundsanierung kann man so nicht sagen - immerhin wird ja regelmäßig gearbeitet. Nur entzündet sich alles wieder. Der Zahn, der lt dem jetzigen Zahnarzt gezogen werden muss, hat bereits eine Wurzelbehandlung, eine Krone und eine WSR hinter sich. Der sieht normal aus, nur die dunkle Stelle unter dem Zahn, die beim Röntgen sichtbar wird, leider nicht!

Spezialist für so etwas? Ist der/die KollegIn wo immer wieder
mal Kinder (vielleicht sogar ohne elterliche Begleitung) im
Wartezimmer neben den älteren Herrschaften sitzen, wo in der
Abendsprechstunde die gehetzten ErnährerInnen ihre
Zahnreinigungstermine absolvieren - Familienpraxen halt. Kein
Hummer auf dem Teller, oder in der Garage :wink: - wenig
‚hard-selling‘ und ‚wellness‘, dafür ein ärztlicher
Betreuungsansatz. Alles sutsche eben, wie der Hanseate sagt.

Ich brauch keinen normalen Zahnarzt. Ich brauch jmd der sich speziell mit solchen Krankheitsbildern beschäftigt!!

Gruß

Kai Müller

Ansonsten habe ich so gut wie nie Löcher oder sonst etwas. Es
sind immer nur die Wurzeln. Und wenn sich die Zähne nach der
Wurzelbehandlung nochmals entzünden und dann zur WSR und dann
zur Zange gegriffen wird, kann das nichts mehr mit Karies zu
tun haben.

Servus,

ich probier’s nochmal:
Was fange ich mit dem Satz „es sind immer nur die Wurzeln“ an? Vielleicht schließt Du aus der schlampigen Bezeichnung „Wurzelbehandlung“ darauf, dass es ein eigenes Krankheitsbild „Wurzelerkrankung“ gibt, unter dem besonders Du leidest und das Du jetzt von besonderen Spezialisten behandelt haben möchtest.

Das einzig ‚wurzelspezifische‘ das ich anbieten kann, ist die Wurzelkaries. Patienten, deren Wurzeln nicht völlig im Knochen stecken, haben das Risiko an dieser Kariesform zu erkranken. Bakterielle Beläge auf der Wurzeloberfläche haben es leichter, die Zahnsubstanz zu zerstören, weil keine schützende und widerstandsfähige Schmelzschicht drüber liegt. Deswegen sind bei solchen Patienten alle vorsorglichen Maßnahmen besonders wichtig.

Wenn wir aber von ‚Wurzelbehandlung‘ sprechen, meinen wir entweder den entzündeten oder verletzten-, oder bereits umgekommenen Zahnnerv.
Wenn es uns nicht gelingt, ihn durch Entfernung kariöser Massen und von Kariesbakterien vor dem Untergang zu bewahren, wenn die geringen medikamentösen Möglichkeiten, die wir haben, nicht fruchten, muß der Hohlraum in Wurzel und Krone von Gewebsresten gesäubert werden. Möglichst alle Bakterien, die dort sitzen müssen ebenso heraus.
Das ist aber keine Besonderheit der Wurzel, das ist eine Komplikation der Infektion des Zahnes mit Bakterien - also eine Folge der Karies. Wären die Bakterien nicht so weit gekommen, bräuchte es keine 'Wurzel’behandlung. Ohne Trauma (das war mein Kickboxerbeispiel) oder Karies gibt es keine Wurzelbehandlung. Will man schiefgegangene Wurzelbehandlungen vermeiden, muss man Karies vermeiden.

Es sind also - auch bei Dir - nicht die ‚Wurzeln‘. Sorry und

Gruß

Kai Müller

Guten Morgen Kai,

eine Frage von mir aus, den ich hätte eine Theorie, habe auch fleisig gegooelt, meinen Cheffe kann ich erst im neuen Jahr fragen :wink:

Könnte eine Wurzelschädigung auch durchs Pressen kommen? Ich meine das kann ja auch ohne das Knirschen sein, da werden doch enorme Kräfte auf die Zahnwurzeln abgegeben. Kann es nicht sein das dadruch der Nerv beschädigt wird ohne das davor Karies vorhanden war.

Grüße

meinen Cheffe kann ich erst im neuen Jahr
fragen :wink:

Könnte eine Wurzelschädigung auch durchs Pressen kommen?

Servus Lucia, wann arbeitet Dein Cheffe :wink: ?

erstmal das was wir sicher wissen:

  • beim nächtlichen Zähne -pressen und -Knirschen (Bruxismus) können Kräfte von 300 - 400 Kilo auftreten, ohne daß wir vor Schmerz aufwachen

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/gesund…

  • In dem Hohlraum der Zähne, in dem sonst die Pulpa (der ‚Nerv‘) ist, bildet sich bei Bruxismus-Patienten sogenanntes Reiz- oder Tertiärdentin.

http://wwwalt.med-rz.uniklinik-saarland.de/prothetik…

(ganz nach unten scrollen)

Eine solche zusätzliche Stoffwechselleistung würde der Körper nicht aufbringen, wenn er Knirschen und Pressen ‚normal‘ finden würde.

  • durch Pressen und Knirschen kann es am Zahnhals gesunder Zähne zu Aussprengungen der Zahnhartsubstanz kommen

http://www.kzvb.de/fileadmin/user_upload/Presse/Publ…

( bis zum ‚Gaba-Tipp‘ = Elmex Werbung scrollen)

Nicht bekannt ist mir, dass es dabei zu Erscheinungen kommen könnte, wie sie hier angesprochen wurden. Im Gegenteil: durch die Tertiärdentinschichten (die keine Dentinkanälchen enthalten) kommen Kariesbakterien schwerer durch, die Dentikelbildung erschwert die Wurzelbehandlung und die Kariesfrequenz ist an Abrasionsflächen eher niedrig

http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/02…

All dies ist in der Zahnheilkunde bekannt, aber all dies passt nicht zu den geschilderten ‚Wurzelproblemen‘ mit Eiterung etc.

Gruß

Kai Müller

meinen Cheffe kann ich erst im neuen Jahr
fragen :wink:

Könnte eine Wurzelschädigung auch durchs Pressen kommen?

Servus Lucia, wann arbeitet Dein Cheffe :wink: ?

Och mein Cheffe arbeitet, nur ich nicht hatte ne Knieop hinter mir, bin noch krankgeschrieben.

erstmal das was wir sicher wissen:

  • beim nächtlichen Zähne -pressen und -Knirschen (Bruxismus)
    können Kräfte von 300 - 400 Kilo auftreten, ohne daß wir vor
    Schmerz aufwachen

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/gesund…

  • In dem Hohlraum der Zähne, in dem sonst die Pulpa (der
    ‚Nerv‘) ist, bildet sich bei Bruxismus-Patienten sogenanntes
    Reiz- oder Tertiärdentin.

http://wwwalt.med-rz.uniklinik-saarland.de/prothetik…

(ganz nach unten scrollen)

Eine solche zusätzliche Stoffwechselleistung würde der Körper
nicht aufbringen, wenn er Knirschen und Pressen ‚normal‘
finden würde.

  • durch Pressen und Knirschen kann es am Zahnhals gesunder
    Zähne zu Aussprengungen der Zahnhartsubstanz kommen

http://www.kzvb.de/fileadmin/user_upload/Presse/Publ…

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Nicht bekannt ist mir, dass es dabei zu Erscheinungen kommen
könnte, wie sie hier angesprochen wurden. Im Gegenteil: durch
die Tertiärdentinschichten (die keine Dentinkanälchen
enthalten) kommen Kariesbakterien schwerer durch, die
Dentikelbildung erschwert die Wurzelbehandlung und die
Kariesfrequenz ist an Abrasionsflächen eher niedrig

http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/02…

All dies ist in der Zahnheilkunde bekannt, aber all dies passt
nicht zu den geschilderten ‚Wurzelproblemen‘ mit Eiterung etc.

Gruß

Kai Müller

Danke dir, man lernt nie aus

Gruß