Hehe…
Da gab es einiges. Einmal habe ich mit meinem Bruder beim Bauer ein Stück an einem kaputten Zaun lose hängendes Stacheldraht geringfügig verbogen, so daß es den daneben verlaufenden elektrischen Zaun berührte. Wir haben den Bauer leider nicht gesehen, als er den Stromstoß bekam, aber am nächsten Tag war dieses Stück Stacheldraht sehr sauber festgemacht…
Einmal hoben wir am letzten Tag vor den Ferien zu zwölft das Auto des Schulrektors an und stellten es zwischen zwei Bäumen, so daß es gerade mal drei cm vorne und hinten frei hatte. An diesem Tag ist er mit den Öffentlichen nach Hause gefahren…
Ähnliches mit einem eher unbeliebten Mitschüler: mehrere Schüler kletterten aufeinander, bildeten eine Pyramide und schoben sein Fahrrad auf eine Laterne und wieder runter, so daß es ganz normal auf dem Boden stand, bloß mit dem Mast der Laterne mitten durch das Rahmendreieck. Er durfte an dem Tag auch laufen.
Ich hatte einen Religionslehrer aus Deutschland, der noch nicht so firm im Spanischen war. Aus irgend einem Grund hatte er Vertrauen zu mir und fragte mich hin und wieder nach Wortübersetzungen. Ich nannte ihm ohne mit der Wimper zu zucken übelste Schimpfwörter - es war sehr schön, den Religionslehrer ganz ernst und mit milder Stimme fluchen zu hören. Irgendwann fiel das auf, weil doch zuviel gekichert wurde.
Meine Mutter war Klavierlehrerin und spielte manchmal zu irgendwelchen Anlässen zusammen mit anderen Lehrern vor. Einmal kam eine andere, besonders steife Lehrerin zu uns nach Hause zum Üben. Wir schafften es, ihr so ein Heizkissen unter dem Hintern zu schieben. Meine Mutter war etwas gerührt, als meine zwei Brüder und ich uns vors Fenster postierten und zusehen wollten - bis sie herausfand, warum: die Lehrerin, sie spielte Querflöte, wurde immer steifer, streckte sich immer länger, irgendwann fing sie an mit dem Hintern zu wackeln, bis sie es nicht mehr aushielt und aufstehen mußte.
Ein andermal verteilten wir Juckpulver unter den etwa 12 Chormitgliedern, die sich auch bei uns zuhause zum Üben getroffen hatten. Herrlich 
Als wir kleiner waren, durften wir manchmal kleinere Arbeiten im Haushalt durchführen. Eine Freundin meiner Mutter fand das ganz süß und wollte von uns immer einen Kaffee zubereitet bekommen, was wir immer brav ausführten. Einmal wollten wir ihr einen Streich spielen und mixten in den Kaffee alles Erdenkliche hinein, was uns aus der Küche in die Finger kam: Senf, Honig, Salz, Pfeffer, Öl, Zucker und sogar eine Ameise. Aber sie tat uns nicht den Gefallen: sie trank den Kaffee wie gewohnt aus und lobte uns, weil er so gut schmeckte.
Die schlimmen Geschichten spare ich mir… aber es ist lustig, meinen Kindern habe ich auch einige erzählt. Manchmal fragen sie mich: Papa, erzähl mal einen lustigen Streich aus deiner Kindheit! Und ich merke, daß ich alt werde, weil mir keine mehr einfallen…
Gruß
Sancho