Als Schulsozialarbeiterin im Kreis Olpe betreue ich einen 14-jährigen Jungen mit spannungsgeladenem familären Hintergrund, der an Stuhl- und Harninkontinenz leidet. Die Eltern geben an, dass er 2 Mal daraufhin untersucht wurde. Einmal wurde festgestellt, dass die Inkontinenz organische Ursachen habe (Schließmuskel funktionieren nicht), das andere Mal konnte keine Ursache festgestellt werden. Die Eltern halten an den organischen Ursachen fest, bestrafen ihn aber recht drastisch dafür, weil er sich keine Mühe gibt es zu ändern. Der Junge geht davon aus, dass er, weil seine Inkontinenz ja organisch bedingt ist, nichts dagegen machen könne. Er leidet, incl. Suizidgedanken, schrecklich unter dieser Doppelbelastung. Da ich die Eltern im Moment nicht dazu bewegen kann, ihn noch einmal gründlich untersuchen zu lassen, suche ich vorab eine kleine Entlastung für ihn.
Wo kann er sich mit Leidensgenossen austauschen?
Welche Kureinrichtung ist auf Jugendliche mit Inkontinenz spezialisiert?
Welche Ideen habt ihr, wie ich ihm weiterhelfen könnte?
Hallo
es gibt Entlastungsmöglichkeiten und zum Beispiel auch der erneute Aufenthalt in einer Klinik kann unter bestimmten Voraussetzungen als Entlastungsaufenthalt laufen.
Ich befürchte jedoch, dass dazu der Kinder- / Hausarzt involviert werden sollte.
Dahingestellt, ob es wirklich organische oder psychische / psychosomatische Hintergründe gibt, gibt es Rehabilitationszentren für Kinder. Hier ist der Vorteil, dass die Interdisziplinität vor Ort gegeben ist… und zusammen mit Kinderpsychologen, Therapeuten und oft auch schulischen Möglichkeiten gefördert werden kann.
Bei Selbst- oder Fremdgefährdung - ersteres liegt ja bei Suizidalität vor - besteht die Möglichkeit der Einweisung in eine entsprechende Einrichtung… dies ist natürlich ein einschneidendes Vorgehen…
Viele Grüsse