kann mir jemand die Frage beantworten, ob eine Harnstauungsniere beidseits (Nierenwerte, ING, Sono OK, keinerlei Beschwerden, wurde zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung festgestellt, Verengung der Harnleiter unterhalb der Nieren, vermutl. angeboren, lt. Chefarzt der Urologie derzeit kein Grund für einen operativen Eingriff) einen erhöhten Blutdruck auslösen kann?
Der Harnstau direkt löst keinen Bluthochdruck aus. Dieses passiert
eher, wenn die Nieren nicht mehr ausreichend durchblutet werden.
Typisches Beispiel hierfür ist eine Verengung der Nierenarterien
(Nierenarterienstenose). Dann wird mehr Renin ausgeschüttet, was
über eine Kettenreaktion einen Blutdruckanstieg bewirkt.
Allerdings kann ein chronischer Harnaufstau die Niere und ihre
Gefäße schädigen. Dann kommt es zu einer Niereninsuffizienz, im
schlimmsten Fall zu einem Nierenversagen. Die Schädigung der Niere
und die nachlassende Nierenfunktion können dann ebenfalls zu einem
Anstieg des Blutdrucks führen, da Salze nicht mehr hinreichend
mit dem Urin ausgeschieden werden können, im Körper Flüssigkeit
binden, was zu einem Anstieg des Flüssigkeitsvolumens (auch im
Gefäßsystem führt).
Auf jeden Fall sollte bei einem Harnaufstau ein Urologe zu Rate
gezogen werden, um bleibende gesundheitliche Schäden zu verhindern.