Hallo Gernot,
Das ist ganz eindeutig keine poitive Einschätzung. Und das
sind auch nicht einfach ein paar nichtssagende Zeilen.
Als solches hätte ich es verstanden, wenn er ihr einfach für
ihr Engagemanet im christlichen Sinne gedankt hätte oder so.
Aber er hat sich ganz eindeutig auf Harry Potter bezogen -
eindeutiger geht es gar nicht mehr.
Nun, Frau Kubys Buch geht allein um Harry Potter, selbstverständlich konnte er sich nur darauf beziehen, selbst wenn er HP nicht ausdrücklich erwähnt hätte.
Ich weiß nicht, was er wirklich glaubt. Ist mir auch egal.
Da sind wir uns absolut einig.
Erst hat er sich bei Frau Kuby eingeschleimt und ihr recht
gegeben. Und als die Truppe nun gemerkt hat, welchen Wind das
Ganze auslöst. wird dementiert, um sich wieder beim gemeinen
Volk einzuschleimen. So was ist unsauber.
Die Chronologie der Ereignisse ist schwer nachzuvollziehen.
In der einen Quelle liest es sich so, dass Ratzinger zuerst seine Äußerungen an Frau Kuby gemacht habe, und danach der Auftrag an Msgr. Fleetwood vom Päpstlichen Rat für die Kultur ging, das Phänomen Harry Potter zu untersuchen, der dann zu einem positiven Urteil gelangt sei.
Nach anderer Darstellung gab es überhaupt keine eigene Untersuchung zu Harry Potter, das ganze sei nur eine Frage am Rande der Untersuchung des New-Age-Phänomens allgemein gewesen. Ratzingers Äußerung wäre demnach nach dieser Untersuchung gefallen.
Was für mich bei der ganzen Sache hängenbleibt ist einfach, dass es auch im Vatikan keine eindeutige Haltung zu Harry Potter gibt, weder pro noch contra. Und dass Herrn Ratzingers Meinung zu den Büchern, die vermutlich ablehnend ist, einfach genau das ist: die Privatmeinung eines einzelnen gelehrten Herrn, die keinen Augenblick lang eine einheitliche Linie der katholischen Kirche in dieser Frage darstellt.
Damit kann ich leben.
Grüße
Wolfgang