hartlöten Schraube mit münze

Hallo zusammen bin neu in der Metallbearbeitung und bräuchte mal ein paar tips.
habe mich gestern wieder daran versucht eine münze mit einer Messingschraube zu verlöten habe mit extra einen Gasbrenner geholt der die nötige Hitze (A: 1250 C) entwickelt.
Wollte das ganze mit Messinglot oder Silberlot zusammenbringen hat aber nicht geklappt die Münze nimmt das Lot an aber die Schraube möchte wohl nicht. das lot ist fussmittelummantelt.

Wodran kann das denn nun liegen?

Es ist zu wenig Wärme da.
Welchen Brenner hast du?
Mit Auerstoff oder nur einbgasbrenner?
Der schafft kein Messinglot.
Du kannst nur mitr Silberlot am besten 610° Arbeitstemperatur Erfolg haben.
Bei Fragenb ruf einfach an.
03301538903 oder 01726663646
Gruß BertSchanner

Eingasbrenner hat aber ne arbeitstemparatur von 1250 grad ist mappgas also schon was womit ich messinglot hinbekomme aber es haftet nur an der münze aber nicht an der schraube.

Eingasbrenner mit 1250 Grad Arbeitstemperatur gibt es nicht!
Auch Mapp bringt nicht diese Temperatur ohne Sauerstoff.
Der dürfte maximal bei 900 ° liegen, das ist knapp mit Messinglot.
Und dann immerr abhängig von der größe des Werkstücks.
Silberlot!!!
Bert.

Hallo!
Sofern die Messingschraube aus echtem Messing ist, sollte das prinzipiell sogar sehr gut funktionieren.
Es ist darauf zu achten, dass sich auf der Schraube keine Oxidreste befinden (Schleifleinen, Schleifpapier etc.) und die Schraube peinlichst genau entfettet wird (Aceton –> Bremsenreiniger oder so). Wenns dann noch immer nicht geht, würd ich vorschlagen, ein extra Hartlotflussmittel zu kaufen. Gibts als Paste zum aufstreichen nach dem entfetten, dann kann sich keine neue Oxidschicht durch das erhitzen bilden. Die Ummantelung des Lots ist zwar eine Hilfe, haut aber nicht immer hin damit. Wenn du mit einem heißen Brenner auf die Stelle heizt, bildet sich eventuell eine Oxidschicht, der die Ummantelung des Lots nichts mehr anhaben kann.

MFG

Die häufigtsen Probleme gibt es im Bereich Oberflächenvorbereitung und Flußmittel.
Die Oberflächen müssen auf jedenfall blank und fettfrei sein, also am Besten etwas anschleifen mit Glaspaper oder ähnl.
dann muss das Flussmittel die Oberflächen von Anfang an gegen Oxidation schützen!
Mir ummantelten Lot ist das etwas schwierig, weil zunächst einmal die Teile ganz ohne Flussmittel erhitzt werden und dabei schon oxidieren.
Abhilfe: Man kann versuchen schon möglichst früh bei erster Erwärmung das Flussmittel auf den Verbindungsteilen zu verstreichen, besser aber: etwas Flussmittel abzukratzen , pulverisieren und mit etwas Wasser vermischen. Diese Paste dann auf die Lötstellen auftragen. Noch besser ist wenn du dir ein eigenes Flussmittel besorgst, und das aufträgst.
Mit Ummmantelten Loten zu arbeiten ist nach meiner Meinung ohnehin ungünstig, weil im Optimalfall das Flussmittel schon von Beginn an aufgebracht werden sollte , das Lot selbst aber erst ganz zum Schluss , wenn die Temparatur erreicht ist zugeführt wird. Beim Ummantelten Lot kommt das Flussmittel zu spät und das Lot zu früh.

Auch könnte es ein Temperaturproblem gegeben haben: Je nach Größe der Schraube wird die Münze viel schneller heiss (und kühlt auch schneller wieder ab) als die Schraube. Das heisst man sollte wohl zuerst die Flamme mehr auf die Schraube richten, dann erst die Münze miterwärmen, und darauf achten dass die Münze nicht wieder auskühlt.

Möglich ist auch, dass die Schraube nicht aus Messing ist, sondern nur vermessingt. Je nach Grundmaterial kann das Probleme machen.

noch etwas:
Messingteile oder Kupferlegierungen (Münze) mit Messinglot zu verlöten ist schon sehr anspruchsvoll.
Der Temperaturbereich in dem das Lot fliesst - das Messing aber noch nicht schmilzt, ist sehr schmal.
Besser erstmal mit Silberlot trainieren.
In der Praxis verwendet man Messinglot auf Messingteilen nur dann wenn man das Lot nicht sehen soll, z.B: Trompetenschallbecher. Überall sonst arbeitet man mit Silberlot, das bezüglich Festigkeit keine Nachteile hat.

Eine andere Frage ist die geeignete Gasflamme bzw. die Brennergröße.
NE-Metalle leiten bekanntlich die Wärme recht gut und schnell ab, das heisst man kann nicht punktuell nur an der Lötstelle erhitzen, man muss je nach Größe des Werkstücks fast das ganze Werkstück beinahe auf Arbeitstemperatur bringen. Mit einer kleinen spitzen Flamme tut man sich da oft schwer, selbst wenn die Flamme selbst heiss genug ist.
Propan mit Luftzufuhr funktioniert, aber nur wenn die Flamme relativ groß und breit ist („weiche Flamme“), Bei Propan mit Sauerstoff (harte Flamme)errreicht man die Arbeitstemperatur sehr schnell, man muss aber ständig über einen größeren Bereich hin und herstreichen sonst verbrennt einem nur das Werkstück an der Lötstelle.
Ich selber bevorzuge reines Azethylen (ohne Sauerstoff) mit unterschiedlich großen Brennerspitzen das ist ein guter Kompromiss zwischen ausreichend und schneller Wärmezufuhr und nicht zu harter Flamme.
Weiters empfiehlt sich das Werkstück in feuerfestes Material einzubetten/einzugraben damit die Wärme nicht zu schnell abgeleitet wird. Sehr gut eignen sich die Tonküglechen aus Blähton die man in jedem Blumen-und Garten-Geschäft bekommt ( gut trocknen, sonst explodieren sie) . Wenigstens sollte man eine Rückwand aus Schamottstein hinter dem Werkstück aufstellen.