Hartz IV

Hallo an die Experten/innen,

da ich mich gar nicht mit Hartz IV auskenne: Könntet Ihr bitte Eure Meinung/Ratschläge dazu äußern?

Folgendes angenommen:
Eine alleinerziehende Frau, Hartz-IV-Empfängerin, 2 Kinder, arbeitet. Sie kann aufgrund dessen nachmittags nicht immer bei den Kindern sein, die darum nicht betreut sind. Familie (wie Großeltern), die für sie die Betreuung übernehmen könnte, gibt es nicht.

Sie möchte ein (sehr schwieriges) Kind gerne in eine Nachmittagsgruppe geben. Das JA möchte, dass die Kinder anderweitig untergebracht werden (Pflegefamilie), vielleicht, weil die Frau gesundheitlich (stark) angegriffen war und ist.

Hätte diese Frau Möglichkeiten, ihre Arbeit aufzugeben und stattdessen nachmittags bei den Kindern zu sein?

MfG - iceage

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puh, das ist immer eine einzelfallentscheidung…

aber ich hatte eine azubine, bei der hat das JA drauf bestanden, dass sie die ausbildung abbricht und mit dem kind zusammen therapie macht… und das JA hat das gegenüber der arge durchgesetzt…

sie müsste das JA auf ihre seite rüberziehen…

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Danke für Deine Antwort!

Ja, letztlich kommt es ja immer auf den Einzelfall an?

Sie müsste also glaubhaft machen, dass sie in der Lage ist, ihre Kinder „angemessen“ zu erziehen. Dann würde das JA ihr u. U. helfen, einer Arbeit nicht mehr nachgehen zu müssen?
– wenn es geht – funktionieren?

MfG - iceage

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Hallo,
entgegen zu meiner Vorposterin würde ich der Alleinerziehenden keine Hoffnung machen.
In dem geschilderten Fall wurden Mutter und Kind stationär untergebracht.
Damit mußte die ARGE keine Leistungen mehr erbringen.Gezahlt wird das dann vom JA da die Mutter hier wahrscheinlich noch Jugendliche war.
Wenn die ARGE nicht zahlen muß, ist es der ARGE egal was die Mutter macht.

In dem vorliegenden Fall kann ich nur sagen, wenn die Mutter dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht bzw stehen kann gibt´s auch kein ALG II.
Punkt.
Die Mutter hier scheint mir keine minderjährige Jugendliche mehr zu sein. Damit kann auch das JA keine Leistungen erbringen.
Damit ist so eine Regelung hier kaum möglich.

Möglich wäre z. B. eine qualifizierte Tagespflege, d. h. die Kinder kommen ganztags zur Pflegemutter und werden von der Kindsmutter abends wieder abgeholt.
Liegt aber im Ermessen des Jugendamtes und ob überhaupt eine entsprechende Pflegestelle vorhanden ist.

Das Jugendamt ist qualifiziert genug um abschätzen zu können ob eine Nachmittagsgruppe für das „schwierige“ Kind ausreicht oder ob dieses Kind intensivere (Einzel-)Betreuung durch eine qualifizierte Pflegemutter braucht.

Vielleicht ist ja dieses Kind gerade wegen der belasteten Mutter so „schwierig“. Die gesundheitliche und seelische Verfassung der Mutter hat immer Auswirkungen auf die Kinder.
Manchmal werden die Kinder „schwierig“, manchmal ziehen sie sich in ihre Schneckenhäuser zurück und werden still, beides ist nicht gut.

Vor einer „Entfremdung“ durch den Aufenthalt bei einer Pflegemutter braucht man keine Angst haben.
Kinder können in jedem Alter sehr gut zwischen Betreuer und Eltern unterscheiden.

grüße
dragonkidd

Hallo

In dem vorliegenden Fall kann ich nur sagen, wenn die Mutter
dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht bzw stehen kann
gibt´s auch kein ALG II.
Punkt.

Trotz Punkt stimmt es aber nicht. ALG II ist nicht ALG I. Da ist das etwas anders geregelt.
Erstens muss man da nur mindestens 3 Stunden täglich arbeiten können, und da gilt eine Arbeit unzumutbar, wenn sie nicht mit der Kindeserziehung (oder der Pflege eines Angehörigen) vereinbart werden kann.

Wenn das Jugendamt da allerdings irgendeine Unterbringung organisiert und die für gut erklärt, dann könnte das Probleme geben.

Das Jugendamt ist qualifiziert genug um abschätzen zu können
ob eine Nachmittagsgruppe für das „schwierige“ Kind ausreicht …

Das würde ich nicht so einfach behaupten, das kommt nämlich drauf an.
Vor allem haben viele Jugendämter überhaupt keine Zeit, sich ein richtiges Bild von einem Fall zu machen und aufgrund dessen eine qualifizierte Entscheidung zu treffen.

Vor allem glaube ich auch nicht daran, dass die Kräfte (Tagesmütter), die dem Jugendamt da zur Verfügung stehen, immer besonders gut sind. Wer macht denn sowas? Das ist ein ganz verantwortungsvoller und anstrengender Job, und wird doch nur ganz schlecht bezahlt.

Vielleicht ist ja dieses Kind gerade wegen der belasteten
Mutter so „schwierig“.

Das wird da oft schnell dahingesagt. Vielleicht ist die Mutter aber auch nur so stark belastet, weil sie da trotz ihrer Kinder noch nachmittags arbeiten soll.

Die gesundheitliche und seelische Verfassung der Mutter hat immer Auswirkungen auf die Kinder.

Genau, und deswegen sollte die Mutter mal besser unterstützt als noch weiter geschwächt werden.

Viele Grüße
Simsy

bitte, so sehe ich es zumindest…

aber es ist sicher, dass das JA der ARGE auf die füße treten kann und sagen kann, dass ganztags für das kind (und die mutter) nicht zumutbar ist…

wie massiv die probs dabei sein müssen, weiß ich leider nicht…
ich denke, das hängt extrem vom persönlichen empfinden der beiden sachbearbeiter ab…

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