Hi!
das @ stellt für mich im übrigen auch eine direkte Ansprache
dar, und wird von einigen auch als Hallo akzeptiert. Darum war
mir nicht bewusst, dass ihrdas als unhöflich einstuft.
Hatte ich das?
Empfindest Du es als unhöflich, dass ich mich eingemischt habe?
Was lässt Leute wie euch denn immer zu so lapidaren
Äußerungen, such dir doch nen Job, hinreißen?
In meinem Fall sind es meine Sozialabgaben.
Ok, für deine Leistung erhälst du dann im Falle eines
„Supergaues“ Leistungen wie z.B. Alo, Sozi.
Richtig. Allerdings wäre das Geld besser auf einem privaten Fonds aufgehoben. Die Rendite der AL-Versicherung ist äußerst schlecht…
Man füttert zu viele Unwillige. Wenn es nur um die Absicherung des „Supergaus“ ginge, wären die Kosten vielleicht bei 1/4 und akzeptabel.
Die soziale Hängematte in D ist zu bequem, der Druck muss viel höher werden, seinen Hintern zu bewegen.
Wer mit Hartz 4 noch gemütlich sein Häuschen abbezahlen kann, ist wohl kaum motiviert, sich republikweit einen Job zu suchen.
Als AG kalkulierst du diese Leistungen, die du ja dann „für
andere erbringst“ in deine Lohnkalkulation ein, bzw. erbringt
der AN hierfür ja Arbeitsleistung, die dir wiederum Einkommen
bringt, um dich selbst zu versorgen und den Arbeitsplatz
hoffentlich erhalten zu können.
Richtig.
Was hierbei nur vergessen wird ist, dass der deutsche AG zusehends diese Kosten international vergleicht…
Warum scheint immer unterstellt zu werden, dass die
Arbeitslosen keinen Job suchen und es toll finden, Alo zu
sein?
Das habe ich nicht unterstellt.
Warum sagst du dann „Such dir doch einen Job“, wenn du ohnehin
unterstellst sie tut das? Das ist doch irgendwie unlogisch
oder?
Ich bitte darum, den Text genau zu lesen.
Es gin um folgendes: „…dass die Arbeitslosen keinen Job suchen…“.
„Die“ ist allgemein auif alle Arbeitslosen bezogen, und das stimmt nicht.
Unser 22-jähriges Beispiel allerdings braucht in der Tat einen kräftigen Tritt in den Hintern.
Alles klar?
Warum müssen diese Aüßerungen den Anschein erwecken ihr denkt
die Leute sind zu faul zu arbeiten?
Auch das habe ich nicht gesagt.
Ich relativierte dies auch durch „anschein“ erwecken, um dir
nichts zu unterstellen, sondern zum Ausdruck zu bringen, wie
ich derlei Äußerungen interpretiere.
Das ist Dein gutes Recht. Bei der Interpretattion ist es jedoch sehr wichtig, den Ausgangstext genau gelesen zu haben.
Auch bei diesem Satz handelt es sich um eine massive Verallgemeinerung, daher habe ich die Interpretation abgelehnt.
Um zu unserer 22-jährigen zurückzukommen, unterstelle ich sehr wohl, dass sie „zu faul zu arbeiten“ ist.
Sie müsste halt ggf. umziehen. Und? Das musste ich in den letzten 10 Jahren 8 mal.
Wer jedoch unter 30 und gesund ist und nicht arbeitet, macht
etwas falsch. Dazu stehe ich.
Interessant. Warum finden dann viele Jugendlichen keinen
Ausbildungsplatz?
Weil sie unflexibel oder unsagbar schlecht ausgebildet sind.
In diesem Alöter kann man beides jedoch noch ändern.
Wenn ich richtig beobachtet habe bist du AG.
Nein, ich bin ein sog. „leitender Angestellter“.
Es gibt viele
Gründe, dass Unternehmen nicht expandieren können und keine
Arbeitsplätze schaffen können. Daher bin ich mir da nicht so
sicher, ob der Arbeitsmarkt für JEDEN unter 30 einen Job hat.
Ich bin mir sehr sicher, dass das Arbeitsamt BESTIMMT NICHT für jeden unter 30 einen Job hat. Wie auch?
Man muss schon selbst suchen, auf Firmen zugehen, Weiterbildungsangebote sondieren und sich somit interessant für den Arbeitsmarkt machen. Es ist noch nicht der Job des Arbeitsamtes oder gar der Gesellschaft, einem jungen Menschen einen Lebensplan vorzudenken.
Findet doch einen Job für die faulen Sozialschmarotzer, denn
es ist ja so easy.
Die Jobs liegen massenweise auf der Straße nur keiner will sie
haben.
So ist es.
Aha? Und davon bist du überzeugt? Dann wünsche ich dir und
deinen AN wirklich, dass deine Firma noch lange besteht.
Ich wünsche uns das auch. Danke Dir.
Oft muss man sich den Job allerdings schaffen. Nur warten, bis
einem ein Job vor die Tür getragen wird, dürfte in vielen
Ecken Deutschlands nicht (mehr) erfolgversprechend sein.
Die Ich-AGs schießen aus dem Boden. Da offensichtlich mehr
produziert wird, als abgesetzt werden kann, haben wir ja u.a.
diese Massenentlassungen.
Es wird keineswegs „mehr produziert, als abgesetzt werden kann“.
Es wird nur zuviel Geld in Bereiche ohne ROI investiert und dem Bürger zu viel genommen und in den Umverteilungstopf gesteckt.
Dienstleistungssektor ist auch
überlaufen und leisten können sich diese auch nur wenige.
Genau hier liegt der Denkfehler.
Die Leute müssen immer mehr arbeiten, die Zeiten der 35-Stunden-Woche sind vorbei, s. Opel, VW, Mercedes.
Daher werden sie einige Tätigkeiten outsourcen müssen, was dem Dienstleistungssektor wiederum Jobs bringt.
Ferner kommen ja mit der EU und deren Erweiterung neue Kundenkreise hinzu.
Bislang setzen südtiroler Handwerker in Süddeutschland ihre Dienstleistungen reissend ab.
Deutsche könnten das umgekehrt auch, wenn sie nur ihren Arsch bewegen würden.
Dumm auch, dass es auch Leute gibt, denen der Horizont, die
Ausbildung, der Intellekt usw. dazu fehlt.
Dann werden sie sich um die EWrweiterung ihres Horizontes bemühen müssen, oder unter die Räder kommen.
Deutschland ist keine Arbeitergesellschaft mehr. In einem derart teuren Land kann man nicht mehr sinnvoll eine Massenproduktion aufziehen.
Daher ist Bildung und Wissen in Deutschland wichtiger denn je.
Aber so ist das. Stell dir mal vor alle wären so, wie du es
forderst, schaffen Arbeit und werden so erfolgreich, oder noch
erfolgreicher wie du?
Das ist leicht. Ich bin kein Überflieger, da mir mein privater Bereich aktuell noch etwas zu wichtig ist, um richtig nach oben zu kommen.
Das wären dann Mitbewerber, die dein Geschäft vielleicht
ausbooten könnten. Und schwupps, hast du noch! größere!
Probleme deinen Arbeitsplatz und die deiner AN erhalten zu
können. Was nur, wenn du dann Alo würdest?
Dann habe ich ein Jahr Zeit, mir einen neuen Job zu suchen.
Ist doch bequem in Deutschland. 60% meines aktuellen nettoeinkommens reicht mir auch locker aus.
Schöne sch… denn als Unternehmer hängt man dann da und muss
erst mal alles Ersparte aufbrauchen weil man keine Alo
bekommt.
Ich weiss nichtr, wie das einem Unternehmer geht, kann mir aber folgendes vorstellen:
er hat, da er ja das Risisko eingegangen und sein Geld in ein Unternehmen gesteckt hat und Arbeitsplätze geschaffen hat, nichts in die Sozialversicherung einbezahlt, und steht somit sofort vor dem Aus.
Sein Haus und sein Erspartes gehören sowieso schon der Bank, er rutscht also direkt in Hartz 4.
Ach Quatsch was red ich da!! Jobs sind doch genug da.
Genau das.
Oder macht doch ne Arbeitsvermittlung auf!!
Ich schaffe lieber Jobs.
Das finde ich klasse! Davon müsste es mehrere geben, und
dennoch gibt es eben definitiv mehr Arbeitsuchende als
Arbeitsplätze.
Bei statischer Bewtrachtung ja.
Ich habe nun versucht, Dir eine dynamische Betrachtung der Situation näher zu bringen, was offenbar gescheitert ist.
Darum finde ich deine Ansichten argumentativ sehr wacklig.
Dito, mein Freund. Damit haben wir, ganz nebenbei, das gesamtdeutsche Problem erkannt.
Bei so vielen Stellen könntet ihr dem Staat gute Dienste
leisten und jede Menge Arbeitslose in Arbeit bringen.
Müsste ich den Staat nicht für seine ineffektive
Dienstleistung bezahlen, würde ich mehr investieren können, um
Jobs zu schaffen.
Das trifft für Klein- und Mittelgroße Betriebe in der Tat zu.
Bei dir habe ich aber den Eindruck, dass du die Wut darüber
auf die Alos überträgst, für mein Empfinden dazu neigst, viele
pauschal als unwillig bezeichnest, statt das System, bzw. die
Politik zu kritisieren.
Ich habe keine Wut. Ferner kritisiere ich die Politik sehr aktiv, wie man auch hier im FOrum nachlesen kann…
Das ist, was ich bei einem Mann, der genug intellekt besitzt
Arbeitsplätze zu schaffen, nicht verstehe. Da fehlt mir die
Differenzierung. Die Fakten, dass zu wenig Arbeitsplätze da
sind werden ignoriert.
Da es kein Fakt ist. Fakt ist höchstens, dass man in diesem Land eine neue Einstellung zu Arbeit entwickeln muss, denn die tradierten Lehren der Verteilung der Arbeitsplätze und der Arbeitskämpfe sind überholt.
Oh, sorry - ich habe vergessen - es will ja keiner arbeiten.
Falsch. Viele jedoch wollen es nicht.
Mensch Leuts denkt doch mal ein bisschen hinter die Kulissen
und holt Infos ein, um euch eure Meinung zu bilden.
Nichts anderes mache ich.
Ich lebe allerdings in der Wirklichkeit und sehe, was für
Soezis sich auf ausgeschriebene Jobs bewerben, weil sie müssen
und sich eigentlich nur den Stemepl abholen wollen.
Diese 1 Mio. könnte man wunderbar einsetzen, allerdings wäre
hier mehr Motivation durch Druck nötig.
Warum dann so pauschalierte und undifferenzierte
Stellungnahmen?
Wenigstens habe ich eine Zahl genannt…
Grüße,
Mathias