Haschischpfeife gefunden

Hallo Leute, ich habe beim Renovieren des Zimmers von meinem 14 Jahre alten Sohn eine benutzte Haschpfeife gefunden. Was soll ich jetzt tun, damit ich nicht falsch darauf reagiere. So zu tun, als wüßte ich von nichts, mag ich aber auch nicht. Ich habe Angst um ihn, ich hoffe, er fällt nicht in diese Situation weiter ab. Hilfe!!! Gruß Iris

Hi Iris,
ich kann Dich gut verstehen, aber bitte jetzt bloss ruhig bleiben. Sprich Deinen Sohn doch einfach mal an und frage, woher er sie hat und was er damit will. Vielleicht „sammelt“ er sie ja nur zum Spass. Mach ihm bloss keine Vorwürfe, sonst wendet er sich von Dir ab. Ich weiss, es ist schwer, aber halte Dich im Hintergrund und beobachte ihn. Er macht vielleicht nur eine „Phase“ durch. Ich wünsche Dir viel Glück.
Liebe Grüsse
Belle

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Keine Panik!!

Hallo Raecke!

Das, was ich bei der Situation bedenklich finde, ist das Alter Deines Sohnes… nun ja, auch ich mache gerade meine Erfahrungen mit einer Tochter, die mit 10 schon pupertiert wie blöd…
Wichtig finde ich, daß Du Dir klar machst, daß die Bedrohung nicht unbedingt vom Haschisch ausgeht, sondern von der Szene, in der man es bezieht.Das deutsche Gesetz stellt Haschisch (Cannabis, Dope, Shit) mit „harten“ Drogen wie Heroin, Kokain und anderen gleich, also vermischen sich die Märkte, will heißen, wo Du Hasch kaufen kannst, bekommst Du u.U. auch Heroin. Wenn Dein Sohn sich also in diesen Kreisen aufhält, ist die Gefahr groß, an andere Drogen zu kommen… ich würde mich zunächst, wie meine Vorrednerin sagte, mal zwqanglos erkundigen, was das denn ist und wo er es her hat. Laß Dich im Zweifelsfalle sogar in den Gebrauch einweisen! (Nein, Du sollst nicht rauchen, aber eben Interesse zeigen) Dein Sohn wird schockiert sein, weil Du so „cool“ reagierst. Über diese Unterhaltung kannst Du vielleicht etwas über die „Szene“ in Erfahrung bringen, also, wer nimmt es, wo kauft man es, wer macht mit und so weiter. Dann ist sicherlich Kreativität gefragt. Mit 14 ist rauchen schon (obwohl in keinem Alter gesund) eine ziemlich schlimme Kiste. Vielleicht solltest Du mit ihm darüber reden, daß rauchen die schlimmere Sucht ist und Du es traurig findest, wenn er raucht, denn was er vielleicht jetzt noch gar nicht überblickt, Sport zu treiben und rauchen wird nach ein paar Jahren zur Qual (man hustet Bröckchen…). Dann fragen, was er am Rauchen von Haschisch gut findet, und was ihm daran nicht gefällt. Arbeite mit dem, was er Dir dann erzählt, tu es aber so, daß er zunächst nicht mitkriegt, daß Du einen Feldzug führst, sondern Du interessierst Dich eben, gell? Stell die von ihm selbst genannten Nachteile heraus, heuchle Verständnis für die Schwierigkeiten, die man beim Drogenkonsum hat, (nenn es immer „Drogen“, verniedliche nicht und sag ihm knallhart, Drogen sind Drogen, Du würdest damit keine Abwertung vornehmen wollen, sondern die Dinge einfach nur „Wertfrei“ beim Namen nennen) und bring ihn an den Punkt, wo er sich vielleicht fragt, warum er es denn überhaupt macht, wenn es auch Nachteile gibt?!
Aber vor allem, gerate nicht in Panik! Die Bedrohung für die körperliche Gesundheit Deines Sohnes sind beim Rauchen von Haschisch nicht größer, als die Gefahren beim Rauchen allgemein.Körperliche Abhängigkeit ist nicht zu erwarten, lediglich der Gruppenzwang kann zu einer Art „sozialen Abhängigkeit“ führen. Laß Dir Zeit, Deinen Kampf zu führen, leg das Brecheisen weg und bewahre einen kühlen Kopf.

Viel Glück
Jutta

Hallo,

also, was Jutta so erzaehlt, erinnert mich doch eher an all die Vorurteile und Horrorvorstellungen, irgendwann demnaechst endet dein Sohn auf einem Bahnhofsklo…

Hasch und harte Drogen haben nicht immer miteinander zu tun.
Auch macht Hasch koerperlich fast nie abhaengig. Haschdealer sind meist eher Freunde und Bekannte.
Generell gesagt sind Kiffer auch eher entspannte Leute, die nicht so auf Koka oder Extasy stehen.

Ich denke, es kommt am meisten auf Dein Verhaeltnis zu deinem Kind an.
Offenheit?Verstaendnis?Geborgenheit?
Wenn Du Deinem Sohn eine gewisse Vernunft antrainiert hast, dann wird er in der Lage sein, seine eigenen Grenzen selbst zu finden.
Vielleicht wird er auch mal mehr ausprobieren, als dir lieb ist.
ABER EINE STARKE PERSÖNLICHKEIT BRAUCHT KEINE DROGEN!!!

Denke bitte immer daran, dass nicht Drogen das Problem sind, sondern SUCHT/ABHÄNGIGKEIT.

Du trinkst doch auch mal n Bier oder n Wein, genauso rauchen zB orientalen mal n joint.

am besten ist, du informierst dich umfassend, zb die WEltges. organisation hat auch mal was ueber Hasch veroeffentlicht.

viel glueck, andromeda

Hi jutta,

drogen kommt von dröge, das heisst getrocknet.

drogen sind materialien.

Verhaengnisvoll ist aber nur die sucht, den genuss einer droge und abhaengigkeit liegen weiter auseinander, als du denkst.
Vernuenftige menschen koennen sich auch mit drogen konfrontieren, weil sie stark genug sind, die sucht zu vermeiden.

denk bitte mal eine halbe stunde ueber das wesen von cigaretten nach, ueber ihren sinn, ihre akzeptanz usw. oder alkohol, der so grosse schaeden (fin./sozial) anrichtet.

verstehst du jetzt meine position, mit den worten von paracelsus:

Es ist nicht die Substanz, die das Gift macht, sondern die Dosis.

Schoene Gruesse andromeda

Hi Andromeda,

Hasch und harte Drogen haben nicht immer
miteinander zu tun.

Das stimmt. Nicht jeder muß bei einer Mischquelle kaufen. Die meisten haben doch ihre Freunde oder Verbindungen, die irgendwo ein paar Pflanzen ziehen.

Auch macht Hasch koerperlich fast nie
abhaengig.

Also es bleibt zumindestens nicht ohne Reaktionen. Die meisten Leute, die ich kenne, bekommen nach dem Kiffen Heißhunger, bei manchen ist die Lust gedämpft. Es ist mir auch aufgefallen (bei 2 Freundinnen), daß sich Kiffen mit Alkoholkonsum nicht unbedingt verträglich sind. Der einen wird dann superschlecht und die andere bekommt eine Laune und verändert ihren Charakter ins Negative - auch noch ein zwei Tage danach. Das sind aber nur zwei von mehreren, die ich kenne.

Auf alle Fälle bleiben die toxischen Stoffe länger im Körper als z.B. Alkohol. Es dauert ca. 3 Wochen nach einmaligem Canabiskonsum bis nichts mehr nachzuweisen ist. Deshalb darf man auch eigentlich laut Prüfungsbögen bei der Führerscheinsprüfung 3 Wochen nicht Autofahren. Außerdem darf man erst Blutspenden, wenn man 1 Jahr nicht gekifft hat.

Da ich selbst noch nie gekifft habe, kann ich jetzt nicht sagen, ob ein Haschkonsum intensiver ist als Marihuana zu rauchen (beides ja aus der Canabispflanze). Vielleicht kannst du mich da aufklären, Andromeda?

Gruß, Faten

Hallo Andromeda,
kann es sein, daß Du mein Posting nicht richtig gelesen hast? Ich meine, klang ich wirklich so dramatisch? Was mich ein wenig besorgt gemacht hat war die Tatsache, daß der gute Sohnemann erst 14 ist und es in diesem Alter meistens furchtbar „uncool“ ist, mit den Eltern ein gutes Verhältnis zu haben. Das macht die Annährerungsversuche der besorgten Mutter nicht gerade leicht. Ich stehe nach wie vor zu meiner Aussage, daß durch die deutsche (bekloppte) Gesetzgebung die Märkte für weiche und harte Drogen vermischt sind, was nicht (man bemerke mein u.U. an dieser Stelle meines Postings) bedeutet, daß jeder, der Cannabis kauft, im Bauchladen des Dealers auch gleich ein wenig Heroin für den Heimweg erstehen kann. Ich persönlich stehe auf dem Standpunkt daß ein vernünftiger Umgang mit Cannabis dem Konsum von Alkohol immer vorzuziehen ist, bei beidem wäre es aber wünschenswert, wenn der Erstkonsument ein gewisses Alter bereits erreicht hat, verstehst Du jetzt, was ich meine?

Jutta

Hi Jutta,

ok., ich glaube, ich habe doch nicht so genau hingeguckt wie ich es eigentlich haette tun sollen, sorry for that, aber so wie Du es mir jetzt dargelegt hast, teilen wir anscheinend einen aehnlichen Standpunkt.
Es ist schon richtig was Du sagst, mit dem Alter, aber genau deswegen denke ich halt auch, dass die Staerke der Persoenlichkeit des Kindes halt das wichtige ist, ob es in der Lage ist, vielleicht auch durch Gefahrensituation seine Grenzen scih selbst setzen zu koennen.

Aber Du hast schon recht, dass ich mich doch zu sehr auf einen Stelle deiner Antwort bezogen habe.

Gruss, andromeda

Also, ich würd mich auch nicht verrückt machen. Ich hab das schon 3 x mitgemacht. Alle wollten sie nur angeben oder mal sehen, ab welchem Punkt man Muttern provozieren kann. Hat sich bei allen von selbst gelegt, nachdem ich es nicht interessant gefunden habe. Allerdings hab ich schon in einem Nebensatz erwähnt, dass ich davon weiß.
Gisela

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Hi Iris,

Etwas zu wissen und nicht darüber reden würde deine Beziehung zu deinem Sohn erheblich belasten.

Wenn du mit ihm sprichst, sag ihm wie du die Pfeife gefunden hast, teile ihm deine Ängste, deine Unsicherheit und Sorgen mit.

Mache ihm gänzlich klar was geht und was nicht geht!

Mit erhobenem Zeigefinger und Verteuflung der Drogen wirst du sicher nicht allzuvieles erreichen, eher das Gegenteil wird der Fall sein.

Harald

Hallo !

Bist Du nicht mal auf den Gedanken gekommen das ein Bekannter diese bei ihm liegen gelassen hat ?

Könnte es möglich sein das er einfach nur Taback geraucht hat ?

Ich würde egal ob Du ein gutes oder weniger gutes Verhältnis zu Deinen Sohn hast…ihn darauf ansprechen. Leg das Ding doch einfach mal auf dem Tisch uns laß ihn erklären was das ist. Aber mal gaaaanz ehrlich…wenn ich eine Haschischpfeife hätte und sie verloren hätte…würde ich sie suchen bis ich sie gefunden habe.

Gruß Thomas

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