Hasen Garen: lang und mit kleinen Temperaturen

Hallo,

es gibt z. Zt. enen Trend Fleisch lang und bei rel. niedrigen Temperaturen (60-80 °C) zu garen:
z.B. hab ich in einer Zeitung gelesen
Rindfleisch (Nacken):
18 h 80 °C
36 h 60 °C

Wie nennt man dieses Verfahren (ich will googeln) und welche Zeiten würdet ihr für Kaninchenfleisch (Schenkel, Blatt, Schulter) tippen anvisieren?

Ciao maxet.

Wie nennt man dieses Verfahren

Niedriggarmethode
Gruß,
Anja

Wie nennt man dieses Verfahren

Niedriggarmethode

Danke !

Ciao maxet

Hi,

ich würde es eher Niedrigtemperaturmethode nennen (es wird ja nicht niedriger
gegart, das Stück ist am Ende gleich gar - nur geschieht das bei niedrigeren
Temperaturen).
Unter diesem Begriff wirst Du sicher auch eher fündig.
Ciao
Bolo2L

Hi,

Nein, die Methode heisst tatsächlich NIEDERGAR(-METHODE) (ohne Temparatur).

Gruss, Simon

Niedrigtemperaturmethode
Hallo Simon,

Nein, die Methode heisst tatsächlich NIEDERGAR(-METHODE) (ohne
Temparatur).

warum bringt google dann bei Niedrigtemperaturmethode 27 Treffer und bei
Niedriggarmethode nur 2??

Ciao
Bolo2L

Hallo,

klassisch spricht man von der 80°-Methode, die insbesondere seit Siebecks Roastbeef mit Rotisseursenf wieder groß in Mode ist. Hintergrund ist der, dass das Garen, also die Denaturierung der Eiweisbestandteile ab ca. 70° stattfindet, Wasser aber erst bei 100° verdampft. D.h. wenn Du eine Temperatur zwischen 70° und 100° wählst, bleibt das Fleisch schön saftig, weil es eben kaum Feuchtigkeit verliert. Ich bin ein großer Freund dieser Methode und habe garade gestern mal wieder Gäste mit einem Rinderfilet analog zum Siebeck-Rezept verwöhnt.

D.h. aber auch, dass natürlich ein 60°-Rezept eher wenig Sinn macht.

Gruß vom Wiz

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hi wiz,

heston blumenthal pochiert aber ein rumpsteak 2,5h bei 60°C und bräunt es anschließend unter dem grill!
und der gehört nicht umsonst zu den top3 der köche in großbritannien.
der blumenthal, nicht der grill.
strubbel
B:open_mouth:)

Hallöle!
Also, bei mir heißt es Niedrigtemperaturgaren.
Ich habe schon mehrere Braten auf diese Weise gemacht, z.B. Schweinebraten, Kaninchen (aber ganz) oder Lammkeule, und alle sind ganz prima geworden.
Das Fleisch wird zuerst in einem Bräter in heißem Fett rundum scharf angebraten, dann kommen nach Wunsch kleingeschnittenes Suppengemüse, Gewürze und Kräuter dazu und dann wird der Braten ohne Deckel bei 80 °C für ca. 8 Stunden in den Ofen geschoben. Nach der Hälfte der Zeit kann man ihn dann umdrehen. Die Methode soll für alle Fleischsorten über 1 kg geeignet sein.
Nach dem Braten kann man den Fond mit Wasser, Wein, Bier oder was auch immer dazu paßt ablöschen und loskochen und kann daraus ein feines Sößle machen.
Neu ist die Methode übrigens nicht. Mein Vater hat erzählt, daß seine Mutter immer Samstag abends den Braten in den Ofen geschoben hat, und Sonntag mittags nach der Kirche war er fertig, ohne daß man sich groß drum kümmern mußte.
Grüßle
Regina