Lieber drambeldier,
„Koriander, geschroten“. Das klingt wunderbar bescheuert,
ist aber falsch. Da hat einer nicht bedacht und beachtet, dass „schroten“ kein unregelmäßiges Verb ist.
Bei den unregelmäßigen Verben wird das Partizip II mit dem
Präffix (der Vorsilbe) „ge-“, dem meist mit Vokalveränderung gebildeten Wortstamm der Vergangenheit in der Mitte, und dem Suffix (der Nachsilbe) „-en“ gebildet.
Beispiel:
gehen, Wortstamm: geh-, Wortstämme der Vergangenheit: „ging“ und „gang“; also: ge- -gang- -en.
„schroten“ ist ein regelmäßiges Verb. Diese bilden das Partizip II durch die Vorsilbe: „ge-“, den unveränderten Wortstamm und die Nachsilbe -(e)t".
Also:
schroten, Wortstamm schrot- => ge- -schrot- -et.
Es gibt nur etwa 300 unregelmäßige Verben und man kann beobachten, dass in den letzten Jahrhunderten diese eine Tendenz zur Regelmäßigkeit zeigen.
In älteren Texten kann man noch Formen: „buk“ für „backte“, „frug“ für „fragte“ finden.
Von der Logik her ist doch an
„Hast Du zur Nacht gebeten, Desdemona?“ nichts auszusetzen -
oder doch?
Von der Logik vielleicht nicht, aber von der Grammatik her. Den „gebeten“ kommt von „bitten“ und nicht von „beten“.
Das ist aber auch eine vertrackte Gruppe: bieten, beten, bitten, betten.
Gruß Fritz
Damit hätte ich heute schon einiges gearbeitet, oder nicht?