Hast du was Schatz?

Hallo infinity,

bei Durchsicht der Antworten kam mir nur eins in den Sinn: wenn du das alles könntest (Forderungen stellen, Druck machen etc.)!! wärst du ja nicht da, wo du jetzt bist. Das erfordert viel Kraft und Überwindung, besonders für einen Menschen, der sehr hilfsbereit ist und die Harmonie sucht. Wie willst du dich wehren, wenn der andere das einfach ignoriert und dir immer das Gefühl gibt, du seist nur zickig, überempfindlich? Wenn er nicht bereit ist, überhaupt etwas zu ändern? Da sitzt man schnell in der Falle!

Jeder hat sein eigenes Strickmuster und seine Art, sich zu wehren. Ich glaube, derzeit ist von dir nicht mehr viel übrig, du bist ausgebrannt und leer. Also geht es in erster Linie darum, wie du wieder zu Kräften kommst. Nur dann hast du auch den Abstand und kannst dich wehren. Du wolltest/willst? dass er sich wohlfühlt. Aber eigentlich hast du es doch schon längst dauerhaft übernommen, alle seine Probleme zu lösen. Du hast nicht nur die volle Verantwortung für ihn übernommen, sondern als einzigen Lebensinhalt alles FÜR IHN bequem und angenehm zu gestalten. Du zerbrichst dir pausenlos SEINEN Kopf. Er konsumiert -

Ich will damit sagen, es kommt nichts zurück. Er versteht dich nicht, hat keinen Respekt vor dir und bräuchte mehr Druck, als du aufbringen kannst und WILLST. Wer weiss, wie das früher bei ihm zu Hause lief, er ist jedenfalls kein Partner für dich. Was soll passieren, wenn du mal auf der Nase liegst? Das ist keine Basis für ein gemeinsames Leben, wenn einer sich nur zurücklehnt und der andere die Rikscha zieht.

Hast du schon mal überlegt, ob das nicht auch passiver Widerstand von seiner Seite aus ist? Dass er es darauf anlegt, rauszufliegen, nur zu feige/bequem ist, den ersten Schritt zu tun? Was kommt als Nächstes? Eine Freundin? Wie ist denn sein Selbstbild? Wo ist sein Stolz? Er fühlt sich vielleicht sogar gegängelt und wird es auf die Spitze treiben.

Krieg an allen Fronten wäre nichts für mich. Die Arbeiten nicht mehr zu erledigen, ist keine Lösung. Er wird sicher mehr Dreck und Unordnung ertragen, als du. Das ist nicht SEINE Sache! und fällt auf dich zurück. Du wirst dich noch unwohler fühlen, noch mehr innerlich aufregen. Ich würde versuchen, zu allererst selbst wieder auf die Beine zu kommen. Was ist dir wichtig? Die Idee mit deiner Freundin weg zu fahren ist schon mal was. Tu etwas, was du schon ganz lange tun wolltest. Damit kommt der Abstand, du siehst ihn distanzierter und erkennst Zusammenhänge, die dir so verborgen bleiben. Du bist wütend, aber noch nicht wütend genug. Du zerbrichst dir den Kopf, was aus ihm wird. bist auf ihn fixiert. Ziehe eine Grenze! Jetzt bis DU wichtig. Um ihn musst du dir keine Sorgen machen. Noch hat er einen Job und ein Einkommen! Schließlich ist es auch für ihn nicht gut, wie es derzeit läuft. Man könnte sich durchaus vorstellen, dass er kündigt oder gekündigt wird und Arbeitslos wird. Und dann? Hast du - entschuldige - eine Laus im Pelz. Klingt unfreundlich, aber genau das Bild kam mir in den Sinn.
Ein neues Jahr beginnt - es könnte dein Jahr werden!
Kopf hoch, richte dich auf, mach dich groß und geh deinen Weg. Sieh dich mit offenen Augen um. Es gibt noch mehr zu entdecken!

-))

Truxalis

Hallo Nina,

ich wundere mich ein bisschen, dass du nur wenig aus den Antworten ziehen kannst. Sicherlich gibt es selten die eine richtige Antwort aber oft gute Ansätze in vielen gut gemeinten Antworten und letztendlich werden Probleme in Foren nur unterschiedlich interpretiert bzw. analysiert.

So richtig „harte“ Antworten finde ich sind selten dabei aber hin und wieder bedarf es auch genau dieser.

Nehmen wir mal deinen Satz von oben:

Ich habe nicht untätig zugesehen wie das alles mit mir passiert so wie einige es darstellen. Immer wieder Stundenlange ehrliche Gespräche, die anfangs sehr gefruchtet haben, jetzt kaum noch.

Für mich lesen sich deine Artikel nicht so als hätten die Gespräche je gefruchtet und eine Änderung die nicht von einem selbst ausgeht ist meistens nicht von Dauer. Wenn du mich fragst hat dein Freund dich nie wirklich verstanden sondern eher männertypisch ja und amen gesagt damit du/er seine Ruhe hat.

Anyway, ich will dich auf keinen Fall verletzen aber für mich stecken in den vielen gut gemeinten Ratschlägen hier schon ganz gute Lösungsansätze.

Viele Grüße
Me

Alltag entkoppeln
Hallo,

Ich verstehe Deine Anfrage so, dass Ihr an dem Punkt angelangt seid, wo reden nicht mehr weiterführt, da alles bereits mehrfach gesagt wurde. Möglicherweise waren aber auch die Gespräche zu unkonkret. Dich nervt dies, Dich nervt jenes, er verspricht unbestimmt, sich zu ändern (weiss aber gar nicht so genau, wo er anfangen soll), und am Ende ist es für Euch beide bequemer, alles beim Alten zu belassen.

Meiner Meinung nach müsstet Ihr ergebnisorientierter reden. Nicht: was hat mich letzte Woche alles genervt, sondern: Was machen wir von nun an anders? (Falls er dann mit deinen Änderungen nicht einverstanden ist, ist dies ein neues Thema.)

Beispiele:

  1. Wenn ich Du wäre, würde ich erstmal die Wohnung entkoppeln. Ihr scheint alles gemeinsam eingerichtet zu haben, so mit Schlafzimmer, Wohnzimmer? Richtet Euch jeder ein eigenes Zimmer ein, in dem jeder tun kann, was er will. Stellt in jedes ein Bett/Schlafcouch, und schlaft getrennt, ausser, Ihr verabredet es abends anders. Wenn es ihm dann wichtig genug ist, mit Dir in einem Bett zu schlafen, werdet ihr Euch mit dem Wecker ohne Snooze arrangieren, wenn nicht, schlaft getrennt. Dann weisst du wenigstens, woran Du bist.

  2. Du fährst ihn von nun an nicht mehr zur Arbeit und kochst ihm auch kein Mittagessen. Oder Du kochst nur noch jeden 2. Tag und jeden andern 2. Tag kocht er oder lädt Dich von seinem Gehalt zum Essen ein. Oder jeder kocht nur noch für sich selbst.

  3. Ihr besprecht, wer im Haushalt was macht und wer was bezahlt. Ihr besprecht, wie Ihr in Zukunft die Einkäufe abrechnen wollt und wer bestimmt, was eingekauft werden soll.

Alle Vereinbarungen müssen nicht gerade sklavisch eingehalten werden, aber doch „dem Geiste nach“. Außerdem wäre es sehr interessant zu sehen, wer sie als erster bricht. Falls Du es bist, sollte Dir das sogar viel mehr zu denken geben.

Nicht alle Änderungen werden sofort funktionieren und einige werden „Nachverhandlungen“ erfordern der Art „wer kocht, macht auch die Küche wieder sauber“ oder „wenn er nur noch im Restaurant isst, muss er tatsächlich weniger einkaufen“.

Falls Dir keine derartigen Änderungen einfallen, von denen Du Dir zutraust, sie auch durchzuziehen, dann würde ich behaupten, dass das Problem hauptsächlich bei Dir liegt. (Immerhin sind diese Änderungen weniger drastisch, als ihn gleich aus der Wohnung zu verweisen.)

Und falls er mit all dem nicht einverstanden ist, oder auch ein ruhiges konkretes Gespräch über Änderungen nicht möglich sein sollte, dann weisst Du wenigstens Bescheid.

Und glaube nicht, dass Ihr als Paar automatischer weniger verbunden seid, wenn Ihr getrennte Zimmer habt, oder die Mahlzeiten nicht mehr gemeinsam einnehmt. Ihr findet dann entweder Gesprächsstoff jenseits der Haushaltsebene, oder Ihr habt tatsächlich zuwenig Verbindendes. Aber auch dann ist es besser, Bescheid zu wissen.

Viel Glück, Walkuerax

hallo nina,

Seit Juli wohnen wir nun zusammen im Haus
meiner Eltern in der
Wohnung im Erdgeschoss.

interessant

Ist ein bisschen auf meinem Mist
gewachsen,
geb ich zu, aber ich hab ihm alle Nachteile
ausgebreitet und ihn mehr als einmal gefragt ob er das
wirklich will.

typisch frau. was erwartest du???

Er wollte.

natuerlich…der mann WILL ins haus seiner schwiegereltern ziehen.

Ich mag echt nimma, aber Schluss machen
kann ich jetzt auch
nicht, weil ich ihn dann ohne irgendwas auf die
Straße setze
und das möchte ich ihm auch wieder nicht antun.

Weiß er nicht,
dass er mich unglücklich macht?

er verlagert ein wenig seiner ungluecklichkeit auf dich.

Kapiert er nicht,
was das für
ihn bedeutet, wenn ich ihn jetzt rausschmeiß?

interessanter satz…laesst gleich blicken, wer die hosen anhat…

Ist er wirklich
so dumm?

mmmh…

also rekapitulieren wir,
du ziehst mit deinem freund ins haus deiner eltern. fehler 1. du fragst ihn, ob er das will. fehler 2. du glaubst ihm, wenn er sagt, ja, ich will ins ghaus deiner eltern ziehn. fehler 3.
du denkst darueber nach, ihn aus dem haus deiner eltern rauszuschmeissen. fehler 4. du schaetzt ihn dumm ein, weil er sich im haus deiner eltern unterdrueckt fuehlt. fehler 5.

ich weiss nicht, ob du erkennst, wo das problem liegt.
du musst entscheiden, was dir wichtiger ist.
denn er hat schon entschieden. er wohnt mit dir zusammen.

mfg:smile:
rene

Hallo Rene

also rekapitulieren wir,
du ziehst mit deinem freund ins haus deiner eltern. fehler 1.
du fragst ihn, ob er das will. fehler 2. du glaubst ihm, wenn
er sagt, ja, ich will ins ghaus deiner eltern ziehn. fehler 3.
du denkst darueber nach, ihn aus dem haus deiner eltern
rauszuschmeissen. fehler 4. du schaetzt ihn dumm ein, weil er
sich im haus deiner eltern unterdrueckt fuehlt. fehler 5.

Was ich bis jetzt noch nicht erwähnt hatte: Meine Eltern sind mit den letzten Mietern, die in dieser Wohnung gewohnt haben ziemlich eingefahren. Mein Freund hat sich seine alte Wohnung kaum leisten können. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld ging meistens für Dinge wie Heizöl tanken usw. drauf. Sprich kein Geld, kein Spielraum, keine Aussichten je einen Führerschein zu machen. Der Umzug hierher spart ihm soviel Geld, dass wir uns einen Urlaub leisten können und er im Sommer den Führerschein machen kann, wenn er sich eben drum schert.
Warum zum Geier fühlt er sich denn unterdrückt? Es läuft ja eh alles nach seiner Nase, oder sehe ich das falsch? Nochmal meine Frage: WAS TU ICH IHM DENN???
Hätte er nicht herziehen wollen hätte ich das verstanden. Er hätte nur „Nein“ sagen müssen und das hab ich ihm auch klar gemacht. Wenn er jetzt unglücklich ist damit, muss er es eben sagen, oder damit leben. Es war schließlich seine Entscheidung.

ich weiss nicht, ob du erkennst, wo das problem liegt.
du musst entscheiden, was dir wichtiger ist.
denn er hat schon entschieden. er wohnt mit dir zusammen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht wo das Problem liegt. Welch Alternativen haben ich den um mich zu entscheiden? Ob ich mir wichtig bin? Ob er mir wichtig ist? Ob die Wohnung mir wichtig ist?

Die größte Angst, die ich hatte als er hier einzog, war dass es Spannungen mit meinen Eltern geben würde und ich dazwischen stehe. Das ist überhauptr nicht der Fall. Dass er mich behandeln würde wie eine drittklassige Putzfrau war für mich wirklich nicht vorher zusehen.

Ich mach mein Leben. Mit oder ohne ihn. Ich studiere. Ich werd, wenn alles gut geht, in 2 Jahren mit der Uni fertig sein und dann so das Doppelte von ihm verdienen. Ich plane meine Zukunft. Er seine nicht. Er plant nicht wirklich den Führerschein zu wechseln oder sich einen neuen Job zu suchen. Ich unterstütze ihn, aber ich dränge ihn nicht, auch wenn mich seine Inkonsequenz ankotzt. Ich halte mich zurück unterstütze ihn und versuche ihm zu helfen.
Ich weiß wirklich nicht, was ich tun soll. Ich weiß auch nicht was ich falsch mache. Wie kann es nur sein, dass man in einer Beziehung nicht nett sein darf, weil man dann behandelt wird wie Müll?

lg infi

Du verletzt mich nicht.
Auch deine Aussagen haben mich nicht verletzt.
Mich verletzt nur die Aussage, du bist selber Schuld an deiner Lage, jetzt leb damit.
Ich bin ein Mensch der nichts anderes tut den lieben langen Tag lang als andere aus der Scheiße zu ziehen und ich tu das wirklich gern!
Aber wie man sieht: Wenn ich mal wen brauch heißts: Bist selber schuld. Jetzt leb halt damit.

Also werd ich einfach damit leben und mir eine große Packung Schlaftabletten besorgen.

lg infi

Hallo Nina,

also das mit den Schlaftabletten lass mal schön sein denn sicherlich gehöre ich auch zu denen die noch mal deine Hilfe brauchen und wenn es gar nicht mehr geht, kannst du gerne im Kinderzimmer von Bjarne ins neue Jahr feiern :smile:

Du hast oben geschrieben „Ich weiß wirklich nicht, was ich tun soll. Ich weiß auch nicht was ich falsch mache. Wie kann es nur sein, dass man in einer Beziehung nicht nett sein darf, weil man dann behandelt wird wie Müll?“

Also ich für mein Teil finde die Frage richtig gut und die Antwort ist ganz einfach. Du musst dich nicht ändern und es wie du selber sagst macht es dir spaß anderen ein Freund zu sein bzw. zu helfen. Aber mal im ernst, haben es auch die verdient die es nicht zu würdigen wissen bzw. es ausnutzen, nicht merken wenn es dir schlecht geht?

In einer liebevollen Beziehung sollte man sich blind verstehen und dieser alte Spruch „Ich lese dir jeden Wunsch von den Augen ab“ klingt vielleicht blöd aber im Ansatz sollte es gegenseitig möglich sein (was bei deinem Freund wohl nicht der Fall ist).

Also, bau bloß keinen Scheiß und was deinen Freund angeht …. Viellleicht kennt dein Bauchgefühl die Antwort (Frauen sollen dafür ja eine gute Ader haben)

Liebe Grüsse
Me

Hi,

also ich hoffe einfach mal, dass das, was
du jetzt in diesem Posting rausgelassen hast,
mehr die Reaktion auf den Frust der Postings
hier ist, als deine Haltung deinem Freund gegenüber.
Denn wenn das falsch ist, wenn du also wirklich
deinem Freund so gegenüber empfindest:

Was ich bis jetzt noch nicht erwähnt hatte: Meine Eltern sind
mit den letzten Mietern, die in dieser Wohnung gewohnt haben
ziemlich eingefahren.

Also ihr tut deinen Eltern einen Gefallen?

Mein Freund hat sich seine alte Wohnung
kaum leisten können. […]wenn er sich eben drum schert.
Warum zum Geier fühlt er sich denn unterdrückt? Es läuft ja eh
alles nach seiner Nase, oder sehe ich das falsch? Nochmal
meine Frage: WAS TU ICH IHM DENN???
Hätte er nicht herziehen wollen hätte ich das verstanden. Er
hätte nur „Nein“ sagen müssen und das hab ich ihm auch klar
gemacht. Wenn er jetzt unglücklich ist damit, muss er es eben
sagen, oder damit leben. Es war schließlich seine
Entscheidung.

Ich mach mein Leben. Mit oder ohne ihn. Ich studiere. Ich
werd, wenn alles gut geht, in 2 Jahren mit der Uni fertig sein
und dann so das Doppelte von ihm verdienen. Ich plane meine
Zukunft. Er seine nicht. Er plant nicht wirklich den
Führerschein zu wechseln oder sich einen neuen Job zu suchen.
Ich unterstütze ihn, aber ich dränge ihn nicht, auch wenn mich
seine Inkonsequenz ankotzt. Ich halte mich zurück unterstütze
ihn und versuche ihm zu helfen.

Meinst du das so? Lässt du ihn das fühlen?
Was er jetzt macht, ist nicht gut genug für dich.
Du bist der große Macker, der ihn aber so was von im
Staub zurücklassen wird, in zwei Jahren, wenn du fertig
bist mit dem Studium und das große Geld häufen wirst.

Ich weiß wirklich nicht, was ich tun soll.

Ihn vielleicht ab und zu fühlen lassen, dass du ihn zu
schätzen weißt, dass es Dinge gibt, für die du ihn
bewunderst (wenn es die nicht (mehr) gibt, dann ist die
Sache doch sowieso gegessen).

Ich weiß auch nicht
was ich falsch mache. Wie kann es nur sein, dass man in einer
Beziehung nicht nett sein darf, weil man dann behandelt wird
wie Müll?

So schrecklich nett komsmt nu nicht rüber.
Man hat den Eindruck, dass du dich für besser als alle anderen
hälst, du arbeitest am meisten und am besten, du schmeist den
Haushalt (vielleicht hat er ja mal versucht, und es war nicht
gut genug?), du bist auf dem aufsteigenden beruflichen Ast
und nein, du drängst ihn nicht, aber du lässt ihn schon merken,
dass du seine Haltung für ziemlich daneben hälst.

Wie erwähnt, ich reagiere auf das, was du schreibst -
vielleicht ist alles ganz anders. Aber so WIE du schreibst,
wollte ich auch nicht mit dir zusammen wohnen. Und wenn
ich es müsste (weil ich vielleicht weiß, wie schwierig das
wieder finanziell werden wird, wenn ich mir wieder was
eigenes suchen muss), dann würde ich mich vielleicht
auch verkriechen und gar nichts mehr machen. Decke über die
Ohren und Augen zu. Vielleicht ist er ein Typ, der Probleme
aussitzt.

Gruß
Elke

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Hi,

ich hab nicht alle Antworten im Detail gelesen, sorry.

Aber irgendwie gibt mir das hier schon zu denken:

Also zum Kater: Ich liebe dieses Tier. Ich liebe ihn mehr als
meinen Freund und wenn wir auseinander gehen würden bliebe der
Kater bei mir.

Ich habe nun absolut nichts gegen Tierliebe in hohem Maße, ich selbst
liebe auch und gerade Katzen. Allerdings weiß ich ebenso (da meiner
Familie, als ich aufwuchs, eine Katze nach der anderen überfahren
wurde), dass Tiere tatsächlich austauschbarer sind als Menschen. Eine
Katze zu finden, mit der man sich wohlfühlt, ist bedeutend weniger
schwer als einen Menschen mit diesen Qualitäten.

Grüße
Judith

2 „Gefällt mir“

Hallo Nina,

mit dem hier mehrmals gebrachten Argument „Es gehören immer zwei dazu, und es passiert nur, weil Du es zuläßt“, bin ich nicht besonders glücklich, obwohl die Logik dieser Aussage nicht von der Hand zu weisen ist.

Die Menschen sind verschieden: Es gibt solche, die tatsächlich fast ungehemmt bis ins Antisoziale hin expandieren, wenn man sie läßt, während die meisten anderen von vorneherein mehr oder weniger um Fairness bemüht sind, schon aus Gründen ihrer sozialen oder emotionalen Intelligenz. Aber das ist oft schwer vorauszusehen und wahrscheinlich hilft einem da vor allem zunehmende Lebenserfahrung. Ich war selber mehrmals sehr unangenehm überrascht vom Verhalten anderer Menschen, hatte schlicht nicht damit gerechnet.

Die obige Aussage „…weil Du es zuläßt“ hilft nur, in zukünftigen Beziehungen achtsamer zu sein, aber nicht für das aktuelle Problem, denn sie impliziert: eigentlich seist Du selber schuld und Zorn gegenüber Deinem Freund wäre damit ein Stück weit ungerecht.

Was ich Dir nun wünsche, ist - außer der Weisheit, zu erkennen, was Substanz ist in Eurer Beziehung, und was bloße Gewohnheit ist oder Angst vor Veränderung - die Kraft, falls nötig, Konsequenzen zu ziehen, und ein richtig heilsamer Zorn hilft sehr, diese Kraft aufzubringen.

Es ist etwas in Deiner Haltung, das ich sehr bedenklich finde: Du definierst Dich zu sehr durch Deine Hilfsbereitschaft. Mir drängt sich der Eindruck auf, Du benützt das Helfen, um ein gutes Selbstwertgefühl zu gewinnen, dies zum Nachteil jener, denen Du hilfst.

Du „ziehst andere aus der Scheiße“ - müssen denn die aus der Scheiße gezogen werden, und wie fühlen die sich dann? Du überhebst Dich da schon sehr und bekommst vielleicht auch die Rechnung präsentiert.

Grüße,

I.

hallo, liebe infi!

Meine VorrednerInnen haben dir ohnehin schon recht gute Tips gegeben, z.B. (von coco, Eva, hexerl, AnnJabusch, danke für eure Mühe).

Wie ging es Dir energetisch, bevor ihr bei den Eltern eingezogen seit?
Findest Du deine Eltern irgendwie anstrengend? Kann es sein, daß die auf Deinen Energiehaushalt Einfluß haben - vorher war es ja nicht so?

Ich glaube nicht, daß sich hier noch viel einrenken läßt: was sich der schon mit dir erlaubt hat - da jagt ja eine Frechheit die andere.

Es hat mit Liebe Null zu tun, wenn du ihm dauernd Geschenke machst. Liebe, das ist für die Entwicklung, die Reife eines Menschen etwas zu tun - du machst gerade das Gegenteil.

ich helfe gerne anderen Leuten

Das sieht bei Dir so aus: Du steckst jede Menge Energie in ihn rein, kriegst aber Null zurueck. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen.
Die harte Tour scheint mir auch die einzige Lösung: ein Ultimatum stellen, das Messer ansetzen, etc.

Es liegt nun an Dir, die nötige Kraft dafür aufzubringen. Das kann Dir hier wohl keiner abnehmen.

Es ist schon seine Angelegenheit, was er sich so raus nimmt mit Dir. Aber Deine Angelegenheit ist es auch, was Du dir gefallen läßt.

Ich würde Dir auch „theWork“ empfehlen, das ist die Hammer-Methode für Selbsterkenntnnis / Selbsterfahrung:
http://www.thework.at
Lade Dir dort die Arbeitsblätter runter, und teste z.B. mal den Gedanken
„Ich möchte gerne anderen Leuten helfen“.

Viel Glück und viel Kraft wünsche ich dir!
Martin B

grüss dich,

wenn du keine energie mehr hast und nicht aufbringen willst für gespräche - und sein es für eine paartherapie - weil ich dir zwar
sehr glaube, dass du viel geredet hast, aber ihr offenkundig nicht
die gleiche sprache sprecht und euch so gegenseitig letztlich nicht
erreichen könnt - das hat einen schlimmeren effekt als gar nicht reden
so manches mal…

…wenn du also nicht mehr reden willst, und in einem plan für beide
dich wieder in der rolle der verantwortung für ihn siehst (und nicht wie ich für euch beide und in erster linie für dich selbst) und ausserdem
wäre das ja nur ein erster schritt auf dem dann nach einer weile weitere und andere folgen müssten…

wenn das und alles sonst nichts mehr für dich ist…ist doch jeder rat sinnlos - denn die einzige alternative wäre die trennung - denn -
weiterhin aushalten willst du es ja nicht (versteht glaub ich aber auch jeder)

was also meinst du was es an alternativen gibt, wenn jede in frage kommende keine für dich ist?

mit gewalt kann man jemandem nicht beibringen über den tellerrand zu
blicken - es muss wachsen, geübt werden, gelernt, erkannt etc. -
und du schreibst: ich will dass er…

wollen kannste viel…

das ist aber nunmal unrealisisch.

also, was bitte wäre die alternative von all den genannten möglichkeiten der hier gemachten ideen und vorschläge?

LG
nina

PS: das mit der schuld - selbst schuld…die richtung - ist totaler blödsinn, verwechsel nicht verantwortung für sich selbst mit schuld.
hier gehts schliesslich nicht um mord…

hallo,

es gibt eigentlich nur 1 moeglichkeit, nicht mal eine zweite. du musst mit ihm reden.

weil es billiger ist, nach hause zu ziehen, klingt schoen, aber es spannt die beziehung. ich kenne deine eltern nicht und vielleicht sind sie megacool, aber es ist gefaehrlich.

die sache ist aber vielleicht gar nicht so kompliziert. vorher hatte er eine wohnung, jetzt hast du sie.
so richtig zusammen scheint ihr nicht zu wohnen oder?

die geschicht mit der bar zeigt mir, dass er sich sofort sein territorium reserviert hat.

du musst mit ihm darueber reden, dass euch die wohnung gehoert und dass es nicht deine wohnung ist. es sei denn, du siehst das anders…

wenn du allerdings schon auf dem sprung bist…ich weiss nicht…es klingt fast so, als haettest du dich schon entschieden.

mfg:smile:
rene