Hi Raimund!
das mit den Büroräumen, die leer stehen ist leider teilweise
richtig. Trotzdem ist das kein Árgument gegen die steuerliche
Subvention.
Doch, genau ist das wichtigste Argument dagegen.
Totes Kapital subventionieren ist ein Fehler.
Bei Büroräumen kann man darüber reden. Doch würde eine
Streichung der steuerlichen Absetzbarkeit dem Steuergedanken
widersprechen: alle Ausgaben, die ich machen muss, um Geld zu
verdienen (und davon Steuern zu zahlen) sind steuerlich
abzugsfähig. Wenn ich hier sage, aber nicht die Räume, dann
geht es so weiter, bis nichts mehr abzugsfähig ist. Und das
wäre der Tod des Wirtschaftsraumes D.
Moment, Du vermischt hier die Punkte.
Ich möchte Sonderabschreibungen und Subventionen einstellen.
Dass man generell Investitionen in „seine“ Immobilie von der MWSt absetzen kann, stört mich weniger.
außerdem: muss denn unbedingt Büroraum gefördert werden? Eine
steuerliche Förderung von vermieteten Wohnraum ist allerdings
ein Muss.
Das sehe ich eben anders.
Eine Wohnung für einen Investor, der 500 km von seinem Objekt
entfernt wohnt ohne diese Förderung ist für die wenigsten ein
Anreiz. Das kann er auch in seiner Gegend haben.
Was hat die Subvention mit der Entfernung zu tun?
Ferner: würde jeder lokal investieren, gäbe es in allen Teilen
des Landes ebenfalls Wohnungen.
Der Grund liegt darin, dass in den jungen Bundesländern bei
weitem nicht genug Kapital war (und ist), um den
Wohnungsbedarf zu decken. Also muss der Staat Anreize
schaffen.
Aber das hat doch ncht geklappt! Due Buden stehen leer!
Das ist doch das Problem!
Also stimmt da wohl was nicht.
Eine Finanzierung rentieret sich nur dann, wenn die
steuerliche Seite stimmt.
Das liegt aber vornehmlich an anderen Parametern, dazu unten
mehr.
Warum soll ich mich 25 Jahre krumm legen, um dann irgend wann
mal aus der Miete Einnahmen zu haben? 25 Jahre Risiko ohne
Einnahmen, ja sogar Belastung? Nein, da gibt es besseres. Da
ist man dann besser im Geldwert aufgehoben.
Du gehst immer davon aus, dass eine Wohnung einen festen Preis
x hat, der sich erst nach y Jahren rechnet.
Jetzt kann ich doch x verändern. Der Markt macht den Preis,
will heißen: kauft keiner mehr Wohnungen, sinken die
Grundstückspreise und der Bau wird billiger, was wiederum zu
einer kürzeren Amortisationszeit führt.
Das ist leider nur Theorie. Die Praxis sieht anders aus! Die
Förderungen helfen hier, die Preise zu senken. Grund: wir
haben bei weitem nicht genügen bezahlbaren Wohnraum in D.
Woran liegt das?
Sind Subventionen hilfreich?
Ich antworte gleich mal: es liegt daran, dass aufgrund horrender steuerlicher Belastungen der breuten Bevölkerung keiner das Geld hat, Wohneigentum zu erwe´rben.
Subventionen sind zur Lösung dieses Problems nicht hilfreich, da es nur, mal ganz platt gesagt, „die Reichen noch reicher macht“. Das Ziel muss es sein, die Steuern so weit zu senken, dass mehr Geld in der Bevölkerung zur Verfügung steht.
Hast Du die Werbung im TV gesehen?: „Ein Haus bauen liegt in der Natur des Menschen, Miete zahlen nicht…“.
Das muss der Ansatz sein, nicht etwa eine konkurrenzunfähige, halbtote Baubranche noch weiter zu subventiuonieren und die Banken noch fetter zu machen.
Übergebe ich die Regulierung dem Markt, werden die Preise
steigen, diejenigen, die sich diese Mieten leisten können,
haben Wohnungen und alle anderen sitzen auf der Straße (so wie
in den USA).
Blödsinn, Raimund, sorry dass ich es so deutlich sagen muss.
Mieten können nur so lange steigen, wie sie noch bezahlt werden.
Und in München beispielsweise ist die Grenze erreicht, die teureren Buden stehen leer.
In den USA wiederum reguliert rein der Markt den Preis und siehe da, es gibt Wohnungen für alle (Berufstätigen).
Ich nehme hier mal extreme Fälle wie New York City aus, hier muss man eben etwas weiter raus ziehen. Aber es geht prinzipiell, und darum geht es mir.
Man muss halt die Marktmechanismen einfach mal laufen lassen.
Das tut 5 Jahre weh, dann aber wird es funktionieren.
Das leider nicht! s.o.
Hat mich nicht überzeugt.
Außerdem hilft der Investor dem Staat, seinen Verpflichtungen
nachzukommen: Wohnraum für seine Steuerzahler zu schaffen. Das
ist für den Staat selber eine nicht lösbare Aufgabe! Ohne
Investor würden ein Großteil der Bundesbürger in
Notunterkünften leben. So wie nach dem Krieg in diesen
Barackensiedlungen.
Würde man den Bürgern das Geld dafür lassen, könnten sie sich
um Wohneigentum kümmern.
Du sprichst von gut verdienenden. Ein AN mit 1.500 € monatlich
- und da gibt es sehr viele davon - kann sich keinen Hausbau
leisten, auch keine Eigentumswohnung.
Warum denn nicht?
Genau darum geht es doch!
Des weiteren verdient der deutsche Durchschnittsarbeitnehmer meines Wissens ca. € 25.000 p.a.
Das sind im schlimmsten Falle € 1500 netto.
Davon kann man schon einiges machen.
Ich halte es nicht für die Aufgabe des Staates, Wohnraum für
seine Bürger zu schaffen. Das sollen die Bürger ruhig selbst
erledigen.
Das würde im Chaos enden. ich kann mich auch noch gut an meine
Zeit erinnern als ich für eine Partei Wahlveranstaltungen
abhielt. Da kam eine Frau und forderte, dass der Staat endlich
mehr Wohnungen bauen soll! Und das für Mieten von damals 300
bis 400 DM. (pro 100 m2). Das war abert leider kein
Einzelfall. Diese Denkweise ist in der Bevölkerung.
Das ist nicht mein Problem. Dann muss die Bevölkerung wohl umdenken.
Der Staat muss lediglich unterstützend eingreifen, wenn das
System kippt, wie z.B. in Städten wie München, wo trotz
weitgehender staatlicher Inaktivität die Preise explodieren
und viele Leute keine Wohnung mehr bezahlen können.
Das ist nicht ganz richtig: München baut ebenfalls.
Sage ich ja. Jetzt greift man ein. 20 Jahre später…
liegen die
Bauten am Rand, bzw. außerhalb Münchens. Der Grund: die
Grundstückspreise sind schwindelerregend. Auch eine Stadt wie
München muss auf kaufmännische Regeln achten. Sie können auch
nicht eine Wohnung, die umgerechnet 500 € kosten müsste, für
200 € vermieten.
Wo ist das Problem, etwas ausserhalb zu wohnen.
Das Penthouse am Marienplatz kann nun mal keine billige Sozialwohnung werden. Irgendwo muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen. Schliesslich gibt es den öffentl. Nahverkehr.
Ich weiß, es gibt Länder, die keine Förderung haben. Dort ist
aber auch ein Hausbau wesentlich einfacher und günstiger. Bei
uns kostet so eine Hütte mindestens 250.000 €. Das kann sich
nicht jeder leisten. Wenn dagegen das gleiche Haus 30.000 bis
40.000 € kostet (z.B. USA),
Das stimmt nicht ganz. Ein einigermassen ordentliches Haus in
einer zivilisierten Gegend der USA kostet 250.000 USD
aufwärts.
da kenn eich andere Zahlen. Ich habe Bekannte (Privatleute wie
Makler) in den USA und auch mehrmals Maklerkataloge aus den
USA bekommen. Da gibt es natürlich Häuser, die 500.000 $
kosten, klar. Doch sehr schöne auch für 60.000 $. Gut, die
Bauweise ist natürlich nicht die gleiche wie in D. Sind alles
„Holzhütten“. Doch auch die kann man sehr schön gestalten und
auch isolieren. Heben natürlich keine 1.000 Jahre. Das will ja
auch niemand. Ergebnis kann ndann aber sein, dass der nächste
Wirbelsturm eine ganze Ortschaft flachlegt.
Es kommt hier wohl auf die Gegend an.
Ich schrieb bewusst „zivilisiert“.
Ich bin vor 4 Tagen aus den USA zurückgekommen und habe dort mit 5 Maklern jeweils einen Tag konferiert, meine Preise sitzen, das kann ich Dir versichern.
Keine staatl. Förderung, nur knallharter Wettbewerb und daher
deutlich billigere Grundstücke.
Wie gesagt: die Praxis sieht anders aus.
Das weiss ich auch. Deshalb diskutieren wir ja, was man verbessern könnte.
dann kann man sich das schon eher
leisten. Dazu kommen noch wesentlich weniger Bauvorschriften
(in den anderen Ländern).
Das ist mir zu lax.
In USA gibt es beispielsweise ähnlich viele Bauvorschriften
wie hier. Sie sind nur anders.
Ich kenne jemanden, der in den Staaten ein Haus baute: erst
mal ein Gestell, dann die Bretter außen rum, dann die
Innenausbauten bis zuum ersten Stock…usw. Mein Freund war
gerade dort. Er hat mir gesagt: in den Rohbau ist er mit
äußerster Vorsicht gegangen. Er hat immer Angst gehabt, das
alles fällt wie ein Kartenhaus zusammen. Später sah das ganze
recht schnuckelig aus. Habe Fotos vom Bau wie auch vom
fertigem Haus gesehen.
Ich habe dort selber schon an Hausbauprojekten teilgenommen.
Also die Bestimmeungen sind recht baufreundlich. Mag sein,
dass ein 50-Stockwerkhaus sehr strenge Bestimmungen hat. Die
1- und 2-Familienhäuser bestimmt nicht.
Raimund, das bringt nichts. Du schreibst hier von Dingen, von denen Du offenbar keine Ahnung hast.
Ich lebe seit Jahren ca. 3 Monate p.a. in den USA und darf Dir versichern, es gibt ganz ähnliche Vorschriften wie hier.
Brandschutz, Maximale Aussenmasse, Abszand zum Nachbarn, Konstruktion/Statik, Heizung/Klima, oft sogar die Farbe des Aussenastrichs u.s.w. ist alles reglementiert.
Grüße,
Mathias