Hat die AfD ihren Höhepunkt überschritten?

https://www.n-tv.de/politik/Messerattacken-in-Deutschland-nehmen-zu-article20368590.html ?

Zwei Links aus 1997 und 1999. Gab es da eigentlich schon Messer als Allgemeingut?

awM

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Hallo Valdez65,

die AfD wollte die Statistik. Die Frage zu stellen zeigt allzu deutlich auf, welches Weltbild selbst Landtagsabgeordnete dieser rechtsextremen Partei in ihren Köpfen haben.

Hier in Mainz haben wir einen hohen Ausländeranteil (25%), aber Messerstechereien gibt es kaum.

Vielleicht sollte die Ortsgruppe der AfD in Bagdad mal die Frage stellen.

Schönes Wochenende, Hans-Jürgen Schneider

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Du warst derjenige, der behauptet hat, dass bis vor ein Jahren Messerattacken kein Allgemeingut gewesen seien, also bist auch du derjenige, der diese Behauptung belegen muss.

Der von dir verlinkte Text tut das aber keineswegs, denn er bezieht sich nur auf den sehr kurzen Zeitraum seit 2014 und auf Daten aus lediglich neun Bundesländern.

Die von mir verlinkten Artikel zeigen jedoch, dass es durchaus auch deutlich früher und in deutlich ausländerarmen Ecken der Republik brutale Messerattacken gab, belegen also, dass es berechtigte Zweifel an dem Wahrheitsgehalt der von dir aufgestellten und noch nicht belegten Behauptung gibt.

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Die AfD ist ganz groß darin, Bauchstatistiken zu führen.

Die haben einerseits mit einer veränderten Berichterstattung zu tun, die sich wiederum vor allem aus zwei Phänomenen speist: Durch die globalere bzw. überregionale Berichterstattung werden Taten in Cuxhaven wahrgenommen, die in Recklinghausen oder Kempten stattgefunden haben, von denen man vor 15 Jahren nie gehört hat. Außerdem haben die Rechte so hübsch polemisiert und Lügenpresse-Vorwürfe erhoben, dass sich kaum eine Zeitung traut, eine Gewalttat nicht zu melden, bei der ein Flüchtling beteiligt ist, völlig egal ob zwischen Tatort und Leser 50 oder 500 km liegen.

Die andere Sache ist, dass innerhalb der AfD-Blase Taten auch anders wahrgenommen und gezielt verbreitet werden. Man sucht also nach Ereignissen, ggf. werden die auch erfunden oder zumindest blumig ergänzt. Anschließend puscht man sie in den Netzwerken. Der Eindruck: :fire:ALARM! :fire:

Wie das funktioniert, zeigt unter anderem der [Faktencheck Messerstecherei.][1]

Belege bleibt man schuldig. Die sind auch nicht zu führen, weil die Statistiken so gar nicht erhoben werden flächendeckend. „Messerstecherei“ ist kein Begriff der Polizeistatistik. Das sind (gefährliche) Körperverletzungen, bei denen schon registriert wird, wenn ein Messer mitgeführt, aber gar nicht benutzt wurde.

Der Vorwurf, es würde nicht nach den Opfern geschaut, ist übrigens schon sehr zynisch. Für die AfD zählen tatsächlich nur deutsche Opfer und die auch nur, um sich dann schnell den zugehörigen Tätern zuzuwenden. Sobald man dagegen auf Opfer aufmerksam macht und das unabhängig von deren Nationalität, wird man niedergeschrieben / geschrieen, man wolle ja nur von den Tätern ablenken.

Belege dürften sich bei etwas besserer Suchfunktion auch hier im Forum zu Hauf finden.
[1]: https://faktenfinder.tagesschau.de/inland/messer-delikte-101.html

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Du siehst das in Deinem Sinne schon seit Beginn zu positiv. Ich jedenfalls kenne niemanden, der der AfD so oft wie Du das direkte, baldige oder in Zukunft nahende Ende voraussagte wie Du.

Besteht da ein Kausalzusammenhang durch eine Art Voodoo. Ich hoffe nicht.

Aber schön, mal wieder etwas routiniert abgespultes AfD-Bashing von Dir zu lesen. Sonst wird es noch langweilig.

Ja, die AfD ist durch eigenes Verschulden (das ist keine juristische Bewertung) in der Gunst des Wählers abgesunken. Nach einem Hype zur BTW und den Querelen um GroKo und NichtGroko mit den am Amt klebenden Verlierern von CDU, CSU und SPD, konnten sie sich nochmals steigern. Recht einfach, da sich die GroKo-Parteien zusehends unbeliebt machten. Entweder als ihr-könnt-mich-mal-Partei CDU (Ich wüsste nicht, was ich hätte anders machen sollen) oder als Münchhausen-Partei (wir sind das Bollwerk, nein, ich will doch Aussenminister werden. Wir wollen keine GroKo, jetzt machen wir GroKo, bätschi, auf die Fresse). Das war doch ein totales Desaster, und alle anderen profitierten davon. Mit Ausnahme der FDP, die von den in schwarz-grün verliebten Medien (unschuldig) als Buhmann wg. No-Jamaica auserkoren wurde.

Nachdem nun der Schulz in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist, die Nahles die ersten Stürme einigermaßen überstanden hat und Seehofer nach Berlin ausgewiesen wurde, musste die Kanzlerin noch klein beigeben und den Posten aufgeben, den sie immer als unabdingbar verknüpft mit der Kanzlerschaft ansah. Das war keinesfalls der höchst achtbare Abgang als der er medial verkauft wurde, sondern der letztmögliche Absprung bevor die Enthauptung verkündet worden wäre. Das hat der CDU zumindest wieder die gleichen schlechten Umfragewerte wie direkt nach der BTW gebracht, aber immerhin die schon begonnene Talfahrt in weitere Niederungen rückgängig gemacht.

Nun sind wir in einer Interimsphase, in der Merkel sich scheinbar im Kanzleramt verbunkert hat. Da taucht nicht mehr viel auf, lediglich der frühere Hang zur Gipfelei. Die beständige Knietreterei zwischen ihren Ministerien kann oder will sie gar nicht mehr verhindern.

Die Umfrageverluste der AfD kommen für sie natürlich zur ungünstigen Zeit, weil in diesem Jahr sehr turbulente Zeiten für die Parteienlandschaft sind. Eine Europawahl und vier Landtagswahlen. Das ist schon ein Häppchen. Von daher wird die AfD davon ausgehen müssen, dass sie bei den Landtagswahlen weniger klar und heftig zulegt wie sie es seit 2015 tat. Ggf. sogar tlw. stagniert oder Verluste erleiden könnte. Wie sich das innerparteilich auswirken wird, kann ich nicht sagen.

Da gab es doch vor einigen Monaten (oder schon einem Jahr?) eine recht breit durch die Medien gegangene Umfrage, in der das maximale Wählerpotential grafisch aufbereitet genannt wurde. Die AfD kam da wohl auf max. 20 Prozent und erreichte das schlechteste Ergebnis unter allen (nennenswerten) Parteien. Find ich gerade nicht.

Zu Deiner Frage zurück: https://www.wahlrecht.de/umfragen/politbarometer.htm

Man sieht ja, wie sie sich total auflöst und kaum noch zu messen ist. Komm schon, so ein tiefer Fall auf den Wert von der letzten BTW. Das überlebt doch niemand. Spätestens morgen oder aber zur nächsten Märchenstunde wird die Auflösung verkündet werden. Uriella hat es prophezeit.

Und welche Partei genau war es, die in allen Landtagen, dem Bundestag und dem Europaparlament zeitgleich saß, die da bei Dir unter „das übliche halt“ (aus dem rechten Spektrum) fällt?

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Fazit:
Die Anzahl der Messerstechereien hat sich erhöht im Zeitraum 2014 bis 2018. Einige Bundesländer wollten ihre Zahlen nicht herausgeben. Aber es besteht steigende Tendenz.

Und dann besteht eine große persönliche Distanz zu Opfern. Die es dir und anderen erlaubt, über Opfer nicht reden zu müssen.

Darüber hinaus hatte ich geschrieben

Hatte ich differenziert zwischen ethnischer Herkunft oder so?
Nein. Es besteht ein zunehmendes Problem der Sicherheitsgefährdung. Mehr nicht.

awM

Hallo Vdmaster,

ich schrieb nicht davon, dass die AfD in absehbarer Zeit verschwindet.

Die Frage war darauf gerichtet, ob sich gerade ein Verhaltensmuster der deutschen Wähler wiederholt. Auch die Sozialistische Reichspartei Deutschlands (offen nazistisch), die NPD, die DVU und die Republikaner, um nur die wichtigsten zu nennen, verschwanden (teilweise unter Mithilfe von Gerichten) aus dem Bewußtsein der Wählerinnen.

Die AfD spielte längst keine Rolle mehr, wenn unsere Brüder und Schwestern im Osten weniger Angst vor Neuem hätten und nicht noch ein Jahrzehnt brauchten, um zu verstehen, wie eine parlamentarische Demokratie funktioniert.

Über Politiker fällst Du seltsame Urteile:

das glaubst Du wirklich?

Absurd! Das Gegenteil ist der Fall!

Sie taucht überall auf, im ganzen Land, selbst in Chemnitz. Sie ist bester Laune.

Kann sie auch sein. Ich bin 1948 geboren und gehöre damit zur ersten Generation, die ohne Krieg aufgewachsen ist. Und ich sage Dir zu keiner Zeit, auch nicht im sogenannten Wirtschaftswunder, ist es den Menschen in Deutschland besser gegangen als heute.

Die ganze Häme, die Du über die sogenannten Altparteien ausgießt, fließt auf Dich zurück. Sie wird von Dir generiert, um Probleme zu überspielen, die keine Probleme der Gesellschaft sind. Sie ist ein preiswertes Produkt. Um nicht zu sagen, billig.

Gruß, Hans-Jürgen Schneider

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Äh, 16 Bundesländer? 16 Landtage? Alle im Osten?

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Hallo,

nein, so einfach ist es nicht. Es gibt gewiss in den westlichen Bundesländern ein Potential von etwa zehn Prozent für die AfD. Die gibt es schon immer.

Und die vielen Menschen, die aus den Ostländern zu uns kamen, die wählen hier nicht AfD. Aber die AfD hätte ohne ihre Erfolge im Osten nie die Aufmerksamkeit der Westdeutschen in so hohem Maße erregt. Natürlich haben wir auch hier unsere Altnazis (in der Weihnachtszeit gab es bei denen Plätzchen in Hakenkreuzform), unsere Jungnazis sowie Rassisten und Reichsbürger. Die sind zum Teil weltweit vernetzt. So spendete der Attentäter von Christchurch Gelder an den österreichischen Zweig der elitären Bewegung.

Aber – im Gegensatz zu Ostdeutschland – braucht hier niemand um sein Leben zu fürchten, wenn er gegen den braunen Mob protestiert. Hier glaubt man auch die Lügen der Rechten nicht so leicht, wie das die vielen Naiven im Osten tun. Wir leisten Widerstand und unterbinden viele Aktionen der Rechtsradikalen.

Daher sind die Erfolge der AfD im Westen zwar vorhanden, aber auf einem wesentlich niedrigeren Level.

Gute Nacht, Hans-Jürgen Schneider

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Ach …

Zur SRP (Sozialistische Reichspartei Deutschlands) sei angemerkt, dass sie 1952 vom BVerfG verboten wurde. 1956 folgte ihr die KPD nach.

Die KPD war in den Anfangsjahren der Republik noch eine gewisse Größe. Wahrscheinlich eine illusorische Reflexreaktion einiger Wähler, die in den Folgejahren durch das Anschauungsmaterial der Realität in kommunistischen Staaten geheilt wurde. https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei_Deutschlands#Ergebnisse_bei_Bundes-_und_Landtagswahlen

Die SRP hingegen war nie eine relevante Größe. Ein kurzes Aufflackern (in Niedersachsen) von offen erkennbaren Restbeständen des NS-Regimes. https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Reichspartei#Wahlen_und_regionale_Hochburgen

Bei der DVU handelt(e) es sich um eine nicht relevante Größe. Auf Bundesebene war es immer eine Kleinstpartei, die auf 0,1 bzw. 1,2% kam. Lediglich im Zuge Neugründung (Westen) und der hohen Volatität bei Wahlentscheidungen in den neuen östlichen Bundesländern (damals noch gängiger Terminus) konnte sie als Protestpartei punktuell bei Landtagswahlen Erfolge erzielen, wobei es im Anschluss auch sofort zu Auflösungserscheinungen kam. Die übriggebliebenen Reste der DVU machten dann zur NPD rüber.

Die REP konnte zwar im Laufe der Jahre in allen Bundesländern mehrfach antreten, verblieb aber auch im niedrigstprozentigen Bereich als marginale Größe. Mit Ausnahme eines Erfolgs bei den Europawahlen 1989 (->Protestpartei). https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Republikaner#Landtagswahlergebnisse

DVU und REP waren über lange Zeit Ein-Personen-Parteien, also von einer Person klar dominiert. Es gab auch in den 90ern mal die Überlegung zu fusionieren, was aber genau am Führungsanspruch dieser jeweiligen Ego-Hansel scheiterte.

Die AfD hingegen war noch unter Lucke ebenfalls weitgehend eine Ein-Personen-Partei, hat ihn als Ego-Hansel aber überwunden und erst anschliessend massiv zugelegt.

Zur NPD will ich mich gar nicht mehr äussern, weil zu ihr in der Vergangenheit schon genug geschrieben wurde und auch die beiden Verbotsanträge kläglich scheiterten. Zumindest beim ersten sogar mit saftiger und weithin hörbarer Klatsche vom BVerfG … für die Antragsteller (Kläger).

Bei der AfD sehe ich aktuell keinerlei Auflösungserscheinungen. Aber einen Tritt gegen das Knie, den sie sich selbst eingebrockt hat. Jetzt soll sie ruhig auch auslöffeln. Sollte es zu Schuldsprüchen kommen, könnte das vielleicht sogar das Mütchen vorübergehend abkühlen, sich als so ausserordentlich anders als die anderen darstellen zu wollen.

Da habe ich eher den Eindruck, dass Du nicht begreifen magst, wie Wahlen, Parteien und repräsentative, parlamentarische Demokratie funktioniert, wenn Du so einen bullshit raushaust. Diese Besserwessi-Attitüde muss doch geradezu Wähler im Osten ankotzen.

Bitte tritt im Osten bei Wahlkampfveranstaltungen von den Grünen auf. Die brauchen noch dringend mehr Von-oben-herab-Pädagogen.

Und jetzt wirfst Du am besten nochmal einen Blick auf die Wahlergebnisse im Westen. Vielleicht bringt es ja eine gewisse Einsicht. https://de.wikipedia.org/wiki/Alternative_für_Deutschland#Wahlergebnisse

(A) Wo hat Martin Schulz noch eine Bedeutung? In Talkshows?
(B) Nahles hat die GroKo durchbekommen, wurde von der SPD gewählt und hat seitdem sowie bislang jeden Angriff von den Anti-GroKoteers abbügeln können. Der Vorstand und die eigenen Minister stützen sie noch (klar, da hackt keine Krähe der anderen ein Auge aus).
© Merkel: huldige Deiner Greta ruhig weiterhin.

Genau das kannst Du dann bei den Wahlkampfauftritten im Osten erzählen.

Hast Du da Zugriff auf eine Studie/Untersuchung oder ist das nur faktenloses Bauchgefühl? Evtl., weil Du vier „Ex-Ossis“ aus dem linksalternativen Kinderbuchladen kennst?

Hallo Vdmaster,

Faktenloses Bauchgefühl.

Den Leuten, die aus den neuen Bundesländern hierher kamen, gefällt es hier sehr gut. Und sie reden über die verbliebenen Ostdeutschen so negativ, dass Zitate hier glatt gelöscht würden.

Stell Dich doch mal hier in eine Fußgängerzone und behaupte, das deutsche Volk würde von Merkel ausgetauscht. Du würdest Dich sehr schnell in der Uniklinik wiederfinden. Im Osten wird sowas von Vielen geglaubt!

Zur SPD werde ich an anderer Stelle was posten.

Falls Du heute Nacht nicht schon ausgetauscht wurdest, wünsche ich Dir einen

schönen Sonntag

Hans-Jürgen Schneider

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Dann wäre der Punkt ja geklärt.

Noch was zu Deinem eigentlichen Thema, die AfD vorführen zu wollen und der Anfrage vom MdL Müller (AfD).

Leider ist Deine Quelle mal wieder so ein eher flaches Jugendportal . Schade, dass Du Dir nicht die Mühe machst und die Anfrage sowie Antwort im saarländischen Parlament ausgegraben hast. Oder wenigstens den Link für eine erwachsene Zeitung https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/afd-saar-bekommt-antwort-messer-angreifer-haben-oft-deutsche-vornamen_aid-37745459, der im Jugendtext zu finden ist.

Da hättest Du immerhin einen Satz gelesen, den man beim Jugendportal wohl lieber rauslassen wollte.

Verloren gegangen in der Berichterstattung bei der Jugend sind auch die 107 Personen aus Drittstaaten. https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/kriminalitaet-statistik-zu-messer-straftaten-im-saarland_aid-33142811. Aber sie haben ja auch nur abgeschrieben.

wenn auch Syrer und Afghanen relativ gesehen überrepräsentiert waren.

Wer einen Taschenrechner bedienen kann, der kann auch leicht ermitteln, dass Syrer und Afghanen sogar massiv überrepräsentiert sind.

1490 Delikte abzgl. 289 unbekannte Tätverdächtige/Täter ergeben eine Gesamtzahl von 1201 Tatverdächtigen/Tätern. 158 Syrer und Afghanen bei einer Gesamtanzahl von 1201 sind dann mal minimal mehr als 13% der Tatverdächtigen/Täter mit bekannter Staatsbürgerschaft. Eine recht satte Zahl bei einem Bevölkerungsanteil von

Die 107 aus Drittstaaten machen nochmal 9% aus. Und die EU mit einer Partizipation von 94 kommen auf einen Anteil von 8%.

Entweder habe ich mich jetzt verrechnet oder es fehlen noch knappe 200 Personen :flushed: . Die haben sich doch wohl nicht irgendwo bei der Presse versteckt?!!? Also Viertstaatenangehörige gibt es nicht. Hm, dann muss es sich wohl um Personen mit unbekannter Staatsbürgerschaft handeln, oder etwa nicht?

Und auch die kleine Rechnerei 648/1201 ergeben lediglich 54% Deutsche als Tatverdächtige/Täter. Vielleicht kommen noch zwei oder drei Deutsche hinzu. Es ist jedenfalls nicht der Normfall, dass Deutsche ihre Staatsangehörigkeit lange vor den Strafverfolgungsbehörden verbergen können. Dafür sorgt schon die engmaschige Kontrolle über die Verwaltung (bspw. Meldewesen). Ich finde eine Nichtdeutschenquote von 46, von mir aus auch 45% nicht wirklich beruhigend. Das mag auch an der geografischen Lage liegen. Ähnliches kenne ich hier aus dem dt.-franz. Grenzgebiet.

Auch die insgesamt steigende Tendenz von Messerdelikten ist nicht beruhigend.

Und … magst Du jetzt mal auf die Suche nach den Quellen für Anfrage und Antwort gehen?

Oh, bitte! Jetzt haben die Ossis die Wessis, die ja immerhin 40 Jahre Vorsprung in Demokratie haben, mit ihrem Wahlverhalten indoktriniert? Ah, mal gucken, was die Ossis so wählen, das machen wir auch mal?
Die AfD war und ist eine Protestwählerpartei. Ganz klar mit einem braunen Anstrich, da bin ich voll bei dir. Aber sie hätte nie soviel Zulauf, wenn die sg. etablierten Parteien ihre Hausaufgaben machen würden und ihr Wahlvolk ernst nehmen würden.

Soon

Zur sachgerechten Wahrnehmung gehört, dass die von dir ergänzten Zahlen überhaupt nicht Bestandteil der Kleinen Anfrage und der zugehörigen Antwort waren! Wenn man sich schon bemüht, andere über die Wahl Ihrer Quellen zu belehren, sollte man sich doch selbst erst einmal bemühen, auf das Original zu verlinken. Bitte schön.

Im Weiteren drehst du hier einfach die Fakten herum. Hier hat keiner behauptet, dass Gewalttaten nur von Deutschen ausgeübt werden, ob mit und ohne Messer. Die Behauptung ging von der AfD aus: Hintergrund zur Anfrage ist die Überzeugung, dass Messerstechereien ein Problem von Zuwanderern eines bestimmten Kulturkreises sind und ein Phänomen, mit dem der Deutsche gemeinhin kein so großes Problem hat.

Nun konnte man in der AfD ja auch die Kriminalstatistik lesen. Aus der geht hervor, dass doch ein sehr deutlicher Anteil Deutscher solche Taten verübt. Der AfD war es eben nicht genug, darauf hinzuweisen, dass der Anteil überproportional ist. Man wollte es noch näher an der gewünschten Wahrheit haben, dass alle oder zumindest fast alle Taten von diesem Personenkreis verübt werden.

Also müssen die sich doch irgendwie hinter den Deutschen in der Statistik verstecken. Und wie bekommt man das raus? Eine kriminologische Höchstleistung: Man fragt die Vornamen und / oder die zweite Staatsangehörigkeit ab. Nur ging eben dieser Schuss (sic) jetzt nach hinten los.

Die These lässt sich also nicht halten.

Sachgerechter Umgang wäre nun festzustellen, dass man der Kriminalität nicht Herr wird, in dem man sich nur auf Menschen mit Herkunft aus einem bestimmten Kulturkreis fokussiert.

Hier sorgt der eifrige Einsatz der AfD immerhin dafür, dass sich seit Jahren um kaum eine andere Kriminalitätsentwicklung tiefer in der Öffentlichkeit gekümmert wird! Das ist für Straftäter eigentlich eine ziemlich super Angelegenheit. Man fliegt unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung.

Ehrlich wäre also eine Plakataktion im nächsten Wahlkampf, wo die AfD endlich mit offenen Karten spielt.

DEUTSCHE STRAFTÄTER SCHÜTZEN
AUSLÄNDER RAUS

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Ich habe auch nie behauptet, dass das irgendjemand behauptet hätte. Zudemm sind meine Berechnungen allein schon deswegen Makulatur, weil ich gerade festgestellt hatte, dass ich die Anzahl der Deutschen und Nichtdeutschen verwechselte. 8xx statt 6xx. Das geht dann auf meine Kappe.

Das ist aber wohl Dein Irrtum. Erstens verwechselst Du nun evtl. dieses Messer-Lagebild mit der PKS und zweitens veröffentlichte das Saarland in der PKS die tatbezogenen Zahlen Deutsche/Nichtdeutsche als Tatverdächtige gar nicht. Geschweige denn, dass Zuwanderer (im Sinne der Bundes-PKS) ausgewiesen würden.

Ich weiß nicht, welche PKS du so nutzt, ich nutze die saarländische und die schlüsselt sehr detailliert auf u.a. bei den Delikten (gefährliche) Körperverletzung in deutsche Täter, nichtdeutsche Täter und davon Zuwanderer.
https://www.saarland.de/dokumente/thema_polizei/PKS_2017.pdf

Ach so, dann war das so ein „Man wird ja wohl mal sagen dürfen“ ins Blaue. Verstehe.

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War davon die Rede?

Die AFD hat gerade davon profitiert, dass die „Demokratie“ immer offensichtlicher der Wirtschaft dient. Letzteres ist durchaus ein Anlass zum Protest, aber da finde ich die Schülerdemos derzeit sinniger, als die Rechtsvarianten - diese haben noch nie etwas verbessert.

Auch ohne Gruß