Hat Jemand Erfahrung mit einer guten

… Kinderpsychologin Nähe Wassenberg/ Heinsberg ?
Meine Tochter ist 7 Jahre alt und trennt sich unheimlich schwer von Gegenständen. Ifh bin getrennt lebend und die Kleine wohnt bei mir und meiner neuen Freundin.

Beispiel : Der CD Player der Kleinen ist kaput gegangen. Sie will ihn aber nicht weg werfen. Auf die Frage warum nicht ist immer die Antwort : "Weil ich den so liebe und ich mag keine Veränderungen und der erinnert mich und wenn der weg ist kann ich mich nicht mehr so gut erinnern. "

Das geht mit einem zerplatzten Luftballon und allem anderen genau so.

Ich denke wir brauchen da wirklich Hilfe.

Falls also ein Psychologe/in hier was zu schreiben könnte bzw mir jemand eine gute Ankaufstelle empfehlen kann wäre ich dafür sehr dankbar.

Grüße

Giovanne

hallo.

… Kinderpsychologin Nähe Wassenberg/ Heinsberg ?

leider nein.

Meine Tochter ist 7 Jahre alt und trennt sich unheimlich
schwer von Gegenständen.

seit wann?

Ifh bin getrennt lebend und die
Kleine wohnt bei mir und meiner neuen Freundin.

seit wann?

Veränderungen und der erinnert mich und wenn der weg ist kann
ich mich nicht mehr so gut erinnern. "

erinnern woran?

worauf ich hinaus will: könnte es sein, daß ein zusammenhang besteht zwischen deiner trennung und dem verhalten deiner tochter?

Ich denke wir brauchen da wirklich Hilfe.

vielleicht reicht ja schon etwas mehr zuwendung und genügend zeit?

wie steht deine tochter denn zu deiner neuen freundin?

gruß

michael

Hallo Michael,

meine Tochter ist seit Juli 2011 bei mir. Das Verhältniss zu meiner neuen Freundin ist sehr gut. Sie sieht Ihre Mutter alle 14 Tage. Trennung von Gegenständen schon vor dem Umzug. Ich selbst arbeite zwar viel aber sie bekommt meine ganze Liebe. Mit erinnern meint sie an die Situation wie das aussah als der cd player dort noch stand z.b.

Grüße

Giovanne

Hallo!

Manchmal hebt man Dinge auf, nur um der Erinnerungen willen, die daran hängen. Das ist bis zu einem bestimmten Grad menschlich. Ich habe für mich folgende Lösung gefunden: Ich fotografiere das Ding, speichere die Bilder auf meinem Computer, füge vielleicht noch eine Notiz an, und anschließend schmeiße ich das Ding bedenkenlos weg.

Vielleicht schenkst du ihr also ein Tagebuch oder sogar einen Fotoapparat, damit sie ihre Erinnerungen buchstäblich festhalten kann ohne jeden Fitzel aufzubewahren (wie Ilya Kabakovs „Garbage Man“ 1 und 2). Womöglich, Sublimierung sei Dank, wird aus ihr eine Künstlerin. Vielleicht auch nicht, aber es könnte ihr doch helfen, sich von Dingen zu trennen.

Gruß
Peter

-) das ist eine tolle Idee. Wirklich. Aber genau das habe ich Ihr vorhin auch vorgeschlagen jedoch findet sie ein Foto nicht so real wie wenn es wirklich dort steht…habe mal eine Kinderpsychologin angeschrieben. Hoffe ich bekomme schnell einen Termin und muss nicht 6 Monate oder länger warten…

Hallo,

ich ehre die Psychologie, aber ich denke nicht, dass ein Therapeut immer sein muss.

Ich nenn mal ein Beispiel: Ein Vater wurde selbst als Kind beim Einnässen geschlagen und sein Kind nässt nachts ein. Nun könnte man meinen, dass hier kein Zusammenhang besteht, da der Vater sein Kind nicht haut und sehr liebt. Dennoch macht er sich Sorgen, da er ja von sich selbst weiss, dass er aus Angst eingenässt hat und schickt das Kind zum Psychologen.

Nun ist es aber so, dass die nächtliche Kontrolle über die Blase vererbbar ist und man nie erfahren wird, ob der Vater nicht auch ohne Schläge eingenässt hätte.

Bei euch kann eine ähnliche Konstellation sein: Trennung der Eltern und das Kind hat Angst sich vor etwas zu trennen. Ist es nun eine Reaktion auf die Trennung der Eltern oder würde das Kind auch ohne Trennung der Eltern Schwierigkeiten haben sich von etwas zu trennen? Das kannst Du mal beobachten (fühlt sie sich sicher, ist sie fröhlich und entspannt in den meisten anderen Situationen?).

Ich glaube ich würde mein Kind jetzt nicht zum Psychologen schicken, sondern erstmal abwarten und selbst ein wenig daran arbeiten, z.B. den eigenen Kleiderschrank ausmisten und mit ihr gemeinsam die Kleider entsorgen. Vielleicht einen Flohmarkttag. Dann redet viel darüber, was Erinnerungen ausmachen.

Wenn das alles nichts hilft, dann gehe erstmal selber zum Kindertherapeuten und frage nach, wie er/sie das einschätzt. Ich finde Deine Frage nach einem „guten“ Therapeuten wichtig, aber Du allein kannst beurteilen, ob er was taugt oder nicht. Damit würde ich erstmal das Kind nicht belasten wollen.

Viele Grüße

chili hat auf jeden fall recht also wenn überhaut dann rat ich dir auch zu einem kindertherapeuten. zwischen psychologen und therapeuten gibts doch ne menge unterschiede. psychologen sind doch sehr erpicht darauf dir irgendwelche medis zu verschreiben. meine meinung die bringens in den meisten fällen nicht

lg kuddl

Hi,
ich bin zwar keine Expertin, trenne mich aber auch ungerne von Dingen. Bin aber vollkommen erwachsen.

Als eine meiner beiden Katzen starb, wollte ich NICHTS in der Wohnung verändern, weil damit eben ganz viele Erinnerungen an das liebste und verrückteste Katzenvieh, das je gelebt hat, verloren gehen würden.

Orte, an denen sie saß, an denen sie irgendwelche verrückten Dingen machte, etc etc (z.B. hatte ich damals noch ne Waschmaschine im Bad stehen - sie ist da drauf geklettert, um sich aus meinem Waschbeutel, der im Regal daneben stand, ein Wattestäbchen als Spielzeug rauszuholen!)

Nächste Woche wird ihr Tod drei her sein. Und ja, ich habe viel vergessen, und ich war immer zu lahmar***ig, diese Erinnerungen aufzuschreiben.

Aber bevor es zu sehr off topic wird:

Es ist nicht nur so, dass ich radikale Veränderungen nicht besonders mag, ich bin eben auch allgemein etwas lahmar***ig. Was zur Folge hat, dass ich mir z.B. einen neuen CD-Spieler kaufe, wenn der alte kaputt ist, aber nicht dazu komme, den alten zu entsorgen.

Oder eben etwas absichtlich aufhebe, weil ich damit ‚mental‘ noch nicht abgeschlossen habe.

Es muss aber nur etwas Zeit vergehen (Wochen oder Monate), und siehe da: Ich hab mich an das Neue gewöhnt, und - wenn ich mal einen Putz- oder Aufräumfimmel kriege - dann wird das Alte (mit dem ich mittlerweile mental abgeschlossen habe, es einfach vergessen habe, etc) mit Freude entsorgt.

Daher mein Vorschlag:
Gib Deiner Tochter Zeit. Lass Sie es auf ihre eigene Art und Weise machen. Mir ist klar, dass Eure Trennung sicherlich eine große Rolle für sie spielt, und ihr Verhalten somit auch damit zusammenhängen kann. Aber gerade deshalb (aber nicht nur deshalb) solltest Du ihr Zeit geben - irgendwann wird der alte CD Spieler für sie keine Rolle mehr spielen. Dann wird sie ihn schon entsorgen wollen.

Und frag’ nicht alle paar Wochen nach, ob er denn jetzt endlich weg kann! Lieber mal alle paar Monate unauffällig beim Aufräumen etc fragen, ob da noch was wäre, was weg soll, usw.

Meiner Meinung nach solltest Du einen Kinderpsychologen erst dann zu Rate ziehen, wenn Du merkst*, dass Eure Trennung ihr größere Probleme macht, als sie ohne externe Hilfe bewältigen kann.

gruss, isabel

*womit ich natürlich nicht meine, dass sie leiden soll, weil sie ihr Leiden so gut versteckt, dass Du es nicht bemerkst… Wusste den Satz nur nicht besser auszudrücken.

Hallo Alle zusammen,

Ihr seid super !!! Vielen Dank für die ganzen Antworten. Ich bin jetzt um einiges schlauer geworden und denke, daß ich dann doch erst mal alleine versuche die Sache zu regeln. Ich setzte mich in dem Bsp mit dem CD Player mit Ihr hin, lass sie im Internet selbst einen neuen aussuchen und der alte bleibt dort stehen bis sie sich an den neuen gewöhnt hat und selbst entscheidet dass der alte weg kann. Ansonsten ist sie wirklich sehr ausgeglichen und fröhlich. Das mit dem Kleiderschrank ausräumen hab ich übrigens schon vor einigen Wochen gemacht :smile: Sie wollte sich nicht anziehen und da haben wir alles was ihr nicht mehr gefiel aussortiert und das ging auch gut so.

Vielen Dank also für Eure Antworten und wenn jemand noch weitere Tipps hat gerne :wink:

Hallo,

ich finde, Deine Tochter hat da eine wirklich gute Symbolik für den Umgang mit der Trennung gefunden. Kluges Kind, das sich seine Ausdrucksmöglichkeiten schafft und ja auch sprachlich gut artikulieren kann.

"Weil ich den so liebe und ich mag keine Veränderungen und der erinnert mich und wenn der weg ist kann ich mich nicht mehr so gut erinnern. "

Es ist etwas kaputt gegangen, was sie geliebt hat (ihre Familie), die Veränderung war/ist nicht schön. Sie arrangiert sich damit (lese ich heraus), will aber ihre Erinnerungen erhalten und sucht Möglichkeiten dazu - so lese ich das.

Und ich finde es sehr schön, wie Du reagiert hast. So kann sie (beim CD-Player) mit Deiner Hilfe selbst nach einer neuen Situation (Anschaffung) suchen und den Ablöseprozess gestalten.

Wenn Ihr mit ihr in Bezug auf die Trennung in einer ähnlichen Art umgeht, wie ich sie darin höre, dann wird sie das packen, denke ich. Juli 2011 ist ja noch nicht lange her.

Wenn Du doch mal professionellen Rat suchst, könntest Du Dir auch erstmal eine Einschätzung in einer psychologischen Beratungsstelle holen (müsste es in der nächsten größeren Stadt eigentlich geben, oft von verschiedenen Trägern). Empfehlungen für gute Kindertherapeuten kann wahrscheinlich auch der Deutsche Kinderschutzbund geben, wenn es den in der Nähe gibt.
Allerdings denke ich auch, dass das im Augenblick vielleicht nicht unbedingt nötig ist. Auch wenn ich grundsätzlich denke: Man darf auch sich (oder eben seinem Kind) mal in einer schwierigen Zeit Unterstützung holen, um besser mit etwas umgehen zu können und einen guten Weg zu finden.

Viele Grüße,

Jule

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Vielen Dank auch an Jule :wink:

Das stimmt so nicht.
Hallo,

ne,ne,ne - das habe ich so nicht geschrieben!

chili hat auf jeden fall recht also wenn überhaut dann rat ich
dir auch zu einem kindertherapeuten.

Das stand eh außer Frage - es geht nur ein Kinderpsychologe. Ein Psychologe, der therpeutisch arbeitet ist ein Psychologischer Psychotherateut, d.h. ein Psychologe mit einer Psychotherapeutischen Zusatzausbildung.

Was ich aber meinte, war das Verhalten des Kindes nicht automatisch auf die Trennung zurück zu führen. Nicht jede „Marotte“ muss therapeutisch behandelt werden.

zwischen psychologen und

therapeuten gibts doch ne menge unterschiede.

Du wirfst alles in einem Topf und rührst dann nochmal durch (siehe Erklärung oben).

psychologen sind

doch sehr erpicht darauf dir irgendwelche medis zu
verschreiben. meine meinung die bringens in den meisten fällen
nicht

Kein Psychologe verschreibt Medikamente!!! Das tun NUR Ärzte. Ein Psychologe ist kein Arzt. Das Wort „Therapeut“ sagt nichts aus. Es kann alles mögliche sein über Physiotherapeut, Heilpraktiker, Coach, Psychologe, Reittherapeut, Kunsttherapeut, auch ein Arzt kann ein Therapeut sein…

Viele Grüße

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Was die Kleine nach der traumatischen Trennungserfahrung braucht, ist Sicherheit und Zuwendung.

Die kannst nur du ihr geben und kein Kinderpsychologe.

Was ist übrigens dabei, wenn sie einen alten CD-Player behalten will?

Kinder haben öfter solche Phasen.

mfg

Hallo Zusammen,

vielen Dank nochmals für die ganzen Antworten. Aufgrund Eurer Antworten und meiner Überzeugung zu der ich nach Euren Meinungen gekommen bin werde ich wie gesagt erst mal keinen Psychologen oder Therapeuten aufsuchen. Ich werde mit meiner Tochter noch mehr Zeit verbringen, Gespräche führen und Ihre Wünsche in sofern berücksichtigen, daß ich z.b. den CD Player stehen lasse bis sie selbst entscheidet dass er jetzt weg kann. Ihr habt Recht wenn Ihr sagt, daß so ein CD Player z.b. nicht viel Platz weg nimmt im Zimmer und irgendwann wird sie schon selbst sagen, dass er weg kann. Mir ist wichtig dass es meiner Tochter gut geht und da bin ich dabei den Weg zu finden, wann ich „streng“ und konsequent sein muß ( bei Zickereien ) und wann verständnisvoll ( Bei Dingen die sie WIRKLICH traurig machen, vielleicht aufgrund der Trennung ).

Grüße

Giovanne

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Mir ist wichtig dass es
meiner Tochter gut geht und da bin ich dabei den Weg zu
finden, wann ich „streng“ und konsequent sein muß ( bei
Zickereien ) und wann verständnisvoll

Vielleicht hilft es, wenn du das nicht als „Entweder oder“, „böse“ / „gut“, „angenehm“ / „unangenehm“ betrachtest. Verständnisvoll, liebevoll, zugewandt und streng, konsequent sind keine Gegensätze. Du bist verständnisvoll und liebevoll gerade auch weil du konsequent bist.

Du wirst dich immer auf diesen Achsen bewegen, immer wird alles eine Rolle spielen. Da ist es durchaus förderlich, auch für die Zicke Verständnis zu haben - und dennoch bzw. gerade deshalb konsequent zu sein :wink: