Hat Lenin 13 Mio Menschen auf dem Gewissen?

Hallo P.B.
.völkerung z Was Russland betrifft, so reden

wir geschätzt von etwa 48-50 Mio Einwohnern 1917,

das das alte Zarenreich nur soviel Einwohner gehabt haben soll
zweifel ich mal stark an,das waren wohl bestimmt doppelt so
viele. Im Jahre 41 wurden ca. 50 Mio unter deutscher Besatzung
von Stalin als Verlust eingsetuft, damit Gleichstand des
menschlichen Potentials

Ich habs von Tankred Kauf, aber dessen Quellen nicht einzeln überprüft. Könnte aber trotzdem hinkommen, weil Russland immer noch beeindruckend viel unbesiedeltes Gebiet hatte. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte kann nicht so hoche gewesen sein.
Und was der Stalin da so als russische Verluste einstufte waren ja in Wirklickeit nicht alles Russen. Vielleicht liegt hier die Zahlendiskrepanz?

eher

weniger. 13 Mio getötet hätten mit Sicherheit dafür gesorgt,
dass dieses Land sich nie wieder so erholt hätte, wie es sich
ja dann erholte. Alleine schon aus diesem Grund halte ich die
Zahl für unrealistisch.

deshalb dürften wohl deine Einwohnerzahlen glatt falsch
sein…

Den Schluß sehe ich jetzt nicht so. Denn die 13 Mio sind ja einfach nur sehr hoch gegriffen. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass die Zahl von 13 Mio zu hoch angesetzt ist, andere Schätzungen liegen ja eher bei 4 Mio und das üwrde dann schon eher hinkommen. Wobei 4 Mio Tote auf Lenins Konto sicher auch schrecklich genug sind.

Und noch eine weitere Anmerkung. Da hab ich mal wieder was
gelesen, es war ein Bürgerkrieg und die Einmischung von außen
war illegal. Weswegen man eine große Anzahl der Toten auf
andere Konten buchen müsste. Das ist natürlich wieder die
Theorie des Wegsehens. Aber denken wir mal nach. Wenn die
Einmischung damals geklappt hätte, hätte es den Russen 80
Jahre Diktatus sparen können, der Welt vierzig Jahre Klaten
Krieg immer an der Grenze der nuklearen Katastrophe und vor
allem (als ein gutes Beispiel für die Widersinnigkeit des
konsequenten Wegsehens) es hätte nie eine Beschnew-Doktrin
gegeben, nie die Toten des 17.Juni. Bevor man also solche
Argumentationsspiele betriebt, sollte man vielleicht auch mal
darüber nachdenken, was die Alternativen waren.

Meine Rede, dafür gibts auch *

Heißen Dank!

Gruß
Peter B.

Hallo Andreas,

zunächst einmal missverfällt mir wiedereinmal (eine Parallele
zur Diskussion um die „Auschwitz-Lüge“) diese unsägliche
Diskutiererei um 1, 4 oder 13 Millionen Tote. Sollte Brecht
doch recht behalten, dass Dich ein Getöteter zum Mörder,
Tausende aber zum Helden machen? Also: Lenin war ein
unsäglicher, nicht tolerierbarer Massenmörder. PUNKT.

Schau doch mal bei Brecht nach, was der von Lenin hielt.

Zur historischen Bewertung: alle Scheußlichkeit, die man sich
vor Hitler und Stalin vorstellen konnte, hat Lenin zumindest
gedacht und beschrieben, auch wenn ihm gelegentlich die Mittel
fehlten, sie in die Tat umzusetzen.

Ich wäre wirklich dankbar, wenn mir irgendjemand hier eine
Stelle aus Lenins Nachlass nennen kann, in der er uns in
irgendeiner Form menschlich daher kommt! Ich warte.

Und ich warte mal, ob du uns die Stellen bei Lenin, publiziert
oder nachgelassen, nennst, wo er jene „Scheußlichkeiten“
beschrieben hat.

Die Sonne, sie stünde nicht nur tief, sie wäre schon untergegangen,
wenn deine „historische Bewertung“ ernst zu nehmen wäre.
Als private Exaltation bleibt sie harmlos.

Gruss
Nescio

Hallo,

natürlich war nicht jeder, der den toten Lenin besuchte, Kommunist.
Aber ich denke mal, die die da standen, die waren zumindest auch keine ausgesprochenen Gegner der damaligen MAcht, die sich ja auf lenin berief. (wobei es damals ein paar sehr schöne Witze diesbezüglich gab).
Ich wollte damit ja nur beweisen, daß die Behauptung der relativ kleinen Schicht verbohrter Kommunisten, die ein ganzes riesiges Volk gewaltmäßig unterdrückt, so nicht stimmen kann. Die hat auch zu Stalins Zeiten nicht gestimmt im Übrigen. Ansonsten hätten die Russen ja die Deutschen im Krieg euphorisch als befreier begrüßen müssen, statt sie als Partisanen zu bekämpfen. Denn zumindest in den betzten Gebieten gab es ja keine kommunistische herrschaft mehr.

Man darf immer eins nicht vergessen: Unter dem Zaren ging es der russischen Bevölkerung elendig dreckig. Auch da gab es immer wieder mal Hungersnöte und regelrechte Hungerrevolten. Und Millionen von Leuten wurden im 1. Weltkrieg unter unfähigen Generälen und unzureichend ausgerüstet und bewaffnet an der Front verheizt.
Unter diesen bedingungen waren die Parolen und Versprechungen der Bolschewiki für viele erst einmal akktraktiv - und sie waren es noch mehr, als mit dem Ende des Bürgerkrieges wirklich eine gewisse Normalisierung des Lebens einsetzte.
ES zählt ja nicht nur das Essen im Topf. Die Kommunisten brachten ja auch Biöldungsmöglichkeiten für das Volk, eine gesundheitliche Betreuung und einen gewissen technischen Fortschritt (allein schon durch die Elektrifizierung des Landes).
Das ist der gleiche Effekt, der auch in der DDr bis in die 80er Jahre für realtive Ruhe sorgte: So lange der Lebensstandart tatsächlich steigt, wirkt das Regime in gewissem Sinne durchaus glaubwürdig und große Teile der Bevölkerung sind dann durchaus bereit, auch Einschränkungen auf demokratischem Gebiet in Kauf zu nehmen. Das klappt ja auch jetzt in China wieder zum Beispiel.

Natürlich sind nach 1918 in Rußand Millionen Menschen gestorben. Als Käm,pfer oder zivile Opfer im Bürgerkrieg, an Seuchen, an Hunger - was weiß ich noch alles. Aber das Land befand sich zumn zeitpunkt der Revolution im Oktober 1918 im Kriegszustand und dafür konnte Lenin nichts. Und er konnte auch nichts für das kriegbedingte Elend, daß zu diesem Zweitpunkt eh schon herrschte im Lande.
Wer will da heute aufrechnen, wer wie viele Menschen wirlich auf dem Gewissen hat? Wem werden die Opfer zugrechnet, denen die Weißen mitunter die Haut bei lebendigem Leibe abgezogen haben, weil sie die Kommunisten unterstützt hatten? (Mit so was mach man sich keine Freunde - die mehrheitlich bürgerlichen Revolutionsgegener haben sich vielfach durch ihr selbstherrliches und menschenverachtendes Auftreten gegenüber den einfachen Bauern ihre Gegner selber produziert).
Klar wollte lenin den Kummunismus - aus eigener Überzeugung. Weil er glaubte, daß das der richtige Weg sei. Und mit Sicherheit trieb den nicht die Lust am Morden oder die Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen. Das unterscheidet ihn von vielen anderen Diktatoren.

Gernot Geyer

Hallo Gernot

Hallo,

natürlich war nicht jeder, der den toten Lenin besuchte,
Kommunist.
Aber ich denke mal, die die da standen, die waren zumindest
auch keine ausgesprochenen Gegner der damaligen MAcht, die
sich ja auf lenin berief. (wobei es damals ein paar sehr
schöne Witze diesbezüglich gab).
Ich wollte damit ja nur beweisen, daß die Behauptung der
relativ kleinen Schicht verbohrter Kommunisten, die ein ganzes

le erst einmal akktraktiv - und sie

waren es noch mehr, als mit dem Ende des Bürgerkrieges
wirklich eine gewisse Normalisierung des Lebens einsetzte.
ES zählt ja nicht nur das Essen im Topf. Die Kommunisten
brachten ja auch Biöldungsmöglichkeiten für das Volk, eine
gesundheitliche Betreuung und einen gewissen technischen
Fortschritt (allein schon durch die Elektrifizierung des
Landes).

der nur durch die GULAGS möglich wurde

Das ist der gleiche Effekt, der auch in der DDr bis in die
80er Jahre für realtive Ruhe sorgte: So lange der
Lebensstandart tatsächlich steigt, wirkt das Regime in
gewissem Sinne durchaus glaubwürdig und große Teile der
Bevölkerung sind dann durchaus bereit, auch Einschränkungen
auf demokratischem Gebiet in Kauf zu nehmen. Das klappt ja
auch jetzt in China wieder zum Beispiel.

Natürlich sind nach 1918 in Rußand Millionen Menschen
gestorben. Als Käm,pfer oder zivile Opfer im Bürgerkrieg, an
Seuchen, an Hunger - was weiß ich noch alles. Aber das Land
befand sich zumn zeitpunkt der Revolution im Oktober 1918 im
Kriegszustand und dafür konnte Lenin nichts. Und er konnte
auch nichts für das kriegbedingte Elend, daß zu diesem
Zweitpunkt eh schon herrschte im Lande.
Wer will da heute aufrechnen, wer wie viele Menschen wirlich
auf dem Gewissen hat? Wem werden die Opfer zugrechnet, denen
die Weißen mitunter die Haut bei lebendigem Leibe abgezogen
haben, weil sie die Kommunisten unterstützt hatten? (Mit so
was mach man sich keine Freunde - die mehrheitlich
bürgerlichen Revolutionsgegener haben sich vielfach durch ihr
selbstherrliches und menschenverachtendes Auftreten gegenüber
den einfachen Bauern ihre Gegner selber produziert).
Klar wollte lenin den Kummunismus - aus eigener Überzeugung.

Blödsinn, es ging nur um die Macht…

Lieber Gernot, ich hab bei den Stunden in Geschichte und Stabü immer gepennt, du warst aber anscheinend putzmunter und bei dir hat die Propaganda auch gewirkt… büdde net persönlich nehmen, bei vielen anderen war es genauso :wink:

Gernot Geyer

LG
Mikesch

Vielen Dank für eure Beiträge

Vielen Dank für eure Beiträge.

Gruss

Hallo Nescio,

Und ich warte mal, ob du uns die Stellen bei Lenin, publiziert
oder nachgelassen, nennst, wo er jene „Scheußlichkeiten“
beschrieben hat.

Ich bitte, mein neues Posting oben zu beachten.

Andreas