Hat sich der Mensch weiterentwickelt?

eine kleine geschichte.

eine tages kam ein sehr berühmter Lehrer in eine stadt und berichtet über seine aussergewöhnlichen lehrmethoden, seinen
erfolgen und badete förmlich in Eigenlob.
ein derwisch der dieses schauspiel beobachtet ging auf ihn zu
und hielt eine goldmünze hoch. die goldmünze fing sofort die aufmerksamkeit des prahlers und der derwisch sprch zu ihm:
wenn du es schfst meiner katze das essen mit messer und gabel beizubringen dann kriegst du diese münze.
das volk brach in gelächter aus und der prahler wurde rot vor entsetzen da er wusste das dieser dummkopf seine fähigkeiten aufs äußerste zu testen versuchte. natürlich voller Selbstmut
schrie der lehrer auf und sagte: ich habe schon affen das lesen beigebracht und vögeln das sprechen, gib nur die katze her, du alter Narr, es soll nicht meine sorge sein wenn du dein geld verlieren willst.
die beiden männer verabredeten sich auf den kommenden neumond.
als langasm die stunde der wahrheit dämmerte war der lehrer sehr gut vorbereitet und hatte es wirklich geschafft unter aufwendung vieler methoden die Katze zu dressieren und tritt vor den Derwisch.
die leute sammelten sich um die beiden herren und der derwisch forderte den lehrer auf seine katze aus dem sack zu lassen und seine aufgabe zu erfüllen. edr lehrer lächelte schon ganz gierig als der derwisch eine maus aus der tasch zog, die katze sie erblickte und lief wie der teufel hinter der maus her.
die moral der geschicht,
hey mensch,täusch dich nicht.

Hä ???

Ein wenig mehr Mühe könntest Du Dir schon geben.
Gruß Helmut

Wie ? Wenn man einer Sammlung an Aussagen gegenübersteht, welche in sich abgeschlossen sind und jeden Zugang über eine potentielle Faslifizierung oder Verifizierung von vornherein systematisch ausschließen - wie bitte soll man sich denn da noch die Mühe einer: Argumentation machen ??

Grüße
Jochen

Durcheinander
Hallo !

Hier wirfst du wieder zwei Sachen durcheinander. Die Anlagen zu egoistischem und räuberischem Verhalten sind genetisch bedingt. Ihre Veränderungen unterliegen einer Selektion durch Selektionsdrücke, die wir (noch) nicht richtig verstehen. Beide Verhaltensaspekte haben jedoch zunächsmal (im Prinzip und in gewissen Grenzen!) - so sehe ich das - recht allgemeine Vorteile, unabhängig vom kulturellen und sozialen System, in welchem die Art lebt. Kultur und Ethos sind mitunter beeinflußt von angeborenen Verhaltensweisen, gehen aber weit darüber hinaus. Auch evolutiv: sie bieten den Vorteil, daß das Verhalten von sozialen Individuen sehr schnell an neue Bedingungen angepaßt werden kann - festgelegte Triebe können kontrolliert werden. Interessanterweise ist das aber auch wieder Grund sehr rascher Änderungen der Bedingungen, unter denen das Individduum lebt. In diesem stark rückgekoppelten System finden kontinuierlich und schnell alle möglichen Veränderungen statt, selbst bei ansonsten konstanten Umweltbedingungen. Der evolutive Trend ist hier nicht in der Entwicklung einer Kultur oder eines Ethos zu sehen, sondern in der Tatsache, daß die Natur es schafft, Systeme zu entwickeln, die sich sehr schnell verändern können (um gegen andere, konkurrierende Systeme, die sich auch schnell ändern, bestehen zu können). Und das alles recht unabhängig vom Genom, was für derart rasante Umwälzungen zu träge ist.

Grüße
Jochen

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Höher ? Besser ?
Hallo !

Also solange die Genforscher die Finger von uns lassen, läuft
die Evolution ihren langsamen, unmerklichen Gang.

Gentechnik und Technik überhaupt ist AUCH EIN TEIL DER EVOLUTION. Mit welchem Recht stellen Wir uns und unser Werken in der Welt den Abseits von dem anderer Arten (die die Welt mehr verändert haben, als die ganze Familie der Hominiden bisher)

Allerdings steht es jedem Individuum frei, aus den Erlebnissen
früherer Generationen zu lernen und es besser zu machen. Der
Einzelne hat also durchaus die Chance, es besser zu machen.

Ja, ja. Geistige Höherentwicklung, der bessere Mensch. Es war die Frage nach der Ethik. Hat die sich entwickelt. Da muß man feststellen, sie hat. Aber: besser oder schlechter sind hier Begriffe auf der Ethik selbst. Hier hängt man doch in einem nicht auflösbaren Zirkelschluß. So nach dem Motto: Ist das eine gute Ethik ? Das macht keinen Sinn. (Bezieht sich auch auf die Beiträge weiter unten im Thread)

Auf der anderen Seite (wenn man das nicht ethisch versteht), kann ich deine Antwort nicht verstehen. Heute macht es doch schon jeder Mensch besser, denn es leben ja mehr Menschen als früher in mehr Wohlstand, größerer Sicherheit und mehr Frieden.

Und dann noch: Wenn es der Einzelne besser macht, macht es auch die Gesellschaft. Das kann man nicht isolieren.

Meint Jochen!

Hallo,

Gentechnik und Technik überhaupt ist AUCH EIN TEIL DER
EVOLUTION. Mit welchem Recht stellen Wir uns und unser Werken
in der Welt den Abseits von dem anderer Arten (die die Welt
mehr verändert haben, als die ganze Familie der Hominiden
bisher)

Zweimal nein!!
1.Gentechnik und Technik sind KEIN Teil der Evolution, sondern lediglich der kulturellen Entwicklung.
2.Die Hominiden sind die erste - und im Erfolgsfalle mit tödlicher Sicherheit die einzige - Art, die sehenden Auges und wissend, was sie tut, ihre eigene Lebensgrundlage zerstört.

Allerdings steht es jedem Individuum frei, aus den Erlebnissen
früherer Generationen zu lernen und es besser zu machen. Der
Einzelne hat also durchaus die Chance, es besser zu machen.

Ja, ja. Geistige Höherentwicklung, der bessere Mensch. Es war
die Frage nach der Ethik. Hat die sich entwickelt. Da muß man
feststellen, sie hat. Aber: besser oder schlechter sind hier
Begriffe auf der Ethik selbst. Hier hängt man doch in einem
nicht auflösbaren Zirkelschluß. So nach dem Motto: Ist das
eine gute Ethik ? Das macht keinen Sinn. (Bezieht sich auch
auf die Beiträge weiter unten im Thread)

Mit diesem Absatz bin ich einverstanden.

Auf der anderen Seite (wenn man das nicht ethisch versteht),
kann ich deine Antwort nicht verstehen. Heute macht es doch
schon jeder Mensch besser, denn es leben ja mehr Menschen als
früher in mehr Wohlstand, größerer Sicherheit und mehr
Frieden.

Jeder Mensch kann nur das, was ihm beigebracht wurde. Von wem ?
Mehr Frieden sehe ich übrigens nicht …

Und dann noch: Wenn es der Einzelne besser macht, macht es
auch die Gesellschaft. Das kann man nicht isolieren.

Siehe oben: Ohne die Gesellschaft ist der Einzelne nichts - nicht einmal überlebensfähig.

Bye
Barney

Hallo,

Zweimal nein!!
1.Gentechnik und Technik sind KEIN Teil der Evolution, sondern
lediglich der kulturellen Entwicklung.

Ähm, und woher kommt die Kultur ? Ist sie vom Himmel gefallen ? Wie kann man denn eine Eigenschaft aussondern aus dem Pool aller Eigenschaften einer Art ? Und das auch nur beim Mensch. Und hier auch immer nur geistige Fähigkeiten, weil sie ja ach so grundsätzlich verschieden sein sollen von allem, was es sonst so gibt ? Für mich klingt eine Argumentation wie oben ziemlich überheblich (nicht persönlich gemeint!).

2.Die Hominiden sind die erste - und im Erfolgsfalle mit
tödlicher Sicherheit die einzige - Art, die sehenden Auges und
wissend, was sie tut, ihre eigene Lebensgrundlage zerstört.

Das ist sehr wahrscheinlich richtig. Ein schönes Beispiel auch für die Frage, ob der Mensch einen freien Willen hat. Sieht so aus, als wüsste er, was er tut, er hat aber faktisch keine Wahl - so rennt er „instinktiv“ in sein Verderben.

Siehe oben: Ohne die Gesellschaft ist der Einzelne nichts -
nicht einmal überlebensfähig.

Die Gesellschaft IST ein Kollektiv von Individuen.

CU
Jochen

Hallo Jochen,

Zweimal nein!!
1.Gentechnik und Technik sind KEIN Teil der Evolution, sondern
lediglich der kulturellen Entwicklung.

Ähm, und woher kommt die Kultur ? Ist sie vom Himmel gefallen
? Wie kann man denn eine Eigenschaft aussondern aus dem Pool
aller Eigenschaften einer Art ? Und das auch nur beim Mensch.
Und hier auch immer nur geistige Fähigkeiten, weil sie ja ach
so grundsätzlich verschieden sein sollen von allem, was es
sonst so gibt ? Für mich klingt eine Argumentation wie oben
ziemlich überheblich (nicht persönlich gemeint!).

Du verwechselst oder vermischst die (genetisch gegebene) Kulturfähigkeit und Lernfähigkeit (Eigenschaft), mit dem, was der Mensch dann tatsächlich daraus macht. Er wird nicht mit der Kultur geboren. Jedes Individuum muss sie erlernen.

2.Die Hominiden sind die erste - und im Erfolgsfalle mit
tödlicher Sicherheit die einzige - Art, die sehenden Auges und
wissend, was sie tut, ihre eigene Lebensgrundlage zerstört.

Das ist sehr wahrscheinlich richtig. Ein schönes Beispiel auch
für die Frage, ob der Mensch einen freien Willen hat. Sieht so
aus, als wüsste er, was er tut, er hat aber faktisch keine
Wahl - so rennt er „instinktiv“ in sein Verderben.

Oh nein, er rennt nicht „instinktiv“ in sein Verderben, sondern aus Geldgier und Rücksichtslosigkeit. Es gibt genug Wissenschaftler, die auf die Folgen des wirtschaftlichen Tuns hinweisen.

Siehe oben: Ohne die Gesellschaft ist der Einzelne nichts -
nicht einmal überlebensfähig.

Die Gesellschaft IST ein Kollektiv von Individuen.

Natürlich! Aber auch wenn es jeder Einzelne nicht wahrhaben will, allein ist er nichts.

Bye
Barney

Hallo Barney!

Du verwechselst oder vermischst die (genetisch gegebene)
Kulturfähigkeit und Lernfähigkeit (Eigenschaft), mit dem, was
der Mensch dann tatsächlich daraus macht. Er wird nicht mit
der Kultur geboren. Jedes Individuum muss sie erlernen.

Richtig. Die erbliche Komponente ist die Kulturfähigkeit, wobei hier auch schon Grundzüge möglicher Ausprägungen festgelegt sind. Die Erbliche Komponente hat sich nicht erkennbar weiterentwickelt. Wichtig ist die hohe Flexibilität der Ausprägungen. Und genau daher kann man dort nicht von einer Weiterentwicklung reden, sondern nur von einer Veränderung.

Oh nein, er rennt nicht „instinktiv“ in sein Verderben,
sondern aus Geldgier und Rücksichtslosigkeit. Es gibt genug
Wissenschaftler, die auf die Folgen des wirtschaftlichen Tuns
hinweisen.

Ja doch: Geldgier und Rücksichtslosigkeit SIND Ausprägungen seiner INSTINKTE. Nichts anderes. Die Wissenschaftler sind Individuen, welche unter bestimmten Umständen rationale Beschreibungen von Zuständen und deren (rational) abschätzbaren Folgen aufzeigen. Auch von diesen würden die meisten für mehr Geld auch Gutachten verfassen, welche die Harmlosigkeit gewisser Industriezweige überbewerten… :frowning: Zudem werden sie auch ihre Klamotten dort kaufen, wo sie am billigsten sind (und darüber hinwegsehen, daß sie in Drittweltländern unter fehlenden Umweltauflagen und Ausbeutung der Arbeiter gefertigt wurden) oder, snobistisch, ihren Mercedes mit toller Wurzel- oder Teakholz-Ausstattung fahren…

Die Gesellschaft IST ein Kollektiv von Individuen.

Natürlich! Aber auch wenn es jeder Einzelne nicht wahrhaben
will, allein ist er nichts.

Ja, so sehe ich das doch auch. Was auch gut zu dem oben beschriebenen paßt: Selbst wenn einzelne (teilweise) rational handeln, ist das Verhalten des Kollektivs instinktiv. Die Ratio hat da sehr, sehr wenig Gewicht. Unsere Fähigkeiten zur Planung setzen wir letzlich nicht planvoll ein. Die Grundlage unseres Handelns bilden Instinkte und unser Verstand ist ein Hilfsmittel, instinktive Bedürfnisse zu befriedigen.

Tschö,
Jochen