Hat Wasser den höchsten Wärmeinhalt?

Hallo Experten,

in eine Kühltruhe in einer Gegend mit Stromausfällen möchte ich einen einige kg schweren „Wärmeakku“ hineinlegen. Ich dachte an mehrere Kanister oder Flaschen mit Wasser. Mein Freund meinte, ich sollte „Akkus“ kaufen. Was ist besser? Womit sind diese „Akkus“ gefüllt? Hält Salzwasser die Temparatur besser?

In meinem Urlausort gibt es manchmal Stromausfälle, die sogar einige Stunden anhalten. Ich möchte erreichen, daß in einer Kühltruhe die Temperatur lange möglichst unter 0°C (oder nicht hoch darüber) erhalten bleibt. Erreiche ich dies am besten mit einigen kg Wasser, welches auf -18°C gefriert oder mit irgendeinem Chemikal?

Danke für Hinweise und Gedanken zu dem Thema.

Grüße, Rudolf

Hallo,

in eine Kühltruhe in einer Gegend mit Stromausfällen möchte
ich einen einige kg schweren „Wärmeakku“ hineinlegen. Ich
dachte an mehrere Kanister oder Flaschen mit Wasser.

Die Flaschen und kanister werden aber platzen! Keine gute Idee.

Mein
Freund meinte, ich sollte „Akkus“ kaufen. Was ist besser?

Zumnindest sind diese Dinger frostsicher.

Womit sind diese „Akkus“ gefüllt? Hält Salzwasser die
Temparatur besser?

Wasser hat eine hohe spezifische Wärmekapazität, ist aber nicht
optimal -> siehe Salzwasser.

Salzwasser hat keine wesentlic andere Wärmekapazität, aber eine
niedrigeren Schmelzpunkt (z.B. -10°C ). Wenn das also auf über
-10°C erwärmt wird, dann will es schmelzen und dazu braucht
es eine wesentlich größere Menge „Schmelzwärme“.
-> spezifische Wärme Wasser = 4,18kJ/Kg*k
-> Schmelzwärme Wasser (bei 0°C) = 335kJ,
(Salzwasser evtl etwas weniger)

Von -18°C bis 10°C hast Du also nur ca. 34kJ pro Liter Wärmekap.
Dann aber über 300kJ Schmelzwärme.

In meinem Urlausort gibt es manchmal Stromausfälle, die sogar
einige Stunden anhalten.

Wenn eine Kühltruhe einigermaßen gut gefüllt ist und die Isolierung
nicht fehlerhaft ist, dann taut die frühestens nach 2…3 Tagen auf,
sofern man sie nicht aller Nase lang aufreißt, wenn gerade
mal kein Strom da ist…

Ich möchte erreichen, daß in einer
Kühltruhe die Temperatur lange möglichst unter 0°C (oder nicht
hoch darüber) erhalten bleibt. Erreiche ich dies am besten mit
einigen kg Wasser, welches auf -18°C gefriert oder mit
irgendeinem Chemikal?

Chemikalie kann Salzwasser sein, dessen Konz. so eingestellt ist,
daß es deutlich unter -18°C gefriert.
Gruß Uwi

Welche Salzkonzentration friert bei -10°C?
Hallo,

Uwi Deine Anwort hat mir gut weitergeholfen, wegen platzender Flaschen oder Kanister habe ich Erfahrung, bei 2/3 Füllung und schlanken Plastik-Behältern ist keine Gefahr.

Wenn ich wüsste, wie viel Salz ich pro kg Wasser auflösen müsste um auf etwa -10°C Gefrierpunkt zu kommen, wäre das ideal für eine Gefriertruhe mit -18°C.

Uwi Deine Rechnung habe ich ein wenig korrigiert, weil ich beim Nachsehen zufällig entdeckt habe, daß Eis nur die halbe spezifische Wärme hat wie Wasser. Also beim Erwärmen von -18 auf -10°C kriege ich 17kJ/kg von -10°C auf 0°C die Schmelzwärme (335kJ/kg) und die 42kJ/kg Wärmeinhalt von Wasser. Das ist eine ganze Menge, wenn ich da etwa 20 kg Salzlösung unterbringe.

Uwi (und andere Experten) kannst Du mir sagen wieviel Salz ich ins Wasser geben muß, um auf eine Gefriertemperatur von ca.-10°C zu kommen? Oder wo ich das erfahren kann?

Auf alle Fälle danke ich Dir für die Anregung und die Hilfe, und auch, daß Du Dir meine obige neue Rechnung anschaust und eventuelle Fehler aufzeigst.

Grüße, Rudolf

Hallo,

Wenn ich wüsste, wie viel Salz ich pro kg Wasser auflösen
müsste um auf etwa -10°C Gefrierpunkt zu kommen, wäre das
ideal für eine Gefriertruhe mit -18°C.

keine Ahnung, entweder ausprobieren oder weitersuchen/fragen
oder
wie wärs denn mit Glysantin. Da steht in der Regel das
Mischungsverhältnis für best. Temp. auf dem Kanister.

Uwi Deine Rechnung habe ich ein wenig korrigiert,

Solch eine Frechheit aber auch, tsss , Ich bin entsetzt!

weil ich
beim Nachsehen zufällig entdeckt habe, daß Eis nur die halbe
spezifische Wärme hat wie Wasser.

Unglaublich sowas. War bestimmt wieder diese SPD-Regierung.
Die halbieren doch andauernd irgend was.

Also beim Erwärmen von -18
auf -10°C kriege ich 17kJ/kg von -10°C auf 0°C die
Schmelzwärme (335kJ/kg) und die 42kJ/kg Wärmeinhalt von
Wasser. Das ist eine ganze Menge, wenn ich da etwa 20 kg
Salzlösung unterbringe.

Uwi (und andere Experten) kannst Du mir sagen wieviel Salz ich
ins Wasser geben muß, um auf eine Gefriertemperatur von
ca.-10°C zu kommen? Oder wo ich das erfahren kann?

Mit Kochsalz wird das wahrscheinlich gar nicht so tief runter
kommen, aber mit Kaliumclorid (Streusalz) schon.
Gruß Uwi

Hallo,

am Besten ist in so einem Fall eine entsprechend gut isolierte Kühltruhe. Das entscheidende Maß ist wohl die Zeit, die vergeht bis der Inhalt von den normalen -18 auf über -9 Grad steigt (ab da sind Schäden zu erwarten). Unsere Truhe braucht dafür bei dreiviertel Füllung ca 70 Stunden (darf natürlich während dieser Zeit nicht geöffnet werden). Deshalb halte ich Kältepuffer in Form von Wasserbehältern für Platzverschwendung.
Schau mal in der Anleitung zu deiner Truhe, wie lange das bei dir geht.

Gruss, Niels

Hallo,

auch hallo,

Wenn ich wüsste, wie viel Salz ich pro kg Wasser auflösen
müsste um auf etwa -10°C Gefrierpunkt zu kommen, wäre das
ideal für eine Gefriertruhe mit -18°C.

ich hab mal etwas in alten Unterlagen gekramt. Beim Umrechnen kam ich dann auf 190 Gramm NaCl (also Küchensalz) pro Liter Wasser. Das ergibt eine Lösung 16 %ige Lösung für einen Gefrierpunkt bei -10 °C.

Grüße, Rudolf

Gruß
Pat

Hallo,

Wasser ist der Stoff mit der höchsten Wärmespeicherkapazität. Zusätzlich hast du noch die Schmelzernergie, die gerade bei Null Grad wirkt (Mit Salzwasser kannst du das ein wenig nach unten korrigieren, dann bleibts etwas kühler). Wasser ist hier also der Stoff der Wahl, zumal es billig ist.

gruß
Tilo

Notkühlung in Kühlschrank, Vorschlag Off-Topic

Hallo,

am Besten ist in so einem Fall eine entsprechend gut isolierte
Kühltruhe. Das entscheidende Maß ist wohl die Zeit, die

So sehe ich das auch. Bei einigen Kühltruhen ist sogar angegeben,
wieviel Zeit sie ohne Stromzufuhr, die ‚Wahre‘ in gewissen Grenzen
noch kalt halten können.

vergeht bis der Inhalt von den normalen -18 auf über -9 Grad
steigt (ab da sind Schäden zu erwarten). Unsere Truhe braucht
dafür bei dreiviertel Füllung ca 70 Stunden (darf natürlich
während dieser Zeit nicht geöffnet werden). Deshalb halte ich
Kältepuffer in Form von Wasserbehältern für
Platzverschwendung.

Hmm, irgendwie sehe ich das auch so. Die Idee ist aber schonmal ein Anfang.
Also an meinem priv. Kühlschrank
(Standardkühlschrank mit vier-Sterne-Eisfach, Energieeffiz.Klasse A) steht dran, dass er nur max. 90 Watt (kein Witz) benötigt, was offenbar auch stimmt.
Wenn ich dann noch eine USV (mit ca. 0.5 kWh Speicher-Energie), die eigentlich für Computer gedacht ist, davorschalte, dann gewinnt man noch ca. einen extra
Tag Kühlverlängerung. Klar, der Kühlschrank darf nur ein paar Minuten pro Stunde
‚laufen‘, sonst schafft man das nicht. Und genau so ist’s aber bei meinem.

Schau mal in der Anleitung zu deiner Truhe, wie lange das bei
dir geht.

macht: passive Restzeit(siehe Anleitung) + USV-Reservestromlieferung = Gesamtkühlhalte-Reservezeit

Gruss, Niels

VG,
-Thomas