hola ziegenzuechterin,
meine spontane eingebung, wenn ich das lese: (erstmal) finger weg, denn: ein hauskauf ist kein alltagsgeschäft, sondern oft genug eine entscheidung für´s leben, und da sollte struktur drin sein.
was ich gut finde: daß ihr euch schon im vorfeld kundig machen wolltet und euch mit der materie beschäftigt. ist keine selbstverständlichkeit, leider…
ich probier mal ein wenig zu ordnen:
haus soll 135tsd kosten. wir wissen nicht, wo das haus liegt und in welchem zustand es ist. 135tsd können ein schnäppchen sein oder eine grube zum geldversenken. da sollten wir zur besseren einschätzung mehr infos bekommen. (nur als bsp.: wir haben selbst ein efh gekauft, in „gutem zustand“, und haben in den letzen 5 jahren locker 50tsd an renovierung „versenkt“).
bevor man sich intensiv mit einer möglichen finanzierung beschäftigt, sollte man das objekt seines herzens wirklich auf herz und nieren prüfen (lassen). lieber einen sachverständigen menschen dazuholen und dafür zahlen, als nachher das desaster mit einer baugrube zu erleben!
und: das haus sollte den kaufpreis wirklich wert sein, denn danach richtet sich die einschätzung der bank hinsichtlich beleihung und zins!
das vorhandene eigenkapital (ca. 46tsd) ist ausreichend, wenn vorhanden wie beschrieben. 6000 als „rücklage“ und renovierungskosten sind ziemlich mager, aber wenn nicht mehr da ist…
ausgehend von ca. 100tsd finanzierungsbedarf (aufgerundet), einer tilgung von mind. 2% und einem zins von 5% käme man auf eine annuität von 7tsd p.a., d.h. ca. 580euro im monat. blieben euch bei einem nettoverdients von 1800euro noch 1200 euro für alles, was anfällt und anfallen kann. das ist sehr knapp für 2 personen.
ich würde als erstes (und unabhängig von diesem hauskauf) einen haushaltsplan aufstellen, in dem alle, wirklich alle ausgaben aufgelistet werden, die monatlich und jährlich anfallen. hierbei lieber großzügig rechnen (z.b. bei heizung, lebensmittel, auto, urlaub, freizeit etc.) als zu knapp. schön rechnen ist nicht.
wenn man das machte, hätte man als erstes den monatlichen bedarf, den man jetzt schon braucht.
dann all die kosten dazurechnen (monatlich und jährlich), die noch auf einen zukämen durch den hauskauf: grundsteuer, wg-versicherung, wasser/abwasser, straßenreinigung etc.pp. das zum aktuellen monatlichen bedarf (s.o.) dazurechnen.
wenn dann noch geld übrig bliebe, um die o.g. darlehnsrate UND einen rückbehalt von ca. 10% des monatlichen nettoeinkommens zu leisten, dann könnte die finanzierung sicherlich funktionieren. wenn´s deutlich zu knapp wird, dann in ruhe und mehrmals das vorhaben überlegen.
was immer gut ist: mit einem berater seines vertrauens (bank, bauspar) im vorfeld die sache besprechen. die sehen das eher mit der risikobrille, und das ist nicht das schlechteste!
hoffe, das hilft für´s erste. wenn ihr mit dem rechnen durch seid, meldet euch gerne nochmal, dann können wir mehr dazu sagen.
saludos, borito