Hauptschüler Menschen 3. Klasse!

Kann mann dagegen etwas machen?

Die 6. Klasse Hauptschule ist bei uns im Ort, weil für die 6. Klässler aus dem Nachbarort kein Platz mehr in der 7 km entfernten Hauptschule ist. So fahren die 6. Klässler 7 km mit dem Bus um in die Schule gehen zu können. Die 5. Klässler hier im Ort fahren umgekehrt 7 km in den Nachbarort um dort in die Schule gehen zu können. Begründung weil es nur noch 10 Kinder für diese Hauptschulklasse in unserem Ort gibt müssen diese in den Nachbarort fahren. Heute haben die 5. Klässler sage und schreibe 1,5 Stunden benötigt um nach Hause zu kommen, weil von der Schule kein Bus bestellt wurde.

Müssen Kinder nur weil sie in die Hauptschule gehen wirklich so behandelt werden? Muss man sich das gefallen lassen oder gibt es Möglichkeiten das zu ändern.

Das hat herzlich wenig mit der Schulform zu tun
und kann einem Gymnasiasten genauso passieren wie einem Realschüler oder Berufsschüler oder sonstwas.

Das sind die Folgen leerer Kassen.
Wenn ich Dich richtig verstehe würde die Klasse des Jahrgangs 5 in Ort A nur 10 Kinder beinhalten. Was zu wenige sind und zu teuer wäre. Also werden die Kinder mit denen aus Ort B zusammengesetzt, die Zahlenmäßig überwiegen zb. 16, womit sich notfalls eine kleine Klasse anbieten lassen würde. Für den Jahrgang 6 besteht das Verhältnis umgekehrt.
Es wird eine Schulkooperation gegründet und je eine Schule versorgt einen Jahrgang.

Natürlich ist das ärgerlich, wenn man sein Kind nicht in der Schule vor Ort unterbringen kann-
und noch ärgerlicher ist es, wenn die zuständige Person vergisst den Bus zu bestellen, der die Kinder zurück in ihren Heimatort bringt (von A nach B oder B nach A). Umgekehrt sind Fehler menschlich. Wir alle haben sie schon gemacht- auch auf der Arbeit. Der eine sorgt für Amüsement durch sein Schreiben, weil er einen doofen Tippfehler drin hat, der nächste dreht ne Schraube nicht richtig fest, weshalb das Flugzeug dann Verspätung hat und 100 Menschen warten müssen.

Man kann nur die Situation beobachten und sich bei weiteren Vorfällen an die zuständige Behörde wenden.
Mit welcher Art Schüler so vorgegangen wird, hängt von den Zahlen ab, nicht von einer geringen Wertschätzung der Schulform.
Das es nicht optimal ist, ist klar.

meint Frosch

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Hi

Heute haben die 5. Klässler sage und
schreibe 1,5 Stunden benötigt um nach Hause zu kommen, weil
von der Schule kein Bus bestellt wurde.

War euch ein Buspendelverkehr von der Schule zugesagt worden ?

Das ist übrigens keine Frage der Schulart sondern einerseits der Infrastruktur (Öffis) und der Schülerzahlen vor Ort. Wenn du an einen Ort ziehst, an dem es z.B. ausschliesslich eine Grundschule gibt, hast du ganz automatisch Kinder, die ab der 5. mit Öffis in die umliegenden Ortschaften fahren müssen.

Und wie die Nachbarorte mit Öffis angebunden sind ist nicht Sache der Schulträger. WENN sie Zusatzbusse anbieten - schön, wenn nicht, dann nicht. Wobei meistens die Busunternehmen auch Interesse daran haben zu den üblichen „Schulzeiten“ extra Busse anzubieten - aber je bewohnungsärmer eine Gegend, desto unwilliger die Busunternehmen, extra Busse fahren zu lassen.

Die Kinder meiner Geschwister müssen ab jetzt auch mit Bus und Zug (teilweise mit Umsteigen) in die umliegenden Ortschaften fahrem um auf die weiterführenden Schulen zu kommen. Der Sohn meiner Freundin musste schon zur Grundschule täglich 1/2 Stunde Bus fahren - fürs Gymnasium werden es täglich reine Fahrtzeit 1,5 sein, wenn die Schule passend zum Bus endet (was sie eigentlich nie macht)

Ich habe früher in der 1 Stunde einfacher Fahrtzeit mit Umsteigepausen immer die Hausaufgaben schon fertig gehabt bevor ich zu hause war ;o) oder sie morgens noch schnell gemacht.

Müssen Kinder nur weil sie in die Hauptschule gehen wirklich
so behandelt werden?

Nein, Gymnasiasten müssen auch so weit und teilweise noch viel weiter fahren (bei uns Hauptschule 5 km, das nächste Gym 15 km, das nächste GUTE Gym 25 km) und haben ganz genauso unglückliche Stundenpläne und Fahrtzeiten wie Haupt- und Realschüler.

Die Eltern könnten Fahrgemeinschaften bilden - oder in Eigenregie Busse chartern ;o) oder an die Schulorte umziehen … was schwierig wird wenn man mehrere Kinder hat, die auf unterschiedliche Schulen gehen *g*

Gruß H.

Wir haben die Zusicherung, dass unsere Kinder mit dem Schulbus in die Schule gebracht werden.
Was heute natürlich nicht der Fall war denn der fuhr einfach ohne die Kinder weg.

Die Klasse unserer Kinder besteht aus 14 Kinder davon 10 Kinder aus unserem Ort 4 Kinder aus dem Nachbarort, zu dem unsere Kinder täglich fahren müssen.

Die 6. Klasse besteht aus 10 Kinder aus dem Nachbarort und 4 Kindern aus unserem Ort. Da die Hauptschule in unserem Ort wegen Kindermangels geschlossen wurde, die Hauptschule aus dem Nachbarort jedoch zu wenige Räume für die Schüler hat. Müssen die 6. Klässler in unseren Ort fahren.

Wer auf dem „Land“ seine Kinder auf eine Realschule oder ein Gymi schickt, weiß dass sie einen weiteren Fahrtweg haben.
Wer aber seine Kinder auf eine Hauptschule schickt, und von der Hauptschule nicht einmal informiert wird, dass die Kinder dann auch ganz plötzlich einen längeren Fahrtweg haben, der wird sehr wohl wie ein Mensch 3. Klasse behandelt. Jetzt wird nicht einmal dafür gesorgt, dass die Kinder die Möglichkeit haben wieder nach Hause zu kommen, da muss was getan werden.

Gruß

e.

Hey, mal ganz ruhig
Hallo,

Wer aber seine Kinder auf eine Hauptschule schickt, und von
der Hauptschule nicht einmal informiert wird, dass die Kinder
dann auch ganz plötzlich einen längeren Fahrtweg haben, der
wird sehr wohl wie ein Mensch 3. Klasse behandelt.

Also jetzt bleib mal ganz ruhig, ja? Es gibt keinen Grund, das persönlich zu nehmen. Ich war neulich auf einer Gemeinderatssitzung, wo es auch um das Thema Hauptschule ging. Tatsache ist, dass es einen Beschluss von ganz oben gibt, der besagt, dass die Teilhauptschulen aus Kostengründen geschlossen werden müssen, ganz einfach weil die Schülerzahlen aufgrund der sinkenden Geburtenrate zu gering werden.
Dass ihr darüber nicht informiert wurdet, dass die Kinder woanders in die Schule müssen, glaube ich dir schlichtweg nicht.

Seit neuestem gibt es Geld nicht mehr pro Klasse, sondern pro Kind. Das bedeutet: Kleine Schulen können sich nicht mehr halten, wenn doch, ist das Angebot für die Kinder minimal. Das betrifft aber nicht nur Hauptschulen!! Dafür gibt es dann größere Hauptschulen, wo die Kinder zwar weiter fahren müssen, aber dafür aufgrund der höheren Schülerzahlen (= mehr Geld)auch mehr Angebot haben.

Bisher waren die Hauptschüler gegenüber den Realschülern und Gymnasiasten, was den Schulweg anging, privilegiert. Jetzt müssen eben auch die Hauptschüler etwas weiter fahren. NA UND?
Meinst du, für die Gymi-Kinder ist es toller, wenn sie (hier ist es auch so) für 10 km 1,5 Stunden brauchen?

Ich werde das Gefühl nicht los, dass du dich offenbar als Mutter eines Hauptschulkindes ganz von selbst ein bisschen „dritter Klasse“ fühlst und daher einfach äußere Erfordernisse (knappe Finanzen und ihre Folgen) entsprechend interpretierst.

Nichts für ungut…

Matilda

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Wir haben die Zusicherung, dass unsere Kinder mit dem Schulbus
in die Schule gebracht werden.

o.k.

Was heute natürlich nicht der Fall war denn der fuhr einfach
ohne die Kinder weg.

dann war der Bus also da - nur eure Kinder noch nicht …

dann solltest du dich bei dem Busunternehmen beschweren, nicht bei der Schule und schon garnicht über die Behandlung als Menschen 3.Klasse - das hat damit defintif überhaupt garnichts zu tun, wenn der Busfahrer keinen Nerv hat zu warten

Unsere Busfahrer hier fahren mitunter auch mal zu früh los - und das sind Ingenieure, Rentner, Sonderschüler, Ärzte, Rechtsanwälte, Gymnasiasten und Hausfrauen die deswegen stehengelassen werden - und da kommt der nächste Bus nicht nach 30 Minuten sondern nach 1 Stunde

so what - deswegen fühlen sie sich nicht gleich als Menschen dritter Klasse (macht Jammern eigentlich Spass ?) nur weil ihnen einmal der Bus vor der Nase wegfährt, sondern sie beschweren sich beim Busunternehmen über den Fahrer und gut ist

Wer auf dem „Land“ seine Kinder auf eine Realschule oder ein
Gymi schickt, weiß dass sie einen weiteren Fahrtweg haben.

nicht weit - nur lang, weil man so oft umsteigen muss (ich war auch schon ingesamt für 4 Schulstunden 9 echte Stunden ausser Haus… da hat kein Hahn danach gekräht)

Wer aber seine Kinder auf eine Hauptschule schickt, und von
der Hauptschule nicht einmal informiert wird, dass die Kinder
dann auch ganz plötzlich einen längeren Fahrtweg haben, der
wird sehr wohl wie ein Mensch 3. Klasse behandelt.

du wusstest also von nix

Wir haben die Zusicherung, dass unsere Kinder mit dem Schulbus
in die Schule gebracht werden.

du wusstest es also doch

nicht einmal dafür gesorgt, dass die Kinder die Möglichkeit
haben wieder nach Hause zu kommen, da muss was getan werden.

doch klar - wenn sie das nächste mal den Bus verpassen kannst du sie ja abholen - so haben das die Eltern aus meinem Ort organisiert - weil der nächste Zug nach dem verpassten Zug (13:15 Uhr) dann erst 3 Stunden später fuhr …

Gruß H.

Hallo Lilly,

also meine Kids müssen seit der ersten Klasse mit dem Bus pendeln, morgens 20 bis 25 Min. und Mittags ebenso.

Und es wird sich auch nicht ändern egal welche Schulart/ - form besucht wird.

Mein Großer geht zur Realschule und wenn er ab der neunten nachher zweimal die Woche acht Stunden hat kommt er mit dem Bus gar nicht mehr nach Hause, da zu dieser Zeit keiner mehr fährt.

Ab nächstes Halbjahr stehen wir schon vor dem Problem ihn morgens zur Zeit zur Schule zu bekommen da er dann erst zur „dritten“ Stunde hat (Werken fällt dann flach). Zwar habe ich eine Busverbindung gefunden die er nutzen könnte um zu vermeiden dass er die ersten zwei Stunden vor Schulbeginn irgendwo in der Stadt abhängt, aber leider nicht von den ÖPNV Anbieter der hier den Schulverkehr macht.
Nun versucht der Lehrer herrauszufinden ob er überhaupt damit fahren darf… zudem ist es ein Umweg und muss somit auch gemeldet werden.

Wer ländlich, dörfölich wohnt sollte sich darüber im klaren sein das er als Chauffeur in Anspruch genommen wird und dies völlig unabhängig vom eigenen Status oder dem Status des Kindes.

Ach ja und mal so nebenbei, bei der Infoveranstaltung deiner Schule wurde bestimmt erzählt warum es sich mit den Klassen so verhält und wie die Lösung geplant ist, ab diesem Zeitpunkt(der liegt ja vor der Umschulung) hast du also gewußt worauf du dein Kind vorzubereiten hast. Und konntest dir auch Gedanken machen darüber was ist sollte der Bus mal nicht fahren bzw. verpasst werden.

Jammern hilft nicht, Lösungen für solche Fälle suchen schon mehr.

Gruß
Andrea