Hallo zusammen,
wir haben letztes Jahr einen Bungalow BJ 1956 im Taunus gekauft und angefangen ihn zu sanieren (Fenster neu, 3fach - Verglasung, Strom komplett neu). Das Haus hat ein Spitzdach, welches nicht gedämmt ist. Die Wände haben innen unter dem Putz seltsame Matten (ca. 7cm dick) welche wohl eine Dämmung der damaligen Zeit darstellen sollten. Das Haus ist außen nicht gedämmt.
Die Hälfte des Hauses ist unterkellert, die andere Hälfte steht auf einer Betonbodenplatte. Weder Keller noch Platte sind gedämmt.
Nun zu meiner Frage. Der Vormieter hatte einen enormen Ölverbrauch von 6000Liter im Jahr für 110qm Wohnfläche. Damals war allerdings noch eine 1fach - Verglasung vorhanden und mit den neuen Fenstern haben wir den Verbrauch auf 2500 Liter gedrückt (reine Heizkosten; Warmwasser geht über Strom).
Das Haus ist das ganze Jahr über sehr kühl innen. Wir haben diesen Sommer in den Abendstunden sogar einige Male den Kamin angeworfen, weil es echt unangenehm kühl war - das bei Außentemperaturen über 30 Grad Tagsüber. Während des Tages ist es ja im Hochsommer sehr angenehm, wenn das Haus innen kühl ist, allerdings heizen im Hochsommer geht schon etwas zu weit.
An was kann das liegen? Ich dachte eigentlich, dass ein ungedämmtes Haus sich im Sommer aufheizt, im Winter stark auskühlt? Das Nachbarhaus ist ebenfalls nicht gedämmt und hat im Sommer Innentemperaturen die an die 30 Grad reichen.
Die Lage des Hauses ist direkt am Waldrand - es erfolgt keine besonders große Sonneneinstrahlung auf das Gebäude.
Wie kann man dem entgegenwirken? Eigentlich war der Plan das ganze Haus komplett zu dämmen, allerdings ist der Break Even Point angeblich in Deutschland im Schnitt bei ca. 28 Jahren - das lohnt meiner Meinung nicht.
Danke für die Hilfe
Gruß
Hallo,
die Frage ist ohne weitere Kenntnis schwierig zu beantworten. Ich gehe davon aus, dass die Dämmung ok ist. Fenster sind eine Schwachstelle, aber die ist nun in Ordnung.
So könnte man noch darüber nachdenken die Kellerdecke zu isolieren, damit keine „Fußkälte“ nach oben kommt. Beim nicht unterkellerten Teil kann man sicher nichts machen. Es wäre natürlich interessant, ob bei beiden Gebäudeteilen ein Unterschied in der gefühlten Kühle feststellbar ist.
Meiner Meinung nach liegt es aber an der Gebäudelage: Waldschatten, Nordseite mit keiner direkten Sonneneinstrahlung, so dass sich das Haus nie richtig erwärmt oder erwärmen läßt. Ein Haus wird dann auch im Sommer nur durch die warme Aussenluft nicht warm.
In meiner Nachbarschaft mit ähnlicher Konstellation haben sie in diesem Jahr die „Schattenspender“ gefällt. Ich weiß aber nicht, ob das die Lösung war.
Viele Grüße DS.
Da kann ich leider keine Tipps geben.
Sorry
Kann leider nicht weiterhelfen,nur dreifachverglasung ohne weitere Dämmung war nicht nötig.
Es wäre interessant zu wissen, wie der komplette Wandaufbau ist. Die Angabe „Die Wände haben innen unter dem Putz seltsame Matten (ca. 7cm dick)“ lässt mich eher an ein Fertighaus der damaligen Zeit denken. Wichtig ist auf jeden Fall die Wärmedämmung des Daches (falls Kaltdach gewünscht: auf dem Dachboden, sonst zwischen den evtl. aufgedoppelten Sparren oder als Aussendachdämmung) ebenso wie die des Kellers, mindestens unter der Kellerdecke.
Fragen Sie bitte auch mal hier: http://www.baubiologie.de
Trotzdem vielen Dank für deine Mühe
Trotzdem vielen Dank für deine Mühe
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Hallo,
ein Fertighaus war es eigentlich nicht; ich habe die Bauunterlagen dazu noch. Aber ich werde mal auf die angegebene Seite sehen. Vielen Dank für die rasche Antwort.
Hallo,
das habe ich schon öfters gehört. Vielleicht ist das tatsächlich der Grund.
Vielen Dank für die rasche Antwort.
Eigentlich ist deine Frage ganz schwer zu beantworten. Es spielen einfach zu viele Faktoren eine Rolle. Ich würde das haus mal von einem Spezialisten untersuchen lassen, die findest du z.B. über die Verbraucherzentrale.
sichwort Energieausweis.
schau mal dort:
http://de.wikipedia.org/wiki/Energieausweis
übrigens zu deinen 28 Jahren, das gilt für die heutigen Energiepreise… wer weis…
Die Wetterseite würde ich auf jeden Fall machen
Hallo Hias,
danke für deine Frage. habe die jetzt schon 2x gelesen. kann mir im Moment nicht vorstellen weshalb sich ein schlecht isoliertes Haus im Sommer nicht aufheizt. ich dachte auch immer, dass solche Häuser dich im Sommer richtig aufheizen.
Kann dir also leider keine Rückinfo geben.
Bin aber gespannt, ob es dafür eine Erklärung gibt…
Viel Erfolg
Grüßle Werner
Dann scheint mir die Bodenplatte der Auslöser zu sein. Was anderes fällt mir auch nicht ein.
Hallo
Da kann ich Dir leider nicht weiterhelfen.
Liebe Grüsse Daniel
Hallo Sanierer,
ich bin jetzt nicht der große Bauexperte und kann nur auf den Erfahrungen von unserem eignen Haus und von Berichten anderer schöpfen.
Das mit dem Kühlbleiben kann ich mich nicht erklären. Da würde ich einen professionellen Experten fragen, und zwar vermittelt von der Verbraucherzentrale. Die Beratung, auch vor Ort, ist nicht teuer, da staatlich gefördert Þ http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/we…
Das mit dem Hausdämmen (außen) würde ich sein lassen. Schau Dir mal den Film „Dämmfieber“ an, danach lässt Du es mit Sicherheit bleiben. http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&obj…
Dreifach-Iso-Fenster sind gut. Du wirst aber bald überall Schimmel haben, da die Dinger alles dicht machen und Du gar nicht so oft lüften kannst wie eigentlich notwendig. Du brauchst daher unbedingt eine automatische Lüftungsanlage (Wärmetauscher). http://www.shk-frankfurt.de/pdf/12-10-06%20FR%20-%20…
Auf alle Fälle gutes Gelingen und eine schöne Woche wünscht
Mikesch