Haus - Dach neu decken

Hallo,
meine Familie und ich haben uns dazu entschieden das 25 Jahre alte Papschindeldach neu zu decken. Dabei soll das schon vorhandene darunter als zusätzliche Schutzschicht weiterhin bestehen bleiben und Falschziegel darüber gelegt werden (Ziegel: https://www.dachbaustoffe.de/produkt/433658-WALTHER-…).
Dazu werden von uns Dachleisten vertikal auf das Dach genagelt, um dann horizontal die Dachleisten auf denen die Ziegel aufliegen sollen zu befestigen. Soweit erst einmal der Plan. Da wir nicht vom Fach sind und nicht die Erfahrungswerte oder beste Lösungsmöglichkeiten in Bezug auf einige Arbeiten dabei haben, freue ich mich, wenn ihr mir hier weiterhelfen könnt.

  1. Das Dach ist so lang, dass für die gesamte horizontale Lattung zwei Leisten aneinander gelegt ausreichen. Dadurch haben wir eine Stelle, die wir als Schwachstelle ansehen. Wir hatten schon versucht hier beide Enden an einer unterliegenden Dachleiste anzubringen, aber dabei Platzen beim Nageln immer die Enden auf. Eine weitere Idee diese mit einem genagelten Blech zu verbinden hilft zwar, aber hat immer noch viel Spielraum, da wir dies nur von unten machen konnten, weil oben und an der Seite die Ziegel aufgehängt sind.
    Ist darauß schließend also die beste Möglichkeit eine zusätzliche vertikale Latte einzuarbeiten, damit beide Latten ca. 10 cm vom Ende genagelt werden können?
    Wie wird das in der Praxis gehandhabt? Macht sich darüber überhaupt jemand Gedanken?

  2. Wir wollen das natürlich sehr genau machen und würden uns sehr ärgern, wenn man am Ende Dellen im Dach sehen würde. Darum haben wir bisher versucht die Höhe der horizontalen Latten zum Ursprungsdach mit untergelgter Dachpappe oder Abhobeln der vertikalen Lattung auszugleichen, so dass jede Lattenbahn in sich sehr gerade ist und wir kein bauiges oder eingefallenes Dach am Ende erhalten. Hier wieder die Frage, wie das in der Praxis gemacht wird und wie weit es nötig ist. Gleichen die Ziegel wenige Millimeter sowieso aus? Wie genau muss man dabei arbeiten?

Ich höffe ihr könnt mit meinen Beschreibungen etwas anfangen und freue mich schon auf eure Antworten.

Hallo,

ich denke dass die Profil keine normalen Nägel verwenden, sondern die sogenannten Schraubnägel. Sie haben den Vorteil, dass sie sich beim reinschlagen drehen und sich somit nicht einfach wieder herausziehen lassen.

Wenn ich Leisten nageln muss, drehe ich den Nagel um und haue vorher einmal auf die Spitze des Nagel, sie ist dann ein wenig gestaucht.

Zum Thema „welliges Dach“ wirst Du das nicht verhindern können, insbesondere bei den auf dem Foto aufgezeigten dünnen Dachpfannen. Normale Ton oder Betonpfannen dürften damit besser fertig werden, aufgrund der Oberflächen mit den zwei Höckern fällt das hier nicht so ins Gewicht. Sofern die Unterschiede nur wenige Millimeter betragen, ist das zu vernächlässigen, aber ich glaube nicht, dass größere „Unebenheiten“ von den Dackdeckern ausgeglichen werden (sorry, bin Laie)

Hallo Fragewurm,

meine Familie und ich haben uns dazu entschieden das 25 Jahre
alte Papschindeldach neu zu decken. Dabei soll das schon
vorhandene darunter als zusätzliche Schutzschicht weiterhin
bestehen bleiben und Falschziegel darüber gelegt werden
(Ziegel:
https://www.dachbaustoffe.de/produkt/433658-WALTHER-…).

Verträgt der Dachstuhl das zusätzliche Gewicht überhaupt?
Du brauchst dann auch noch Reserve für die Schneelast im Winter.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,
darüber machen wir uns weniger Sorgen, da dieser eigentlich für Betonziegel ausgelegt ist. Somit sollten die leichteren Tonziegel keine Probleme machen.

Hallo Jürgen,

„Wenn ich Leisten nageln muss, drehe ich den Nagel um und haue vorher einmal auf die Spitze des Nagel, sie ist dann ein wenig gestaucht. … mehr auf http://w-w-w.ms/a5dn91
-> danke für den Tipp, doch das machen wir immer, aber wenn man direkt am Ende der Latten 16cm oder 18cm Nägel einschlägt, wird das wohl nie gut enden.

Danke auch für deine Einschätzung zu den Dachziegeln. Wir haben auch diese Vermutung, aber würden uns natürlich freuen, wenn jemand, der diese Sorte öfter deckt, uns viellecht noch seine Erfahrungen mitteilt.