Hallo,
Wenn man ein Haus dämmt und die Fenster erneuert, macht man es dicht. Daß heißt der Luftaustausch ist reduziert. Damit kommt es oft auch zum Feuchtigkeitstau und damit zum Schimmel.
Jetzt überlege ich, um dem vorzubeugen eine einfache Lüftungsanlage einzubauen. Mir ist es schon selbst passiert, daß falsches Lüften und zu wenig heizen zu Schimmelbildung führte. Bei weiter steigenden Energiepreisen ist davon auszugehen, daß meine potentiellen Mieter auch zu wenig lüften und zu wenig heizen.
Wie steht ihr zu Lüftungsanlagen?
Welche Erfahrungen habt ihr?
Grüße
Thomas
Hallo,
Wenn man ein Haus dämmt und die Fenster erneuert, macht man es
dicht. Daß heißt der Luftaustausch ist reduziert. Damit kommt
es oft auch zum Feuchtigkeitstau und damit zum Schimmel.
Jetzt überlege ich, um dem vorzubeugen eine einfache
Lüftungsanlage einzubauen.
Da gibt es eine einfachere Mehode: Es gibt Fenster, die sind mit einer Undichtigkeit (kein Witz!)ausgestattet, so dass eine gewisse Lüftung immer gegeben ist. Am besten ist aber immer noch die Stoßbelüftung über die Fenster. Von einer Lüftungsanlage würde ich absehen wg. Zugerscheinungen, Lärm, Wartung und Reinigung der Luftwege.
Wolfgang D.
Hallo,
Wenn man ein Haus dämmt und die Fenster erneuert, macht man es
dicht. Daß heißt der Luftaustausch ist reduziert. Damit kommt
es oft auch zum Feuchtigkeitstau und damit zum Schimmel.
Jetzt überlege ich, um dem vorzubeugen eine einfache
Lüftungsanlage einzubauen.
Das „Versus“ stört mich noch etwas. Es ist in jedem Fall erst mal (!) Wichtig, die Transmissionswärmeverluste (Also die Strahlungswärme, die verpufft) möglichst zu reduzieren - also zu dämmen. Anschließend (im zweiten Schritt) könnte eine Lüftungsanlage überlegt werden. Am besten dann mit Wärmerückgewinnung, das spart nochmal mehr Energie, u.U. kannst Du sogar Deine Bestandsimmobilien zu Passivhäusern oder zumindest zu 'Niedrigenergie’häusern machen.
Wie Du schon sagst - viel Schimmelproblematik liegt am Nutzerverhalten, und das könnte man damit „heilen“.
Da gibt es eine einfachere Mehode: Es gibt Fenster, die sind
mit einer Undichtigkeit (kein Witz!)ausgestattet, so dass eine
gewisse Lüftung immer gegeben ist. Am besten ist aber immer
noch die Stoßbelüftung über die Fenster. Von einer
Lüftungsanlage würde ich absehen wg. Zugerscheinungen, Lärm,
Wartung und Reinigung der Luftwege.
Bei Fenstern mit „Zwangslüftung“ sollte man beachten, dass die Vorgaben der EnEV (Energieeinsparverordnung) nicht eingehalten werden können. Insofern scheidet diese Alternative bei Bauantragspflichtigen Vorhaben (z.B: eine 100% Fassadensanierung) aus.
Gruß
Tim
Wolfgang D.
Hallo,
bei den Fenstern mit Undichtigkeiten sehe ich es wie Tim, keine Einhaltung der EnEV. Ausserdem kannst Du dann die alten Fenster auch gleich drinlassen, erfüllen ja den selben Zweck wie die Neuen (Zwangsbelüftung) und Du hast das Geld gespart.
Zu Lärm, Zug, etc.: Die Entwicklung von Lüftungsanlagen ist hier schon ein wenig weiter. Bei den von uns geplanten kontrollierten Be- und Entlüftungsanlagen wurde sich noch nicht über Zug oder Lärm beschwert, kommt auch auf die Einstellung, die Anzahl der Zu- und Abgänge, Berücksichtigung der Positionierung und Dimensionierung, etc. an. Nur ein dicker Propeller bringts dann nicht unbedingt.
Wenn Lüftungssystem sowieso geplant, dann auch mit Wärmetauscher. Hol Dir aber min. zwei oder drei Lüfungsangebote. Wir hatten einen Fall, da hat der Lüftungstechniker nicht lange überlegt und gemeint, bevor wir noch mehr Löcher in die Wände kloppen müssen, gehen wir einfach an die Dunstabzugshaube.
MfG
Bernd
Die Beiträge / Einwände vergessen eins
Die Bauphysik des Hauses!
Ich will das Thema nur ganz grob ankratzen: Es ist ein Unterschied ob ein Haus reinweg aus Styropor gebaut ist, oder als schweres Massivhaus.
(Und selbst ein Porotonmassivhaus ist noch lange keins Massivhaus).
Stichwort: Feutigkeitsaufnahme, welches Bauprodukt kann wieviel H2O aufnehmen, und im Sommer abgeben, ohne zu schimmeln?
Desweiteren spielt die Art der Heizung ebenfalls eine Rolle:
Ein Haus mit Kachelofenheizung ist schon eine Art Entlüftung, im Gegensatz zu einer Wohnung in einem Miethaus, wo das gar nicht mehr möglich ist.
Salute
Hallo Willi,
Die Bauphysik des Hauses!
Ich will das Thema nur ganz grob ankratzen:
Auch wir können die Fragen nur sehr pauschal beantworten. Eine detaillierte Aufnahme kann erst vor Ort stattfinden. Daher auch immer die Empfehlung eines Energieberaters. Unsere Berichte haben ca. 50 bis 60 Seiten, in manchen Fällen auch schon mal über 100 Seiten, wenn z.B. Wärmebrücken detailliert bewertet werden,etc.
All Dieses können wir hier im Forum natürlich nicht beschreiben. Natürlich hast Du recht, es sind immer viele Dinge zu berücksichtigen.
MfG
Bernd