Haus dämmen? Was mit Dach?

Hallo,

wir sind gerade beim renovieren und dämmen. Nun stellt sich die Frage, ob wir beim dämmen den Dachboden dämmen oder ob wir das Dach dämmen um später evtl den Dachboden als Wohnraum nutzen zu können.

Das Problem ist, dass auf dem Schieferdach noch keine Dachpappe o.ä. liegt. Die Schieferplatten wurden direkt auf die Hölzer genagelt. Geld zum Dach neu schiefern ist z.Zt. nicht da.

Nun scheint uns die Gefahr zu groß, dass wenn wir das Dach von innen dämmen und den Dachraum ausbauen, dass es mal reinregnet und wir merken es nicht. Dann könnte Schimmel/Feuchtigkeit entstehen.

Hat jemand eine Lösung, wie man ausbauen kann, ohne das Dach gleich neu einzudecken?

Hallo Konrath,

mit dem Gedanken haben wir uns auch lange getragen - die beste und sauberste Lösung war bei uns eine Aufsparrendämmung - leider kostet das Ganze recht viel Geld und das in die Hand nehmen, ohne dass man den Raum aktuell benötigt und noch gute Dachdeckung runter nehmen und gegen neue ersetzen zu müssen…mhhhhhhhhhhhhhhh. Der günstige Ansatz war das Dach neu einzudecken inkl. Aufsparrendämmung und die Fenster erst einbauen, wenn man diese braucht - das Dach also nutzen möchte, da man so eine Menge Geld sparen kann und zum Zeitpunkt des Fenstereinbaus dann auch Fenster dem aktuellen Stand der Technik entsprechend hat.

Die Frage die ich mir stellen würde: ob der Boden zum Dach hin überhaupt gedämmt werden muss. Aus was besteht denn die Decke? Viele alte Materialien dämmen nämlich vorzüglich.

Gruß,
Alexandra

Hi,

Du könntest zwischen den Sparren mit imprägnierten Holzfaserplatten dämmen (Gutex, Pavatex). Allerdings ist da eine Hinterlüftung nötig sonst schimmeln die auch irgendwann - oder Du baust noch eine Unterdachbahn ein (Pro Clima oder sowas). Du musst halt immer daran denken dass nicht nur die Feuchtigkeit von Oben eine Rolle spielt sondern auch der Dampf von Innen (wenn Du zu dicht dämmst).

Ein ganz guter Thread dazu: http://www.fachwerk.de/wissen/dach-variante-42948.html Es wird also immer ein Kompromiss bleiben.

bye
Rolf

Hier ist auch noch einiges dazu: http://www.heiz-tipp.de/ratgeber-1034-modernisierung…

Wobei ich niemals eine Dämmung direkt unter die Dacheindeckung packen würde.

bye
Rolf

Hallo,

angesichts der finanziellen Aspekte und Unsicherheit, ob und wann ein Ausbau und Nutzung des DG in Frage kommt:

Auf die Zwischendecke Styropor (günstig). Ob Dampfbremse oder nicht, da müsstest du den Aufbau der Zwischendecke mitteilen.

Nun scheint uns die Gefahr zu groß, dass wenn wir das Dach von
innen dämmen und den Dachraum ausbauen, dass es mal reinregnet
und wir merken es nicht.

Hat es bisher rein geregnet oder nicht? Kann man am Boden erkennen. Bei Styropor aber ohnehin unbedenklich.

Grüße
Tommy

Hallo!
Prinzipiell ist diese Skizze bei http://www.fachwerk.de/wissen/dach-variante-42948.html passend (siehe auch mal http://isofloc.de/waermedaemmung-im-altbau.phtml da sieht es ähnlich aus)
Die gute Nachricht: diese Konstruktionen sind durchaus auch selbstbautauglich (der Detailpunkt Übergang zur Traufe kann je nach Baustelle kniffelig sein).
Etwas anders sieht es mit der innenseitigen Zugluftdichtung aus: Die sollte nämlich für eine (auch rechentechnisch) funktionierende Dämmung durchaus fachgerecht ausgeführt werden (Gewährleistung)