Hallo Immo-Experten,
ich muss nochmal mit _meinem_Sandsteinhaus anfangen.
Ich hab das ja alleine angeguckt und mich total in dieses Haus verliebt. Allerdings war da mein - überaus kritischer - Mann nicht dabei. Jetzt steht nächste Woche der zweite Besichtigungstermin an, mit meinem Mann und einem befreundeten Architekten, möglicherweise auch noch ein befreundeter Bauingenieur.
Aber ich bin völlig durch den Wind, weil’s mal wieder um mich geschehen ist. Ich träume schon von dem Haus!! Und da mein Mann ja da wieder durchlaufen wird und nur mürrisch gucken wird, und ich ja von den meisten Sachen nicht soooo ultraviel verstehe, schildere ich _dem geneigten Leser_ jetzt mal ein bissel von dem Haus. Damit man mich gleich auf die Katastrophe vorbereiten kann…
Also: Das Haus ist 1898 gebaut, komplett aus Sandstein. Der Keller ist 4m hoch. Ich war nicht unten _grusel_, aber es roch minimal muffig. (Eine Bekannte von mir hat auch einen Sandsteinkeller und die sagt, das ist normal, dass das muffig riecht!) Das Haus selbst riecht kein bisschen muffig!! Und die Fenster waren vor der Besichtigung geschlossen und die Läden unten! Im Haus befinden sich 5-6 Zimmer, die im EG mit Parkett und im OG mit Dielen ausgelegt sind. Die Böden kann man zunächst so übernehmen.
DIE FENSTER: Holzfenster einfach verglast. Dicht, Holz ist in Ordnung. Innen sind nochmal Glasrahmen draufgeschraubt. Muss also nicht morgen saniert werden. Im OG sind zwei Uralt-Dachfenster undicht. Die müssten sofort gemacht werden.
Heizung: Ölzentralheizung im Jahr 2000 neu installiert. Im EG befinden sich Heizkörper aber im OG nichts dergleichen. Man kann sowohl im EG als auch im OG Schwedenöfen anschließen.
BAD: grrr… altes Bad im EG (Schweinchenrosa), sehr klein. Würde man früher oder später sanieren wollen. Kann aber direkt benutzt werden. Im OG ist nur eine Toilette und ein Waschbecken eingebaut. Die Räumlichkeit kann aber zum Bad umgebaut werden.
Elektrik müsste erneuert werden.
Sooooo, das wars mal grob. Über den Dachzustand weiß ich leider nigs…
Der Makler (beware!) hat gesagt, er wäre schon mit verschiedenen Handwerkern durchgelaufen und er hätte sich mal deren Kostenvoranschläge zusammengestellt. Wenn man nichts selber macht und alles, was evtl. zu machen ist, saniert - sprich Sanitär, Fenster, Heizung, Böden abschleifen - dann käme man auf 60.000 Euro. Realistisch??
Soll man sowas kaufen?
In welchen Falle Finger weg???
Liebe Grüße und danke für eure Geduld!
Charly
Hallo !
Wenn man sich in das Äußere eines Hauses verliebt hat, sollte man schnell das Weite suchen und Neutrale Menschen hinschicken.
Diese sollen sich dann die Substanz ansehen und - heute das Allerwichtigste, feststellen, ob das Haus den neuen Normen entsprechend isoliert ist. Und wieviel Gas- oder Heizölkosten monatlich zu zahlen sind.
Frauen kaufen Häuser mit dem Bauch und das geht oft in die Hose!! habe damit einige schlechte Erfahrungen!
mfgConrad
Aber Holla!
Frauen kaufen Häuser mit dem Bauch und das geht oft in die
Hose!! habe damit einige schlechte Erfahrungen!
Nicht nur Frauen!!!
Hallo Conrad,
sicher hast du recht, dass ein Haus (als Anschaffung „fürs Leben“) nach Substanz, Lage, etc.pp, also mit dem Kopf und Sachverstand bewertet werden muss(!).
Allerdings sollte einem das Haus auch vom Bauch her gefallen! Schließlich soll man sich darin wohlfühlen. Und das auch längere Zeit.
Grüße von
Tinchen
Hallo,
googel mal nach Energiesparverordnung und sprech das dann mit Deinen Fachleuten durch. (Beispiel: Isolierung eines begehbaren Dachbodens)
Viel Glück und Augen und Ohren auf
Peter
Wenn das Haus über 100 Jahre durchgehalten hat, und vielleicht sogar noch das ursprüngliche Parkett drinne ist, kann die Substanz so schlecht wohl nicht sein.
Für veranschlagte 60.000 Euro bekommst du zwar schon ne ganze Menge Bauleistung - ob das reicht lässt sich mit den Informationen nicht annährend beurteilen.
Durchhängende Decken, Risse in der Fassade oder dergl. muss natürlich euer Architekt sehen.
Das am Schluss kein Niedrigenergiehaus herauskommt ist allerdings klar. Ich persönlich lebe aber auch lieber in alten Häusern mit hohen Decken, Massivholztüren und Echtholzdielen, als in vielleicht energiegünstigeren Neubauhäusern mit Fotofußböden (Laminat) und mit Steinwolle gedämmten Holzwänden
.
Ein k.o. Kriterium wäre allerdings, wenn das Haus unter Denkmalschutz stehen würde.
Gruß n.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
Wenn das Haus über 100 Jahre durchgehalten hat, und vielleicht
sogar noch das ursprüngliche Parkett drinne ist, kann die
Substanz so schlecht wohl nicht sein.
jaaa, das denke und hoffe ich auch
Durchhängende Decken, Risse in der Fassade oder dergl. muss
natürlich euer Architekt sehen.
darauf hoffe ich auch dringend, dafür nehmen wir den Fachmann ja mit!! *g*
Das am Schluss kein Niedrigenergiehaus herauskommt ist
allerdings klar. Ich persönlich lebe aber auch lieber in alten
Häusern mit hohen Decken, Massivholztüren und Echtholzdielen,
als in vielleicht energiegünstigeren Neubauhäusern mit
Fotofußböden (Laminat) und mit Steinwolle gedämmten Holzwänden
.
Ich doch auch!! Das hat einfach viiiel mehr Charme und Wärme, oder??
Ein k.o. Kriterium wäre allerdings, wenn das Haus unter
Denkmalschutz stehen würde.
Das könne allerdings der Fall sein! Muss ich gleich mal nachfragen!
Vielen Dank für diese Antwort. Ich fieber’ mal weiter auf den Dienstag hin.
Ciao. Charly.
AUTSCH!
Halloo Conrad,
Wenn man sich in das Äußere eines Hauses verliebt hat, sollte
man schnell das Weite suchen und Neutrale Menschen
hinschicken.
Ich habs ja auch von innen gesehen, und das war toll!!
Und die Fachleute sind ja unterwegs.
Frauen kaufen Häuser mit dem Bauch und das geht oft in die
Hose!! habe damit einige schlechte Erfahrungen!
Autsch!! Das tut jetzt aber wirklich weh! Fast möcht ichs als Angriff verstehen. Der Bauch gehört doch auch dazu!! Ich bin ja nicht gaaanz blind, sondern nur emotional stärker beteiligt als ein Mann es wohl wäre. Ist aber IMHO kein Fehler. Iss ja nich so, dass ich nicht versuche alles richtig zu beurteilen bzw. beurteilen zu lassen, ne??
Natürlich trotzdem danke für die Tipps
Charly
Danke für die Schützenhilfe!!*g*
Hallo Tinchen,
…
Allerdings sollte einem das Haus auch vom Bauch her gefallen!
Schließlich soll man sich darin wohlfühlen. Und das auch
längere Zeit.
GENAU!!!
Grüße von Charly
Hi,
die 60.000 Euro sind bestimmt nicht zu hoch angesetzt, aber dringend notwendig davon sind im Moment 0,0 Euro.
Wenn das Haus 5-6 Zimmer plus riesigem Keller hat, dann ist genug Platz da für Wohnen plus monatelangen Baustellen.
Das unangenehmste , was ich aus deiner Beschreibung ersehen kann, sind die einfach verglasten Fenster. Das zieht im Winter ziemlich. Selbst 22 Grad im Pulli sind da gefühlsmässig eher kühl.
Mit allem Anderen kann man locker 2 Jahre leben.
Langfristig möchte ich noch zu bedenken geben, dass eine Isolierung von Grund auf den Flair dieses Hauses regelrecht kaputtmachen kann.
Um den Flair zu erhalten, müsst ihr also evtl. tiefer in die Tasche greifen als bei „irgendeinem“ Haus.
Falls Denkmalschutz: Finger weg!
Gruss,
Denkmalschutz
Hallo!
Richtig! Vorher klären, ob das Objekt unter Denkmalschutz steht. Das geht ganz einfach und online unter:
http://www.blfd.bayern.de/blfd/index.php
Es muß jedoch kein K.O.-Kriterium sein, wenn es sich um ein Denkmalschutzobjekt handelt. Im Gegenteil! Es winken Steuervorteile durch hohe Abschreibungsmöglichkeiten!
Und die Leute von der Denkmalpflege sind KEINE Unmenschen. Zumindest ich habe bisher überwiegend positive Erfahrungen gemacht.
Viel Glück!
Armin
… der Erwerb und Renovierung eines alten Hauses ist sowieso schon kompliziert, teuer und riskant.
Die ganze Sache noch mal durch Denkmalschutzauflagen zu verschärfen und durch Spezialisten die „weisungsbefugt“ sind, ohne sich um die dadurch ausgelösten Kosten kümmern zu müssen - kann ich nur abraten.
gruß n.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ich habe es auch so gemacht, mit dem Bauch. Aber ich habe mir das Ding vorher ÜBEKRITISCH angeschaut und dem Makler nach allen Regeln der Kunst madig geredet. Ausblühungen an den Kellerwänden(sieht wie weisser dünner Flaum aus) sind erheblicher Baumangel. Auch wenn das nicht so ist, der Makler sollte den Eindruck bekommen, daß Du alles andere lieber kaufst als sein Haus. Dann wird er beweglich(finanziell). Schau die den Dachstuhl genau an und am besten bekommst Du einen Schreikrampf, wenn Du ein Wurmloch siehst. Solltest Du Pilz(Schwamm) sehen wird es ernst. Echter Hausschwamm sieht aus wie verkohlt aber nicht schwarz sondern braun. Heisst auch Würfelbrüchigkeit. Lass Dir bei Vereinbarung einer Konventionalsumme versichern, daß kein Hausschwamm in dem Haus vorhanden ist. Dieser Schwamm ist das gefährlichste, was man sich für einen Altbau vorstellen kann. Er wächst durch Beton, die Sporen bekommt man nur mit starken Giften (DIN 68800) weg. In NRW haben wir das mal durchgespielt. Ein Kunde wollte einen neuen Fussbodenbalken haben weil sich sein Klavier nicht aufstellen lies. Wir haben den Fussboden aufgenommen und bei 4 Balken Schwamm gefunden. Die Bauaufsicht muss dann normalerweise informiert werden und die kommen mit der orangenen Sprayflasche und alles Holz im Umkreis von 1m zur Befallststelle muss ausgebaut und noch an der Baustelle verbrannt werden. Wir haben dann 2 komplette Decken in einem 3-Etagen-Altbau ausgetauscht.
Also zeige niemandem, daß Du das Haus Deiner Träume gefunden hast weil Du dann gemolken wirst wie eine Kuh.Und der Makler ist der erste Melker.Viel Glück Rolf
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo N.!
Ein k.o. Kriterium wäre allerdings, wenn das Haus unter
Denkmalschutz stehen würde.
Wenn dies so wäre, würde ich mir erstmal den Denkmalschutzbericht ansehen. Da steht dann genau drin was an dem Haus genau unter Denkmalschutz steht. Das muß nämlich längst nicht der Hinderungsgrund für umfangreiche Restaurierungsmöglichkeiten sein.
Die Leute vom Denkmalschutz haben oft auch Tipps auf Lager, wie man was günstig und schonend renovieren kann - es gibt schon genug Glasbausteine in Jugendstilfassaden!
Die Zuschüsse decken teilweise den Mehraufwand ab.
Viele Grüße
HylTox
PS: wohne seit über 10 Jahren in einem geschützten Kulturdenkmal und Hinderungen bei Renovierungen gab es noch keine größeren, abgesehen von der Tatsache, daß das Denkmalschutzamt wohl verbieten würde die Sandsteinfassade zu kacheln, wie schon von Bewohnern gewünscht wurde *igitt*