Haus- Geldanlage

Hallo!

Ich möchte hier nun mal fragen, ob ein Haus wirklich DIE sichere Geldanlage ist?

Mir ist schon klar, daß ein Haus einen Gegenwert darstellt-- aber ist es nicht so, daß dieser Wert auch nur erhalten bleibt, wenn man immer wieder auch neu investiert??

Wenn ich ein Haus kaufen kann- aber mir auf Dauer die Mittel fehlen das Haus instand zu halten…verliere ich doch genauso Geld…

Es heisst immer, es sei DIE Geldanlage…stimmt das nun??

mal gespannt auf Eure Meinungen…

Kitty

Hallo Kitty,

Es heisst immer, es sei DIE Geldanlage…stimmt das nun??

Nein, ist es nicht. Eine eigene Immobilie zu besitzen, macht sicher Sinn, wenn man genau weiß, dass man die nächsten Jahr in der gleichen Gegend wohnen will, wenn man sie sich leisten kann, und wenn man ein gutes Objekt kauft.

ABER es ist sicher nicht die erste Wahl bei der Geldanlage. So sicher, wie man immer sagt, ist eine Immobilie nämlich gar nicht. Was ist, wenn in der Gegend etwas passiert? Hättest du gerne ein schönes Einfamilienhäuschen in Tschernobyl? Nein? Komisch … und auch in Deutschland gibt es Atomkraftwerke. Die Gegend kann auch chemisch verseucht werden, oder - was wir alle nicht hoffen wollen - Ahmadinedschad schickt zur Machtdemonstration irgendwann eine Atombombe los.

Es kann auch politisch etwas Unschönes passieren. Der Bauernhof meiner Großeltern war sicher eine feine Sache. Dummerweise lag er im Sudetenland und wurde nach 1945 irgendwann von den Tschechen platt gemacht. Jetzt steht da kein Bauernhof mehr, und selbst wenn, uns würde er nicht mehr gehören.

Eine Immobilie bindet eine enorme Geldsumme fest an eine bestimmte Stelle. Was, wenn Deutschland politisch unsicher wird und du da gar nicht mehr wohnen möchtest? Ich habe zu Beginn letzten Jahres im Archiv über jüdische Emigration nach Paraná recherchiert. Das war Schriftwechsel mit den Behörden, und ich werde nie die Briefe des Geschwisterpaares vergessen, dass seine beiden Häuser nicht mehr schnell genug vor 1939 verkauft gekriegt hat, oder besser gesagt, der Käufer hat nicht schnell genug gezahlt. Die sind dann nicht mehr rausgekommen.

Mit anderen Worten: Ich bin sehr skeptisch was ein Haus angeht und bevorzuge Aktien und z.B. Gold.

Schöne Grüße

Petra

Hallo!

Ich möchte hier nun mal fragen, ob ein Haus wirklich DIE
sichere Geldanlage ist?

Fuer was sicher?
Um bei stabilen Verhaeltnissen 3 Prozent Rendite zu erreichen, oder um nach einem Krieg noch etwas zu besitzen?

Selbst wenn eine Bombe mittendrauf faellt, sind die Steine weg, aber das Grundstueck noch nicht. Dann haettest Du 1949 zu den 40 Mark noch ein Innenstadtgrundstueck dazu gehabt, heute vergleichbar 300oooEUR, oder welche Annahme moechtest Du treffen.

Wenn ich ein Haus kaufen kann- aber mir auf Dauer die Mittel
fehlen das Haus instand zu halten…verliere ich doch
genauso Geld…

Hier ist zu unterscheiden zwischen Invest und Konsum, vermieten oder selbst verbrauchen. Ausserdem muss das Haus nicht groesser sein als Deine Moeglichkeiten.

aber ist es nicht so, daß dieser Wert auch nur erhalten
bleibt, wenn man immer wieder auch neu investiert??

In einem vermieteten Haus sollte der Mieter auf jeden Fall mehr zahlen als das Haus an sich an Reparaturen verschlingt. In Gutachten werden 1-2 Monatsmieten pro Jahr an Reparaturen angesetzt.

Auch wenn es mal Amero oder NDM Neue Deutsche Mark statt Euro geben sollte, wird es sich kaum aendern.

In einem gemieteten Haus, das Du selbst bewohnst, investierst Du auch immer wieder - die Miete zum Weiterwohnen. Addiere mal 1000 EUR Miete monatlich auf 60 Jahre (oder wie lange wohnst Du) mit 2 Prozent Steigerung, kommen sicher mehrere Millionen raus, mag jetzt nicht rechnen.

Gruss Helmut

Hallo Kitty,

steuerlich lohnt sich nur ein Haus, das vermietet wird (Teilvermietung mit Eigennutzung).

Wenn man nicht selbst handwerklich begabt und willig ist, ist es eine Sparbüchse ohne Boden.

Mir persönlich geht es finanziell mit teilvermietetem Eigenheim besser als in Miete (aufgrund der steuerlichen Abschreibung und der zu versteuernden Mieteinnahmen).

Wenn man allerdings den Zeitaufwand (für Renovierung und Instandhaltung) in Euro aufrechnet (oder Handwerker bräuchte) sicher ein Minusgeschäft.

Ein Haus vermieten, in dem man nicht selbst drin wohnt, würde ich niemals (Pflege, Mietausfall, etc) und ein rein selbstbewohntes Eigenheim ist heutzutage reiner Luxus, da sich Risiko, Wertverfall, Instandhaltung, etc. nur schwer kalkulieren lassen und nicht rechnen.

VG
Mela

Hallo,
ja wenn 3 Sachen stimmen 1. Die Lage, 2. Die Lage und 3. Die Lage.
Gruß Günter