wir sind ein junges Paar (25) einer von uns ist Berufstätig und Sie ist auch bald im Beruf.
Wir haben eine Immobilie gefunden, welche für 245.000 euro angeboten wird. Die Wohngegend ist sehr gut und wir denken echt drüber nach.
Unser Einkommen ist ab februar hoch wird sich aber in 1,5 Jahren nochmal steigern ,weil die freundin dann aus dem Referendariat kommt und eine ganze stelle als Lehrerin bekommt.
Wir würden gerne wissen womit ich rechnen muss wenn ich ein Haus in diesen Dymensionen kaufe.
m² 270 Wohnfläche
m² 800 Grundstück
Baujahr 1973
Öl Heizung
3 Etagen
wir würden unsere Großmutter mitnehmen und dann nochmal 500 Euro als Miete bekommen.
Kommt mir zuwenig vor. Wir sind zu zweit und haben ein nagelneues haus (Wäremdämmung) und kommen auf einen geringfüging geringeren Betrag. Ihr seid zu dritt und habt ein größeres Haus, das sicherlich mehr beheizt werden muß.
Eine monatliche Summe von 1300 monatlich kommen da bei mir
raus (ohne Grunderwerbssteuer) ist das realistisch?
Etwas unterschätzt.
muss ich nochmehr in meine Kostenplanung einkalkulieren?
Den Umzug und die Renovierung. Da kommen ein paar tausender zusammen.
als eigenkapital haben wir 20 000 da wir noch heiraten wollen
Also kaum mehr als die Kaufnebenkosten.
Haben wir etwas übersehen?
Ihr geht ein ziemliches Risiko ein. Laßt Euch von einem Fachmann (!!) beraten.
Versicherung: Wir haben ein angebot zu dieser Immobilie bekommen. Immobilienhaftpflicht. MIt feuer /wasser / und Elementärschädenberücksichtigung und eigenbeteiligung bis 1000 euro.
hätte nicht gedacht das 1300 euro wenig sind max hätten wir 1500 euro monatlich…mhh dann heisst es weitergucken.
bei 1300 euro/mtl könnte ich mir dann welchen betrag leisten?euer meinung nach?
Heizung? vermutlich asbach uhr alt
Bäder z.T. modernisiert (also z.T. nicht modernisiert)
1 Berufstätig, 1 in Ausbildung + 500 v.d. Oma
Klar wirst du hier im Forum wieder Schlaumeier finden, die dir erklären, dass eine Finanzierung kein Problem sei. Ich sehe das anders. Die Bank die euch das finanziert will euch nur ausnehmen.
Du verkaufst damit deine Zukunft: Reisen, essen gehen, Kinder.
Mit Makler, Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch reicht euer Eigenkapital nicht. Also eine >100% Finanzierung. Und dann ist noch nichts gemacht.
Sucht euch was, was zu euch passt. Vom Preis, von der Lage und von der Größe.
von den fotos her sieht es gar nicht so schlecht aus
Ist das nicht ne Nummer zu groß für 2+1?
Naja 2 Erwachsene + Einliegerwohnung für OMa unten Nachwunsch in max 5 Jahren
Heizung? vermutlich asbach uhr alt
Bäder z.T. modernisiert (also z.T. nicht modernisiert)
Heizung ist halt ne alte Ölheizung muss man gucken
1 Berufstätig, 1 in Ausbildung + 500 v.d. Oma
Klar wirst du hier im Forum wieder Schlaumeier finden, die dir
erklären, dass eine Finanzierung kein Problem sei. Ich sehe
das anders. Die Bank die euch das finanziert will euch nur
ausnehmen.
1 Berufstätig ~ 2000 Netto + 500 v.d Oma + ab Februar 1000 Netto =
3500 Netto, in 2,5 Jahren dann nochmal 1000 Euro netto
Du verkaufst damit deine Zukunft: Reisen, essen gehen, Kinder.
Mit Makler, Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch reicht euer
Eigenkapital nicht.
Was für kosten erwarten mich denn noch so alles über den Daumen gepeilt?
Ich schreieb ja hier um eure Meinungen zu lesen und mir ein Bild davon zu machen
Also eine >100% Finanzierung. Und dann ist
noch nichts gemacht.
das weiß ich erst am 2.10.2010
Sucht euch was, was zu euch passt. Vom Preis, von der Lage und
von der Größe.
Lage ok. Größe lass ich mit mir streiten. Preis das ist ja die Sache wir versuchen grade rauszufinden was wir uns erlauben könne und was Utopisch ist ,also sind wir für jeden Tipp dankbar
Also bei 'nem 1973er Haus für 245k kommen erstmal 25k Kaufnebenkosten + mind. 30k Renovierungskosten (gerne viel mehr bspw. 100-150k) zusammen:
245+25+30 = 300k
Davon habt ihr 20k (100% des Kaufwertes).
Schnell auf der Immobilienbank im Internet geschaut: Unmöglich (>100%). Also nochmal 10k Eigenkapital gezaubert, Darlehensbetrag also 270k:
4,55% Zinsatz bei 1% anfänglicher Tilgung = 1.228,50 Euro als MINIMUM
Und dabei haben wir die Renovierung schon sehr klein gerechnet. Sie liegt vermutlich näher bei 150 als bei 30k (das geht ohne Luxus ganz schnell). Die echte Rate dürfte also eher bei 1500 Euro oder höher liegen PLUS alle Nebenkosten und Risiken.
Wie hoch wird Euer Nettoeinkommen am Ende sein? Sicher?
von den fotos her sieht es gar nicht so schlecht aus
interpretierst Du da die Fotos nicht etwas stark im Sinne Deiner Wünsche?
Naja 2 Erwachsene + Einliegerwohnung für OMa unten Nachwunsch in max 5 Jahren
Und wenn der Nachwuchs da ist, fällt dann ein Gehalt teilweise weg?
Heizung ist halt ne alte Ölheizung muss man gucken
Wirkungsgrad miserabel. Alte Rippenheizkörper. Wie sieht die Verrohrung aus?
Fenster scheinen z.T. noch originale Isolierglasfenster aus Holz zu sein. Das Haus ist nicht wärmegedämmt. Bei den Nebenkosten würde ich also eher mit 400 Euro pro Monat rechnen.
Du verkaufst damit deine Zukunft: Reisen, essen gehen, Kinder.
Mit Makler, Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch reicht euer
Eigenkapital nicht.
zumindest hängst Du sie am seidenen Faden auf. Und das für viele Jahre.
Was für kosten erwarten mich denn noch so alles über den
Daumen gepeilt?
Geh mit einem Fachmann durch das Haus, auch wenn das ein paar hundert Euro kostet. Soviel sollte einem die eigene Zukunft wert sein. Bekannte haben gerad ein Haus aus den siebzigern gekauft für 200.000 Euro. Anschließend mussten sie nochmal 70.000 reinstecken (Schimmel hinter Paneelen, Fenster, Wärmedämmung, derzeit sparen sie auf die Reparatur der Wasserrohre im Keller und hoffen, dass erstmal nichts passiert)
Schon allein die Aussagen „Wohn- und Arbeitsprojekt“ (Du wohnst und arbeitest dort auf einer Dauerbaustelle) und „Raum für eigene Vorstellungen“ (Du kannst alles nach eigenen Vorstellungen einrichten, weil sowieso alles neu gemacht werden muss) würden mich abschrecken. Wenn ein Makler sowas schreibt, weiß er, was Sache ist.
Ich schreieb ja hier um eure Meinungen zu lesen und mir ein
Bild davon zu machen
Dann versuch wenigstens objektiv zu bleiben und Dich nicht völlig von Deinem Wunsch beherrschen zu lassen. Warst Du denn schon mal in dem Haus?
Lage ok. Größe lass ich mit mir streiten. Preis das ist ja
die Sache wir versuchen grade rauszufinden was wir uns
erlauben könne und was Utopisch ist ,also sind wir für jeden
Tipp dankbar
Mein Tipp: Such noch ein bisschen weiter. Ehrlich gesagt gibt es für mich nichts schöneres als „nicht auf jeden Cent schauen zu müssen“.
3600 - 4000 monatsabhängig da ich auf provsion arbeite aber
min und ax
Also nur so als persönliche Einschätzung:
Wir (2 E + 2K) stemmen mit 3.800 Netto gerade mal eine Rate von 930 Euro und da ist gar nicht so viel übrig. Wenn Euro Oma natürlich 500 gibt und ihr das auch steuerlich gut angeht (professionelle Beratung notwendig!!) und dadurch diverse Kosten auch absetzen könntet (für den vermieteten Teil), könnte das alles klappen.
Allerdings ist Euer Eigenkapital deutlich zu gering, so dass ihr entweder keinen oder nur einen Kredit mit erheblichem Gefahrzuschlag bekommt. Die 4,55% aus dem Beispiel sind vergleichsweise zu den aktuellen Konditionen (
von Bildern und Beschreibung her kostet euch das Haus, schätze ich, € 350.000 plus Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar etc. Denn: „Viel Raum für eingene Wünsche“ heißt, das Haus ist ein Wrack. Fenster und Türen müssen neu ebenso wir die Verrohrung, Heizung usw. Es gibt keine Wärmeisolierung. Eventuell ist sogar das Dach am Ende. Das hört sich für mich nach einem Fass ohne Boden an und das könnt ihr definitiv nicht bezahlen.
Nebenkosten eher 4.500 Euro jährlich
Rücklagenbildung ca. 3000 Euro jährlich (1% vom Hauswert ist schon niedrig angesetzt, diesen Punkt sollte man auf keinen Fall vernachlässigen!)
Übrigens wird die Oma dort vermutlich nicht ewig wohnen. Wie wahrscheinlich ist es, einen Nachmieter zu finden? Wollt ihr dann überhaupt jemand fremdes im Haus? Wie lange könnt ihr einen Mietausfall verkraften, insbesondere wenn Nachwuchs da ist?
ich würde euch auch raten weiterzugucken. Die Immobilie ist meiner Meinung nach mit 3 Wohneinheiten für 3 Personen viel zu groß und für eure finanziellen Verhaltnässe erheblich zu teuer. Schaut euch nach etwas um was besser zu euch passt.
Ich würde euch sogar dazu raten etwas ohne Einliegerwohnung zu suchen oder die Oma nur mit rein zu nehmen, wenn ihr auch ohne ihre Miete die Finanzierung einer Immobilie stemmen könnt.
Ihr müsst bedenken, wenn ihr eine Vermietung mit rein nehmt (egal ob Oma oder sonstwer) kann es immer sein, dass ein paar Monate ohne die Mieteinnahmen überbrückt werden müssen. Könntet ihr euch das leisten?
Und noch ein Gedankenansatz? Was ist, wenn mal Kinder bei euch vorhanden sind? Dann ist das Einkommen eine Zeit lang deutlich geringer. Könnt ihr dann die Finanzierung immer noch stemmen?
Seit ihr in der Lage neben der Finzierung und den monatlichen Lebenshaltungskosten genug Rücklagen zu bilden? In einer älteren Immobilie fällt leider immer etwas an was renoviert werden muss.
Nur ein paar Gedankenansätze, die man nicht außer acht lassen sollte, wenn man sich ein Haus kaufen möchte.
Den besichtigungstermin haben wir am 2.10.10 und ich glaube ihr habt recht. 270 m² sind groß und wenn du om mal nicht mehr ist dann steht da was leer,weil einen fremden will ich nicht drinnen haben.
Jetzt weiß ich aber ungefähr was mich alles erwartet.
Also eigenkapital erhöhen und ein Haus bis max 200 000 suchen
bei dieser Kaufsumme würden aber 50-60000 reichen oder?
Hypothekenbanken finanzieren 60% zu 1a Bedingungen. Alles was darüber ist erhält Zinszuschläge. Und dann die 10% Kaufnebenkosten noch obendrauf.(=50% Eigenkapital)
Mit dem passenden Dauereinkommen habt ihr dann eine richtig komfortable Finanzierung, bei der auch noch Luft zum Leben bleibt.
Aber auch mit einer 80% Finanzierung geht das alles noch, wenn der Verdienst etwas höher ist. (30% Eigenkapital)
Nicht vergessen: Wir haben ein Zinstief. Also mind. 2% Tilgung und lange Laufzeit ins Auge fassen. Und dabei 2% Rücklagen nicht vergessen.
Ist ja sicherlich gut, sich frühzeitig Gedanken über eine eigene Immobilie zu machen, und je früher man mit der Abzahlung anfängt, um so früher ist man damit dann auch wieder fertig.
Stellt sich nur die Frage, ob es bei Euch nicht noch etwas zu früh ist. Alles was vor Ausbildungsende/Aufnahme eines sicheren Arbeitsverhältnisses bei allen Beteiligten liegt, halte ich persönlich für zu früh. Und dies aus ganz verschiedenen Aspekten heraus:
Konstanz der Ein- und Ausgaben: Man nimmt durch die Aufnahme einer bestimmten Berufstätigkeit nicht nur Betrag X mehr ein, sondern kommt dadurch auch in eine Lebenssituation in der man Betrag Y mehr ausgibt, weil nicht nur die Ansprüche an die rohen vier Wände steigen, sondern auch noch mal ein neues Auto, ein neuer PC, ein teuerer Urlaub, höhere Lebenshaltungskosten … damit einhergehen.
Räumliche Fixierung: Beamter zu sein heißt nicht nur, dass man einen sicheren Job hat, sondern auch, dass man gerade zu Anfang nicht unbedingt davon ausgehen kann gleich längerfristig an einem Ort eingesetzt zu werden.
Private Gründe: Schön, wenn man mit 25 schon eine so feste Partnerschaft hat, dass alles auf ein dauerhaftes, klassisches Familienbild hinaus läuft. Die Statistik spricht allerdings eine recht deutliche Sprache, und gerade mit der beiderseitigen vollen Berufstätigkeit ergeben sich auch Auswirkungen auf das Privatleben, die nicht jede Beziehung verkraften. Eine Beziehung dann recht problemlos auflösen zu können, ohne dass da eine gemeinsame Immobilie mit gemeinsamen Krediten existiert, die beide für die nächsten 30 Jahre binden, bzw. bei denen beide ein hohes Verlustrisiko tragen, ist schon von Vorteil.
Je nach Ausbildung der Beteiligten halte ich ±30 bis 35 für ein gutes Alter sich konkret mit einer gemeinsamen Immobilie zu beschäftigen (und dann bitte mit Trauschein, denn der vereinfacht viele Dinge ungemein, gerade auch im Falle einer Trennung). In der Zeit bis dahin kann man wunderbar ein gutes Eigenkapital aufbauen, was dann auch die Raten erträglicher macht und für bessere Alternativen in der Finanzierung sorgt.
Hallo,
lasst Euch von einer seriösen Bank beraten und vetraut nicht aufs Internet!
Es gibt zwar Faustformeln mit „30 % des Nettoeinkommens dürfen Zins und Tilgung kosten“, aber wenn man Kinder möchte, krank ist oder wird oder einen wackeligen Beruf hat, ist das mit dem Nettoeinkommen so eine Sache … übrigens : wie kommt die Freundin dazu, zu denken , sie bekommt vor Ort eine Stelle als Lehrerin?
Grundsätzlich sind Ölheizungen nicht mehr empfehlenswert und bei Baujahren um 1973 kommt es schon sehr drauf an, was der Voreigentümer bis jetzt so gemacht hat. Ohne Fachleute sollte man sich da gar nix an versierter Meinung zu Sanierungskosten zutrauen…
Es existieren auch Faustformel von rd. 3 EUR je m² an Bewirtschaftungskosten (zu denen u.a. orts- und lageabhängige Grundsteuer und Straßenreinigungsgebühren gehören) . Bei diesem Baujahr und dieser Heizung sind die grenzwertig … Ab zur Bank!